Damaskus - Bei einem Selbstmordanschlag in Damaskus sind am Freitagmittag nach Angaben des staatlichen Fernsehens mindestens elf Menschen getötet und Dutzende weitere verletzt worden. Unter den Toten sollen Sicherheitskräfte und Zivilisten sein. Die Explosion habe sich im Stadtteil Midan im Zentrum der syrischen Hauptstadt ereignet.
Die Bombe sei nahe der Zine el-Abidine-Moschee explodiert, gerade als die Gläubigen das Gotteshaus im Anschluss an die Freitagsgebete verließen. Die Nachrichtenagentur Reuters berichtet unter Berufung auf Oppositionelle, der Anschlag habe sich gegen einen Bus gerichtet, in dem staatliche Sicherheitskräfte gesessen hätten. Andere machten das Regime für den Angriff verantwortlich, das damit Angst und Schrecken verbreiten wolle.
Seit Ende Dezember vergangenen Jahres haben sich mehrere Anschläge in Damaskus ereignet, bei denen insgesamt mehr als 50 Menschen getötet wurden. Diese Angriffe richteten sich zumeist gegen Einrichtungen der zahlreichen Geheim- und Sicherheitsdienste und ereigneten sich oft an Freitagen, wenn in vielen Städten Menschen gegen das Regime protestieren. Die syrische Regierung macht die Oppositionsbewegung für die Attentate verantwortlich.
Die Waffenruhe in Syrien scheint damit endgültig gescheitert. Trotzdem soll die Beobachtermission der Vereinten Nationen bis zum Montag auf 30 Mitglieder aufgestockt werden. Derzeit sind 15 Blauhelme im Land, um die Umsetzung des Friedensplans von Uno-Vermittler Kofi Annan zu kontrollieren.
syd/AP/Reuters
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