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Waffenruhe in Syrien: Uno will Feuerpause für weitere Hilfslieferungen nutzen

Uno-Konvoi in Duma bei Damaskus: "Die besten Chancen seit fünf Jahren für das syrische Volk" Zur Großansicht
REUTERS

Uno-Konvoi in Duma bei Damaskus: "Die besten Chancen seit fünf Jahren für das syrische Volk"

Die Kriegsparteien in Syrien halten die Feuerpause weitgehend ein. Deshalb sollen in den nächsten Tagen mehr als 150.000 Menschen in belagerten Städten humanitäre Hilfe erhalten.

Seit mehr als 48 Stunden ist die Waffenruhe in Syrien in Kraft - und sie wird trotz einzelner Verstöße weitgehend eingehalten. Die Uno will nun Lebensmittel in zahlreiche belagerte Städte bringen.

In den kommenden Tagen sollten rund 154.000 Menschen in von den unterschiedlichen Konfliktparteien eingeschlossenen Gebieten versorgt werden, kündigte Uno-Regionalkoordinator Jakob El Hillo in der Hauptstadt Damaskus an.

Nach Uno-Schätzungen sitzen rund 500.000 Menschen in eingekesselten Städten und Dörfern fest. "Es bestehen jetzt die besten Chancen seit fünf Jahren für das syrische Volk, dauerhaft Frieden und Stabilität zu erreichen", sagte El Hillo. Die Versorgung mit Hilfsgütern allein werde aber nicht ausreichen, die Lage zu verbessern, wenn es nicht einen wirklichen politischen Prozess zur Beendigung des Bürgerkriegs gebe, sagte der Uno-Koordinator.

Die Hilfslieferungen sollen nach seinen Worten am Montag in Muadamijat al-Scham bei Damaskus beginnen und anschließend auch die Städte Sabadani, Kefraja, Fua und Madaja erreichen.

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Waffenpause in Syrien: Unbeschwerte Stunden

Russland meldete am Sonntag neun Verstöße gegen die Waffenruhe in den vergangenen 24 Stunden, die Opposition prangerte in einem Protestbrief an Uno-Generalsekretär Ban Ki Moon weitere Verstöße an, die sich demnach in 26 von moderaten Rebellen gehaltenen Gebieten ereigneten.

Die Opposition warf außerdem dem mit Assad verbündeten Russland vor, 26 Luftangriffe in Gebieten geflogen zu haben, für welche die unter Uno-Vermittlung ausgehandelte Feuerpause gelte. Durch die Verstöße seien 29 Menschen getötet und Dutzende weitere verletzt worden. Unter derartigen Umständen sei eine Wiederaufnahme der Friedensverhandlungen "unmöglich".

Oppositionssprecher Salem al-Meslet gestand jedoch ein, dass sich die Lage in Syrien durch die Feuerpause deutlich entspannt habe. "Wir haben hier und da Verstöße, aber im Allgemeinen ist es viel besser als vorher und die Menschen fühlen sich wohl", sagte er.

Deutschland beteiligt sich auch an der Überwachung der Waffenruhe. In der Task Force der internationalen Syrien-Unterstützergruppe, die in Genf sitzt, wirken nach Angaben aus deutschen Regierungskreisen auch Beamte der Bundesregierung mit. Das Auswärtige Amt schickte dazu mehrere Diplomaten in die Schweiz, darunter einen hochrangigen Mitarbeiter des Krisenstabs. Geplant ist, dass künftig auch Angehörige der Bundeswehr in der Task Force mitwirken.

Es gibt auch Überlegungen, bei der Kontrolle der Feuerpause mit Aufklärungsflügen zu helfen. Die Bundeswehr hat seit Beginn des Jahres über Syrien und dem Irak "Tornado"-Jets im Einsatz. Möglich ist auch eine Überwachung der Waffenruhe mit Satelliten. Den Vorsitz in der Task Force teilen sich Russland und die USA. Die Waffenruhe wird bislang weitgehend eingehalten. Am 7. März sollen die Friedensverhandlungen für Syrien in eine neue Runde gehen.

syd/Reuters/dpa/AFP

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1. Man könnte auch genauer werden...
Beetulli 29.02.2016
"Russland meldete am Sonntag neun Verstöße gegen die Waffenruhe in den vergangenen 24 Stunden, die Opposition prangerte in einem Protestbrief an Uno-Generalsekretär Ban Ki Moon weitere Verstöße an, die sich demnach in 26 von moderaten Rebellen gehaltenen Gebieten ereigneten. " Gravierend ist der Vorstoß des IS gegen die kurdischen Siedlungen um Tal Abjad vom Territorium der Türkei aus. Ausgerechnet denen, die die Grenze zu Syrien mit Argusaugen überwachen, um "kurdische Terroristen" am Eindringen zu hindern, entgeht, dass drei IS-Gruppen die Grenze in Gegenrichtung überschreiten. Aber warten wir mal die Sprachregelung unseres Innenministers ab.
2. Sehr viele Tote und unsere Medien sprechen von Feuerpause
mikuni42 29.02.2016
der Westen sollte endlich was gegen diese verbrecher aus Moskau unternehmen und handeln, nicht alles schön reden !
3. hm
Leto13 29.02.2016
In vielen Gebieten vor allem in der Provinz Idlib ist Al Nusra sehr praesent, wie natuerlich auch andere islamistische Gruppen, mit denen die ach so demokratische, moderate Opposition kollaboriert. Eine moderate, demokratische Opposition, die mit Islamisten zusammenarbeitet, sollte weiter von Russland, der syrischen Armee und deren anderen Verbuendeten beschossen werden. Die demokratische, moderate Opposition, die an Frieden fuer Syrien interessiert ist, soll es zeigen.
4. Somit stehen die eigentlichen Kriegsherren fest!
mohsensalakh 29.02.2016
Wenn USA und Russland legen sich auf Waffenpause in Syrien fest, dann wird nicht mehr gefeuert. Von 100 Kriegsparteien schweigen die Waffen weitgehend (So wie Aljazeera, es so darstellt). Damit werden auch die Hautptakteure des Krieges in Syrien als solcher entpuppt: Russland und USA. Während Russland mit seiner Verbündeten Iran und Libanon Assad-Regiem unterstützt, steht USA und seine Verbündete Nato, Saudi-Arabien, Türkei, Israel 90 Terrorgruppen unter denen IS und Al-Qaida zu erwähnen sind.
5. Positiv die Feuerpause, nur wenige Verletzungen der vereinbarten Waffenruhe
m.gu 29.02.2016
Der Kampf gegen die Mörderbanden des IS und der Al NUSRA Front müssen jedoch weiter gehen. Sie dürfen nicht zum Atemholen kommen. Auch die Versorgung für diese Mörderbanden müssen komplett gekappt werden. Die Grenze zwischen der Türkei und dem IS muss komplett von syrischer Seite abgeriegelt werden. Der NATO Partner Türkei versucht natürlich das zu verhindern. Deswegen führt die Türkei immer noch einen einseitigen Krieg gegen die Kurden und Araber in Nordsyrien, sie zeigen der Weltbevölkerung ihr wahres Gesicht. Unterstützung weiterhin mit Waffen, Munition und Kämpfer für die Barbaren des IS und der Al NUSRA Front.
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Fläche: 185.180 km²

Bevölkerung: 22,265 Mio.

Hauptstadt: Damaskus

Staatsoberhaupt:
Baschar al-Assad

Regierungschef: Wail al-Halki; Imad Khamis (designiert)

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