Krieg in Syrien USA bombardieren Assad-treue Truppen

Bei einem mutmaßlichen Abwehrangriff will die US-Luftwaffe in Syrien etwa 100 Kämpfer des Assad-Regimes getötet haben. Diese hätten zuvor versucht, Verbündete der USA anzugreifen.

Start von US-Jets vom Flugzeugträger Theodore Roosevelt (Archivbild)
AFP

Start von US-Jets vom Flugzeugträger Theodore Roosevelt (Archivbild)


Wie das US-Militär meldet, haben Jets der US-Luftwaffe in Syrien einen Angriff auf regierungsnahe Kräfte geflogen.

Mit Machthaber Baschar al-Assad verbündete Truppen hätten zuvor ein Hauptquartier der Syrischen Demokratischen Kräfte (SDF) angegriffen, welche von den USA unterstützt werden. Etwa 500 Mann sollen bei der Attacke auf die SDF-Position mit Mörsern und Panzern vorgerückt sein.

Bei dem US-Luftangriff auf die regierungsnahen Kräfte habe es sich um eine Verteidigungsmaßnahme gehandelt. Dabei seien etwa 100 Kämpfer der Assad-treuen Truppen getötet worden. Angreifer, die umgekehrt seien, habe man nicht mehr angegriffen, so das US-Militär.

Luftschlag soll Reaktion auf Großangriff gewesen sein

Der Vorfall ereignete sich offenbar am Mittwoch im mittleren Euphrattal in der Provinz Deir al-Sor. In dem Hauptquartier der SDF hätten sich auch Soldaten des Anti-IS-Bündnisses befunden.

Die USA beteuern stets, dass sie sich aus dem syrischen Bürgerkrieg heraushalten und nur gegen die Terrormiliz "Islamischer Staat" (IS) kämpfen. Schon im vergangenen Jahr griffen sie aber in mehreren Fällen regierungsnahe Milizen an und bezeichneten das jeweils als Verteidigungsmaßnahme.

Das US-Militär arbeitet bei seinem Kampf gegen den IS mit dem Bündnis der Syrischen Demokratischen Kräfte zusammen, das von der Kurdenmiliz YPG geführt wird.

cht/dpa/AP



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