Ost-Syrien USA dementieren Angriff auf Assad-treue Truppen 

Bei einem Luftangriff in Syrien sollen fast 40 ausländische Milizionäre ums Leben gekommen sein, die an der Seite von Diktator Assad kämpften. Damaskus beschuldigt die USA - die dementieren.

Albu Kamal
SANA/EPA-EFE/REX/Shutterstock

Albu Kamal


Es gibt wohl Dutzende Tote - aber keiner will es gewesen sein: Bei einem Luftangriff im Osten Syriens sind nach Angaben von Aktivisten fast 40 regierungstreue Kämpfer ums Leben gekommen. Bei den Opfern nahe des Ortes Albu Kamal handele es sich um Anhänger bewaffneter ausländischer Milizen, erklärte die Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte am Montag.

Es sei unklar, wer für die Bombardierung verantwortlich sei. Beschossen wurden demnach unter anderem Kämpfer der libanesischen Schiitenmiliz Hisbollah. Die Beobachtungsstelle bezieht ihre Informationen aus einem Netz von Informanten vor Ort. Viele ihrer Angaben lassen sich aber nicht unabhängig überprüfen.

Die staatliche syrische Agentur Sana beschuldigte die von den USA angeführte internationale Anti-IS-Koalition. Ihr zufolge gab es eine nicht näher genannte Anzahl von Toten und Verletzten. Die internationale Koalition wies die Anschuldigung jedoch zurück. Es habe in der Region keine Angriffe der USA oder des Bündnisses gegeben, teilte ein Sprecher mit.

Die internationale Koalition unterstützt im Osten Syriens eine Offensive örtlicher Kräfte gegen die Terrormiliz "Islamischer Staat" (IS). Sie hat aber auch schon mehrfach regierungstreue Kräfte angegriffen. Diese bekämpfen in der Region ebenfalls IS-Extremisten. Anhänger der Miliz hatten Anfang Juni kurzzeitig Teile Albu Kamals zurückerobert. Der Ort ist strategisch wichtig, weil er an der Grenze zum Irak liegt.

dop/dpa



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