Ergebnislose Gespräche Syrien-Vermittler Brahimi tritt zurück

Er galt weltweit als Symbol der letzten Hoffnung für Syrien - nun tritt Uno-Sondergesandter Lakdhar Brahimi ab. "Er stand vor unüberwindbaren Hindernissen", sagte Uno-Generalsekretär Ban Ki Moon.

Brahimi in Teheran (Archivbild): Vermittler in Syrien-Konflikt tritt ab
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Brahimi in Teheran (Archivbild): Vermittler in Syrien-Konflikt tritt ab


New York - Sein Posten wird Ende Mai frei: Der internationale Syrien-Sondergesandte Lakhdar Brahimi tritt zurück. Das gab der Generalsekretär der Vereinten Nationen, Ban Ki Moon, am Dienstag bekannt. Brahimi hatte im Auftrag von Uno und Arabischer Liga in dem Konflikt vermittelt.

Erst im April hatte er allerdings eingeräumt, dass er nach den zwei ergebnislosen Verhandlungsrunden zur Beilegung des Bürgerkriegs vorerst keine Chance für weitere Gespräche sehe.

Der algerische Ex-Außenminister hatte den Job des UN-Syriengesandten Mitte 2012 übernommen. Er galt weltweit als Symbol der letzten Hoffnung für Syrien. "Er stand vor unüberwindbaren Hindernissen, mit einer in Fragen zur Beendigung des Konflikts hoffnungslos gespaltenen syrischen Nation und Region", fasste Ban die Beweggründe für den Rücktritt zusammen.

Zuvor war Bans Vorgänger Annan angesichts der eskalierenden Gewalt in Syrien und der Blockade im UN-Sicherheitsrat zurückgetreten. Er habe nun den Abgang von Brahimi mit großem Bedauern akzeptiert, sagte Ban.

Bei den seit mehr als drei Jahren tobenden Kämpfen zwischen Rebellen und Einheiten von Präsident Baschar al-Assad wurden nach Angaben der Opposition bislang mehr als 150.000 Menschen getötet. Rund sechs Millionen Menschen sind in Syrien auf der Flucht. Weitere zweieinhalb Millionen Syrer sind ins Ausland geflohen.

vks/dpa/AFP

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insgesamt 14 Beiträge
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großvisionaer 13.05.2014
1. Das ist auch ok so
Nach dem Syrien jetzt alle Bärtigen ins Paradies befördert hat, braucht man keinen Vermittler mehr. Wenn ich nur an den letzten Vermittler in Ukraine denke wird mir ganz schummrig..
killi 13.05.2014
2. Welch Überraschung
Wieviele Tote es wohl noch geben wird, ehe militärisch eingegriffen wird? Die inoffizielle offizielle Zahl von 150000 ist vermutlich nicht einmal annähernd realistisch. Man sollte von mindestens einer halben Million ausgehen. (die wegen medizinischem Engpass verstorbenen mit einberechnet)
recepcik 13.05.2014
3. Die Gespräche
haben sich erledigt, da die Terroristen fast schon besiegt sind. In vielen teilen des Landes können sie keine Zivilisten als Geiseln nehmen und sind somit machtlos. Denn die größte Waffe der feigen Mörderbanden waren zivile Geiseln.
recepcik 13.05.2014
4. Assad sollte noch
dafür sorgen dass keiner der internationalen Dschihadisten das Land lebend verlässt. Das ist auch zu unserem Nutzen, denn würden diese es lebend aus Syrien schaffen wären sie eine Gefahr für uns.
chefchen1 13.05.2014
5. Annans Rücktritt
Zitat von sysopAPEr galt weltweit als Symbol der letzten Hoffnung für Syrien - nun tritt Uno-Sondergesandter Lakdhar Brahimi ab. "Er stand vor unüberwindbaren Hindernissen", sagte Uno-Generalsekretär Ban Ki Moon. http://www.spiegel.de/politik/ausland/syrien-vermittler-lakhdar-brahimi-tritt-zurueck-a-969245.html
Annans Rücktritt war die Folge der direkten Torpedierung von Genf 1 durch die USA (hillary Clinton) Stunden nach der Unterschrift.
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