Syriens Machthaber Assad-Verwandte sucht Asyl in Deutschland

Die Witwe eines Cousins von Baschar al-Assad lebt derzeit in einer Flüchtlingsunterkunft in Nordrhein-Westfalen. Einen Asylantrag der Frau lehnten die Behörden jedoch ab.

Baschar al-Assad
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Baschar al-Assad


Sie kommt aus einer mächtigen Familie - und floh nach Deutschland: Eine Verwandte des syrischen Präsidenten Baschar al-Assad hat in der Bundesrepublik Asyl beantragt. Derzeit lebt sie in einer Flüchtlingsunterkunft im Kreis Warendorf in Nordrhein-Westfalen, bestätigte der Leiter des dortigen Kreisordnungsamts, Ralf Holtstiege. Es handele sich um die Witwe eines Cousins von Assad. Die Frau war in Flüchtlingsunterkünften wiederholt von Landsleuten angefeindet worden.

Der Asylantrag der Frau, die neben dem syrischen auch einen libanesischen Pass habe, sei abgelehnt worden, sagte Holtstiege. Dagegen habe sie geklagt. "Den Grund für den Asylantrag wissen wir nicht", so der Amtschef.

Zuerst hatten die "Westfälischen Nachrichten" über den Fall berichtet. Die Zeitung schreibt, die Assad-Verwandte sei in ihrer Heimat Opfer von Auseinandersetzungen in der Familie geworden. So sei sie 2015 von anderen Mitgliedern des Clans niedergeschossen worden und habe nur schwer verletzt überlebt. Ihren Sohn habe Assad festnehmen lassen, nachdem dieser einen Offizier getötet habe.

kev/dpa

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