Syrien: Viele Kinder sterben bei Attacke auf Schule

Eine Granate hat in Syrien offenbar eine Schule in einem Flüchtlingslager getroffen. Dabei wurden zahlreiche Kinder getötet. Staatliche Medien berichten von bis zu 30 Toten - und machen die Rebellen für die blutige Attacke verantwortlich.

Damaskus - Zahlreiche Schüler und ein Lehrer sind beim Einschlag eines Geschosses in einer Schule nahe der syrischen Hauptstadt Damaskus getötet worden. Unklar ist noch, wie viele Menschen bei dem Angriff ums Leben gekommen sind. Zunächst war von acht Kindern und einem Lehrer die Rede. Laut der Nachrichtenagentur Reuters könnte die tatsächliche Opferzahl mit rund 30 jedoch noch deutlich höher liegen.

Meldungen aus Syrien sind kaum unabhängig zu verifizieren, da internationale Beobachter und Journalisten dort nicht frei arbeiten können.

Die Granate habe am Dienstag eine Schule des Lagers al-Wafidin in der Provinz um die seit Monaten heftig umkämpfte Hauptstadt getroffen, heißt es. Als erstes berichtet das Staatsfernsehen über den Vorfall - und machte die Aufständischen im Land verantwortlich. Die neuen Zahlen stammen von der ebenfalls staatlichen Agentur Sana.

In dem Lager im Nordosten von Damaskus leben rund 25.000 Vertriebene von den Golan-Höhen, die seit 1967 von Israel besetzt sind.

Regierungstruppen und Rebellen liefern sich seit Monaten heftige Gefechte in den Vororten der Hauptstadt. Nachdem die Aufständischen erstmals auch bis zur Straße zum internationalen Flughafen vorgedrungen waren, startete die Armee am vergangenen Donnerstag eine Großoffensive. Ihr Ziel ist es, die Gegend im Umkreis von acht Kilometern um die Hauptstadt wieder voll unter ihre Kontrolle zu bringen.

jok/AFP/Reuters

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1.
alevihaydar 04.12.2012
Nein so was machen die lieben Rebellen der "Faschistischen Salafistischen Armee" nicht.Deshalb werden sie ja vom Westen unterstützt
2. Blutiges Gemetzel
robert.haube 04.12.2012
Die syrische Armee (SAA) und die gegnerische FSA schenken sich gegenseitig nichts. Wie die gerade wieder via Türkei nach Aleppo eingesickerten Journalisten Jenan Moussa und Harald Doornbos berichten, gibt es dort regelrechte Artillerie-Duelle zwischen beiden Seiten mitten in bewohnte Gegenden hinein. Ein Krieg nach der Genfer Konvention ist das keinesfalls. Das angebliche Ziel eines 8 km-Kordons um die Hauptstadt stimmt nicht. Die syrische Armee (SAA) erklärt heute z.B. die Satelittenstadt Harasta im Umland von Damaskus für gesäubert und rückt weiter vor.
3. Aggressoren und Aggressorenunterstützer
derandersdenkende 04.12.2012
Zitat von sysopEine Granate hat in Syrien offenbar eine Schule in einem Flüchtlingslager getroffen. Dabei wurden zahlreiche Kinder getötet. Staatliche Medien berichten von bis zu 30 Toten - und machen die Rebellen für die blutige Attacke verantwortlich. Syrien: Viele Kinder sterben bei Attacke auf Schule - SPIEGEL ONLINE (http://www.spiegel.de/politik/ausland/syrien-viele-kinder-sterben-bei-attacke-auf-schule-a-870925.html)
versuchen gern Informationen zu eigenen Untaten in Frage zu stellen, schließlich gilt es diese immer wieder aufs neue zu rechtfertigen bzw. zu vertuschen. Deren Ideologen und Propagandisten haben eine perverse Routine erarbeitet, durch Herabwürdigung anderer geradezu einen Legitimationsmechanismus für eigene Verbrechen entwickelt.
4. Terrorpack
tkgdfk 04.12.2012
Das radikalislamistische, vom Westen und seinen befreundeten Golfdespoten finanzierte Terrorpack muss vernichtet werden! Putin hilf!
5.
Faceoff 04.12.2012
Von wem stammt die Meldung? Von "staatlichen syrischen Medien"... . Na dann muss sich der Vorfall natürlich so zugetragen haben, wie berichtet. Schließlich sind die syrischen Medien weltberühmt für ihre objektive unabhängige und zutreffende Berichterstattung. Wie überhaupt das Syrien unter Assad schon immer ein Verfechter der Pressefreiheit war.
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Bevölkerung: 22,505 Mio.

Hauptstadt: Damaskus

Staatsoberhaupt:
Baschar al-Assad

Regierungschef: Wail al-Halki

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