Krieg in Syrien: Viele Tote bei Anschlägen in Damaskus

Die Sprengsätze explodierten kurz hintereinander: Bei Anschlägen in einem Christenviertel in Syriens Hauptstadt Damaskus sind nach Angaben von Aktivisten mindestens 34 Menschen getötet worden.

Syrien: Anschläge in Damaskus Fotos
DPA/ SANA

Damaskus - Ein blutiger Morgen in Damaskus: Bei einem Doppelanschlag in einem überwiegend von Christen bewohnten Viertel der Hauptstadt von Syrien kamen nach Angaben der oppositionellen Syrischen Beobachtungsstelle für Menschenrechte mindestens 20 Menschen ums Leben. Später war im staatlichen Fernsehen sogar von 34 Opfern die Rede. In dem Viertel Dscharamana explodierten demnach zwei Autobomben. Die amtliche syrische Nachrichtenagentur Sana berichtete von "zwei Terroranschlägen".

Augenzeugen berichteten sogar von vier Sprengsätzen, die kurz hintereinander detoniert seien. Die Bewohner des Viertels hatten zu Beginn des syrischen Bürgerkriegs versucht, sich aus der bewaffneten Auseinandersetzung herauszuhalten. Die Lage in dem Stadtteil spitzte sich jedoch in den vergangenen Monaten zu, nachdem dort mehrfach Bomben explodiert waren.

Mit überwältigender Mehrheit billigte derweil das Menschenrechtskomitee der Uno-Generalversammlung eine Resolution gegen Syrien. In der Entschließung werden die syrischen Behörden und die regierungsnahen Milizen wegen "schwerer Verstöße gegen die Menschenrechte und die Grundfreiheiten" scharf verurteilt und zur sofortigen Freilassung aller Häftlinge aufgerufen. Außerdem fordert die Resolution eine umgehende unabhängige, internationale Untersuchung der Gewalt.

Das Komitee stimmte der Vorlage mit 130 zu zwölf Stimmen zu, es gab 35 Enthaltungen. Die Nein-Stimmen kamen unter anderem von Russland, China und Iran. Es gilt als nahezu sicher, dass die Resolution bei einer Abstimmung im Dezember von den Vereinten Nationen angenommen wird.

als/AFP/dpa

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insgesamt 24 Beiträge
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1. Was sind hier Aktivisten?
lmike 28.11.2012
Bombenleger Bombenleger mit Handy CIA-Informanten oder nur einach obskure Nachrichtenquellen?
2. unter dem Schutz der NATO
duk2500 28.11.2012
Die Waffen und der Sprengstoff für diese und weitere islamistische Anschläge gegen religiöse Minderheiten wie Christen und Alawiten werden in Zukunft auch unter dem Schutz deutscher Patriot-Raketen nach Syrien eingeschleust.
3.
waschm. 28.11.2012
Zitat von duk2500Die Waffen und der Sprengstoff für diese und weitere islamistische Anschläge gegen religiöse Minderheiten wie Christen und Alawiten werden in Zukunft auch unter dem Schutz deutscher Patriot-Raketen nach Syrien eingeschleust.
Sprengstoff und Waffen sind ja wohl schon ausreichend im Land. So sehr, dass die Syrische Regierung diesen beiden Güter immer wieder in den Libanon Exportiert.
4. Wer?
Toebbens 28.11.2012
Wenn ich die Artikel in der englischsprachigen Presse richtig verstehe, dann geht dieser Bombenanschlag in Dscharamana wohl auf das Konto der Aufständischen. Also genau der Gruppen, die nach allgemeinem Tenor unsere Unterstützung verdient.
5. Viele Tote..
rwk 28.11.2012
Dass es noch mehr geben wird wenn die "Freie syr. Armee" Oberhand gewinnt ist sicher. Die Christen werden nichts mehr zu lachen haben. Mit Assad konnten sich Andersgläubige halten, da Syrien ein säkulärer Staat ist. Die Terroristen, die den Umsturz mit Wohlwollen der EU betreiben sehen vor einen islam. Staat, anders gesagt eine Religionsdikdatur einzusetzen. Alle machen, was die selbsternannten "Religiösen Führer" anordnen wenn nicht, gibt's Schläge.Der Westen sieht hier drin ein Fortschritt zur "Befreiung des Volkes". Die Militärdikdatur ist einer Islamistendikdatur immer noch vorzuziehen. Die Dikdatur als solche, ist aber auch die einzige Staatsform die im arab. Raum funktioniert. Staat und Religion sind untrennbar nach dem Islam, die Linie ist also klar und eindeutig!
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