Bürgerkrieg in Syrien: Viele Tote bei Explosion eines Waffenlagers in Homs

Die umkämpfte Stadt Homs ist von einer riesigen Explosion erschüttert worden. Ein Munitionslager regierungstreuer Milizen explodierte. Rebellen sollen das Depot mit Raketen beschossen haben. Mindestens 40 Menschen sind laut Aktivisten gestorben, Dutzende wurden verletzt.

Homs/Damaskus - Bei einer Explosion eines Waffenlagers sind in der umkämpften syrischen Stadt Homs mindestens 40 Menschen getötet worden. Das meldete die Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte.

Das Lager soll regierungstreuen Milizen gehört haben. Es liegt in dem von Regierungstruppen gehaltenen Bezirk Wadi al-Sahab. Das Depot sei mit Raketen beschossen worden, vermutlich von Rebellen, teilten die Aktivisten mit.

Dutzende weitere Menschen erlitten Verletzungen. Unter den Opfern seien viele Zivilisten gewesen, hieß es.

Videoaufnahmen bei YouTube zeigen, wie ein Feuerball mehrere Hunderte Meter in den Himmel ragt. Rebellen stellten die Aufnahmen am Donnerstag ins Internet.

Homs - "Wiege der Rebellion" gegen Assad

Die Angaben aus Syrien lassen sich nicht überprüfen, das Regime von Baschar al-Assad lässt kaum Journalisten ins Land. Die Menschenrechtsbeobachter in London erhalten ihre Informationen von Aktivisten vor Ort und werten Internet- und andere Medien aus.

Zuletzt hatten die Truppen des Machthabers Baschar al-Assad in Homs Terraingewinne verzeichnet. Nach dem Fall des Bezirks Chaldijeh halten die Aufständischen praktisch nur noch die historische Altstadt.

Die Rebellen bezeichnen Homs als "Wiege der Rebellion" gegen Assad, hier wird seit Beginn des Bürgerkriegs im März 2011 gekämpft. Assad besuchte am Donnerstag, den "Tag der Armee" in Syrien, Soldaten in Daraya im Südwesten von Damaskus. Er sei sich weiterhin sicher, dass seine Truppen gegen die Aufständischen im Land siegen würden, sagte der Präsident anlässlich des 68-jährigen Gründungsjubiläums der syrischen Armee.

Im Bürgerkrieg sind nach Uno-Schätzungen mehr als 100.000 Menschen ums Leben gekommen.

heb/dpa/Reuters/AFP

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insgesamt 21 Beiträge
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1. Erfolgsmeldungen sehen anders aus
karlomari 01.08.2013
Zitat von sysopDie umkämpfte Stadt Homs ist von einer riesigen Explosion erschüttert worden. Ein Munitionslager regierungstreuer Milizen explodierte. Rebellen sollen das Depot mit Raketen beschossen haben. Mindestens 40 Menschen sind laut Aktivisten gestorben, Dutzende wurden verletzt. Syrien: Viele Tote nach Raketenangriff in Homs - SPIEGEL ONLINE (http://www.spiegel.de/politik/ausland/syrien-viele-tote-nach-raketenangriff-in-homs-a-914372.html)
" Laut Aktivisten", das heißt also man schreibt nicht die ganze Wahrheit. Die Explosion ereignete sich in einem von von Alawiten bewohnten Stadtteil. Unter den Opfern werden auch Zivilisten sein, aber das sind ja "nur" Assad Schergen. Auch die Explosion ändert nichts an der Tatsache das die Terroristen sich aus Homs zurückziehen müssen. In Homs und im Gebiet um Homs weiten sich die Kämpfe aus. Die sunnitische Al-Nusra hat haben ihre kriegerischen Operationen neben den Kämpfen gegen die Regierungsarmee auch auf Auseinandersetzungen gegen Kurden im Gebiet um Aleppo und weitere Gebiete in Nordsyrien ausgedehnt. Falls sich herausstellen sollte, dass die Al-Nusra vom türkischen Gebiet aus operiert, dürfte es zu Komplikationen im Verhältnis der Kurden zur türkischen Regierung kommen.
2.
syracusa 01.08.2013
Zitat von karlomariAuch die Explosion ändert nichts an der Tatsache das die Terroristen sich aus Homs zurückziehen müssen.
Nun, dass Assads Terrormilizen sich zurückziehen müssen, fordern Menschenrechtler und Humanisten seit langem. Nur hört der Oberterrorist Assad nicht auf solche Appelle.
3. Erfolgsmeldungen sehen anders aus
axelzappe 01.08.2013
Ob pro oder anti-Assad, beide Seiten bringen die Zivilisten um!
4.
lifeguard 01.08.2013
Zitat von axelzappeOb pro oder anti-Assad, beide Seiten bringen die Zivilisten um!
die scheren sich kaum noch um die zivilbevölkerung. die wollen ihren krieg, koste es was es wolle, ausfechten. bestes beispiel: aleppo. da werden mittlerweile die von assad-treuen kämpfern gehaltenen distrikte von rebellen belagert. war vorher andersrum. nur trifft es die bewohner dieser stadtteile, nicht die kämpfer. die können sich einbunkern. die leute riskieren jeden tag ihr leben und müssen damit rechnen, von beiden seiten ins visier genommen zu werden.
5. Die Lage in Nordsyrien spitzt sich zu
Epikurus 01.08.2013
Während es in Aleppo selbst zu einem Stellungskampf innerhalb der Stadt kommt, zwischen FSA/ Al-Nusra und Regierungstruppen/Milizionären tobt seit zwei Tagen ein neuer Krieg zwischen Kurden und der Al Nusra. Es sind viele Orte davon betroffen, mit vielen Toten. Die kurdischen Gruppierungen haben eine große militärische Mobilmachung angekündigt und der Al-Nusra und Al-Qaida den Krieg erklärt. (Siehe "die Welt", heutiger Artikel)
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