Beirut - Seit Wochen fliehen Menschen aus der syrischen Stadt Hama - doch noch immer sind viele den Kämpfen zwischen Militär und Aufständischen ausgeliefert. Nun sollen bei Zusammenstößen von Armee und Rebellen Dutzende Familienmitglieder getötet worden sein, wie Aktivisten und Einwohner berichten.
"Während der Kämpfe ist die Armee in das Stadtviertel Arbain eingedrungen und hat Häuser durchsucht. Dabei haben sie Mitglieder von drei Familien getötet", sagte der Anwohner Abu Ammar zur Nachrichtenagentur "Reuters".
Mehrere Menschen aus Hama sprachen von heftigen Kämpfen in verschiedenen Stadtvierteln. Schon gestern hatten Anwohner von Panzer- und Granatenbeschuss berichtet. Den Menschen in der Stadt sei es unmöglich, zu fliehen. Viele Familien seien noch in ihren Häuser gefangen.
Im ganzen Land spitzen sich indes die Kämpfe weiter zu: In Aleppo geht das Regime mit Hubschraubern gegen Aufständische vor. Diese sollen mehrere Anhänger des Assad-Regimes hingerichtet haben. In Damaskus kamen beim Einschlag mehrerer Granaten mindestens 20 Bewohner eines Palästinenserlagers ums Leben, wie Ärzte berichteten. Sicherheitskräfte hätten das Feuer kurz vor dem abendlichen Fastenbrechen eröffnet, bei dem Muslime wieder Nahrung zu sich nehmen können.
usp/Reuters
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