Bürgerkrieg Syrische Opposition lehnt Dialog in Moskau ab

Das wichtigste syrische Oppositionsbündnis wird nicht nach Russland reisen, um in den Dialog über den Bürgerkrieg zu treten. Die Oppositionellen protestieren damit gegen die russische Unterstützung Syriens und fordern Gespräche in einem arabischen Land mit einer klaren Agenda.

Ahmed Moas al-Chatib: "Warum verurteilt Russland nicht die Brutalität des Regimes?"
AFP

Ahmed Moas al-Chatib: "Warum verurteilt Russland nicht die Brutalität des Regimes?"


Moskau - Syrische Oppositionelle haben eine Einladung Russlands zu Gesprächen in Moskau zurückgewiesen. Der Vorsitzende der Syrischen Nationalen Koalition, Ahmed Moas al-Chatib, sagte am Freitag dem arabischen Nachrichtensender Al-Dschasira, das Bündnis werde nur an Verhandlungen teilnehmen, wenn sie in einem arabischen Land stattfinden und wenn es eine "klare Tagesordnung" gebe.

Der russische Außenminister Sergej Lawrow hatte al-Chatib zuvor zu Gesprächen geladen. Al-Chatib sagte jedoch auf Al-Dschasira, seine Gruppe verlange eine Entschuldigung Russlands für die Unterstützung des syrischen Machthabers Baschar al-Assad. Moskau fordert bislang nicht, dass Assad zurücktritt und bleibt Syrien weiterhin verbunden.

Russland solle sich zudem dafür entschuldigen, dass es sich in die syrischen Geschicke einmische und das "Massaker" am syrischen Volk nicht verurteile. "Warum reagiert Russland nicht und verurteilt in einer Erklärung nicht eindeutig die Brutalität des Regimes und verlangt nicht den Rücktritt von Präsident Assad, der eine Vorbedingung für jede Verhandlung ist?", fragte al-Chatib.

Der Konflikt in Syrien zwischen Regierungstruppen und Aufständischen tobt seit März vergangenen Jahres. Seitdem wurden nach Angaben von Aktivisten bereits mehr als 45.000 Menschen getötet.

kha/Reuters/AFP



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insgesamt 114 Beiträge
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original-native 28.12.2012
1. Das schöne an diesem Bericht ist
Das drin steht "das nach Angaben von Aktivisten" eine Zahl an Menschen gestorben ist (gott sei jeder einzelnen Seele gnädig) aber dass jetzt endlich nicht mehr drin steht das fast keine "Rebellen" drunter waren. Traurig hingegen dass diese angeblichen Oppositionellen Moskau vorwerfen Syrien zu unterstützen. Sie sollten lieber mal der al Quaida vorwerfen nicht die Zivilbevölkerung in Syrien zu töten was ständig vorkommt.
Datenscheich 28.12.2012
2. Idioten
Wer nicht bereit ist, sich im Sinne der Menschen, des Friedens und der Zukunft auch mit seinen schlimmsten Gegnern zusammenzusetzen, um zu einer Versöhnung zu kommen, sollte am besten den Planeten verlassen... HIER ist kein Platz fü r solche Verweigerer.
cour-age 28.12.2012
3. vergessen...
Zitat von original-nativeDas drin steht "das nach Angaben von Aktivisten" eine Zahl an Menschen gestorben ist (gott sei jeder einzelnen Seele gnädig) aber dass jetzt endlich nicht mehr drin steht das fast keine "Rebellen" drunter waren. Traurig hingegen dass diese angeblichen Oppositionellen Moskau vorwerfen Syrien zu unterstützen. Sie sollten lieber mal der al Quaida vorwerfen nicht die Zivilbevölkerung in Syrien zu töten was ständig vorkommt.
vergessen??? ... die vielen von Russland blockierten UN-Resolutionen? ... die vielen russischen Waffen für das Assad-Regime? ... die vielen russischen "Agrarberater" im Assad-Regime? ... den Russlandbomber mit hunderten Tonnen Papiergeld für das Assad-Regime? Wer mitspielt, kann NICHT den SCHIEDSRICHTER machen. Schaffen Sie soviel/sowenig Objektivität in Ihrer Beurteilung?
cour-age 28.12.2012
4. Rückblickend...
Zitat von DatenscheichWer nicht bereit ist, sich im Sinne der Menschen, des Friedens und der Zukunft auch mit seinen schlimmsten Gegnern zusammenzusetzen, um zu einer Versöhnung zu kommen, sollte am besten den Planeten verlassen... HIER ist kein Platz fü r solche Verweigerer.
Rückblickend hätten sich die Briten/Amerikaner/Russen also mit Hitler friedlich einigen müssen, unter der Vorbedingung, dass dieser mit seinen SA/SS an der Macht bleibt - oder aber den Planeten verlassen. Cool, diese Ansicht.
Schroekel 28.12.2012
5. mit assads...
Zitat von sysopAFPDas wichtigste syrische Oppositionsbündnis wird nicht nach Russland reisen, um in den Dialog über den Bürgerkrieg zu treten. Die Oppositionellen protestieren damit gegen die russische Unterstützung Syriens und fordern Gespräche in einem arabischen Land mit einer klaren Agenda. http://www.spiegel.de/politik/ausland/syrische-opposition-lehnt-einladung-russlands-zu-dialog-ab-a-875045.html
..clan zu verhandeln, ist eine absurde agenda. Wie kann man mit jemandem verhandeln wollen, der sein eigenes volk erst mit scharfschützen, dann mit panzern und schließlich mit Jagdbombvern, Helikoptern und Mittelstrecken Raketen beschiesst. Weder Stalin noch Roosewelt oder Churchsill haben mit Hitler verhandeln wollen und dazu bestand genauso wenig anlass, wie jetzt mit diesem Truthahn zu verhandeln. Er soll gehen. Oder er wird gegangen. Period.
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