Moskau - Syrische Oppositionelle haben eine Einladung Russlands zu Gesprächen in Moskau zurückgewiesen. Der Vorsitzende der Syrischen Nationalen Koalition, Ahmed Moas al-Chatib, sagte am Freitag dem arabischen Nachrichtensender Al-Dschasira, das Bündnis werde nur an Verhandlungen teilnehmen, wenn sie in einem arabischen Land stattfinden und wenn es eine "klare Tagesordnung" gebe.
Der russische Außenminister Sergej Lawrow hatte al-Chatib zuvor zu Gesprächen geladen. Al-Chatib sagte jedoch auf Al-Dschasira, seine Gruppe verlange eine Entschuldigung Russlands für die Unterstützung des syrischen Machthabers Baschar al-Assad. Moskau fordert bislang nicht, dass Assad zurücktritt und bleibt Syrien weiterhin verbunden.
Russland solle sich zudem dafür entschuldigen, dass es sich in die syrischen Geschicke einmische und das "Massaker" am syrischen Volk nicht verurteile. "Warum reagiert Russland nicht und verurteilt in einer Erklärung nicht eindeutig die Brutalität des Regimes und verlangt nicht den Rücktritt von Präsident Assad, der eine Vorbedingung für jede Verhandlung ist?", fragte al-Chatib.
Der Konflikt in Syrien zwischen Regierungstruppen und Aufständischen tobt seit März vergangenen Jahres. Seitdem wurden nach Angaben von Aktivisten bereits mehr als 45.000 Menschen getötet.
kha/Reuters/AFP
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