Kämpfe um Kusair: Syrische Fernsehreporterin getötet

Zerstörte Gebäude in Kusair: Journalistin des staatlichen Nachrichten-Senders Al-Ichbarija tot Zur Großansicht
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Zerstörte Gebäude in Kusair: Journalistin des staatlichen Nachrichten-Senders Al-Ichbarija tot

Bei Gefechten um die syrische Kleinstadt Kusair ist eine Journalistin ums Leben gekommen. Sie arbeitete für einen regimenahen Sender. Das melden die staatliche Nachrichtenagentur Sana und Menschenrechtsbeobachter. Die Reporterin soll von einem Heckenschützen erschossen worden sein.

Damaskus - Um die syrische Kleinstadt Kusair kämpfen Soldaten des Assad-Regimes und Aufständische seit Wochen erbittert - es ist die einzige verbliebene Rebellenhochburg nahe der libanesischen Grenze. Jetzt ist eine Journalistin des syrischen Fernsehens bei den Gefechten getötet worden. Das teilte der staatliche Nachrichtensender al-Ichbarija mit, für den Jara Abbas über einen Angriff von Regierungssoldaten berichtete.

Unter Berufung auf das syrische Informationsministerium hieß es, "Terroristen" hätten die Reporterin in der Nähe des Militärflughafens Dabaa nördlich von Kusair getötet. Mit "Terroristen" bezeichnen die staatlichen syrischen Medien die bewaffneten Aufständischen, die für den Sturz von Präsident Baschar al-Assad kämpfen.

Die oppositionsnahe syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte berichtete, ein Heckenschütze habe Abbas nahe Dabaa getötet. In Abbas' Team habe es zudem Verletzte gegeben.

Nach Angaben der Beobachtungsstelle liegt die Zahl der binnen einer Woche in und um Kusair getöteten Kämpfer der libanesischen Hisbollah-Miliz bei mindestens 79. Wie die Beobachtungsstelle mit Sitz in London weiter erklärte, bezogen sich die Angaben auf den Zeitraum vom 19. bis zum 26. Mai morgens.

Die schiitische Hisbollah unterstützt Assad seit einiger Zeit mit Kämpfern. Berichten zufolge kämpfen bis zu 1700 Hisbollah-Milizionäre an der Seite der syrischen Armee in der Gegend von Kusair.

heb/dpa/AFP/AP

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1. Ach, die guten Rebellen ...
Thomas-Melber-Stuttgart 27.05.2013
Eine tote syrische (regierungsnahe!) Journalistin ist natürlich im Vergleich zu einem angeschossenen ARD-Korrespondenten eher unbedeutend, nicht?
2.
ewspapst 27.05.2013
Zitat von Thomas-Melber-StuttgartEine tote syrische (regierungsnahe!) Journalistin ist natürlich im Vergleich zu einem angeschossenen ARD-Korrespondenten eher unbedeutend, nicht?
Sie haben recht, denn auch unser guter Aussenminister Westerweille war überhaupt nicht empört oder schockiert. Das hat man nun davon, wenn man über die vom Westen so gelobten Terroristen sachlich berichten möchte, die sich unter der Zivilbevölkerung verstecken, dann hat man nach westlichen Moralbegriffen auch den Tod verdient, oder sehe ich das ganz falsch und das waren Gangster, die geschossen haben.
3. Bitte
Uwe Häußler-Berlin 27.05.2013
liebe spiegel"journallisten",berichtet weiter so einseitig,das ist genau der richtige Weg um auch Eure letzten Bezahlleser zu verlieren. Von einem Medium was Nachrichten veröffentlicht seit Ihr Lichtjahre entfernt-Ihr macht nur noch Propaganda.
4.
johannes2000 27.05.2013
Zitat von Uwe Häußler-Berlinliebe spiegel"journallisten",berichtet weiter so einseitig,das ist genau der richtige Weg um auch Eure letzten Bezahlleser zu verlieren. Von einem Medium was Nachrichten veröffentlicht seit Ihr Lichtjahre entfernt-Ihr macht nur noch Propaganda.
Können Sie spezifieren was genau an diesem kurzen Artikel Propaganda sein soll? Das macht man normalerweise wenn man Vorwürfe vorbringt, ansonsten ist das nichts weiter als heiße Luft.
5. Wieso einseitig?
Ich_sag_mal 27.05.2013
Wir sollten nicht den Fehler begehen zwischen wichtigen und unwichtigen Opfern zu unterscheiden. Es ist Bürgerkrieg, der wird weitreichende Folgen haben. Jetzt das eine Opfer mehr zu betrauern, als das andere finde ich schwierig. Egal wer diesen Konflikt für sich klärt, danach gibt es nochmal Opfer durch die Sieger. Was war eigentlich die Ursache in Syrien?
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Bürgerkrieg in Syrien: Schlacht um Kusair

Bevölkerung: 22,505 Mio.

Hauptstadt: Damaskus

Staatsoberhaupt:
Baschar al-Assad

Regierungschef: Wail al-Halki

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