Damaskus - Bei zwei Bombenanschlägen in der syrischen Hauptstadt Damaskus sind am Samstagmorgen nach Angaben des Staatsfernsehens mehrere Menschen getötet worden. Unter den Toten seien Polizisten und Zivilisten, Angaben zur Zahl der Toten wurden nicht gemacht. Ersten Informationen zufolge seien bei den "terroristischen Bombenanschlägen" zwei Autobomben detoniert.
Anwohner berichteten von sehr schweren Erschütterungen. Über der Stadt stehe eine gewaltige Rauchsäule.
Das Staatsfernsehen berichtete, es seien der Sitz der Kriminalpolizei und ein Geheimdienstgebäude attackiert worden. Die in London ansässige Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte erklärte, die Anschläge hätten Gebäuden der syrischen Sicherheitsdienste gegolten.
Am 10. Februar wurden bei zwei Bombenanschlägen in der nordsyrischen Stadt Aleppo 28 Menschen getötet und mehr als 230 weitere verletzt. Anfang März sprengte sich zudem ein Selbstmordattentäter in der Stadt Daraa im Süden des Landes in einem Auto in die Luft und riss zwei Menschen mit in den Tod.
Beobachter befürchten, dass das Terrornetzwerk al-Qaida die syrische Oppositionsbewegung unterlaufen haben und hinter den Anschlägen stehen könnte. Im Februar hatte Qaida-Chef Aiman al-Sawahiri in einer im Internet veröffentlichten Videobotschaft seine Unterstützung der Revolte in Syrien erklärt.
ffr/Reuters/AP/dapd/AFP
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