"Tag des Abgangs" im Liveticker Demos, Diplomatie und ein toter Fotograf

Barack Obama fordert einen raschen Machtransfer, Mohamed ElBaradei hält sich eine Präsidentschaftskandidatur offen, Zigtausende demonstrieren friedlich - aber ein Bildreporter stirbt an seinen Schussverletzungen. Mehr über diese und andere Ereignisse des Freitags in Ägypten im Minutenprotokoll.


+++ Stiller Protest in der Nacht +++

[23.55 Uhr] "Es ist außergewöhnlich ruhig", sagt ein Al-Dschasira-Reporter. Tausende Menschen halten sich noch auf dem Tahrir-Platz in Kairo auf, aber es scheint eine ruhige und friedliche Protestnacht zu werden. Die Armee hat ihre Panzer zurückgezogen und die Schlägertrupps sind in der Dunkelheit verschwunden. Heute Nacht lief das Ultimatum der Opposition für einen Rücktritt Mubaraks ab - aus dem "Tag des Abgangs" wurde ein Tag des eher friedlichen und diplomatischen Protests.

+++ Amnesty-Mitarbeiter freigelassen? +++

[23.33 Uhr] Gute Nachricht oder Gerücht? Die Menschenrechtsorganisation Amnesty International hat laut BBC offenbar via Twitter mitgeteilt: "Amnesty-Mitarbeiter und andere Ausländer wurden in Kairo freigelassen und können in ihre Hotels zurückkehren!" Weitere Details gibt es noch nicht. Laut Amnesty wurden am Donnerstag zwei Mitarbeiter in nichtgekennzeichneten Fahrzeugen weggebracht, nachdem das Büro einer Menschenrechtsorganisation in Kairo gestürmt worden war.

+++ Tausende Demonstranten erheben ihre Stimmen - und singen +++

[23.13 Uhr] Friedlicher kann man wohl kaum protestieren. Statt mit Gewalt versuchen es die Regimegegner mit Gesang. Ein YouTube-Video zeigt den Tahrir-Platz in der Dunkelheit, er ist voll von Menschen, sie schwenken Fahnen und singen: "Lass Mubarak unsere Stimmen hören. Wir alle fordern nur eine Sache: Geh, geh, geh, tritt ab, Husni Mubarak, tritt ab. Er muss weg, wir gehen nicht …" Es ist nicht klar, ob das Video aktuell ist. Auf jeden Fall gehen die Proteste in der Nacht zum Samstag bis jetzt größtenteils friedlich weiter. Tausende harren nach dem elften Protesttag auf dem Tahrir-Platz in Kairo aus und auch in Alexandria missachten die Demonstranten erneut die Ausgangssperre.

+++ "Die Chance, dass Mubarak heute gehen würde, lag bei 50:50" +++

[22.50 Uhr] Der angesehene Nahost-Blogger Marc Lynch lässt seiner Enttäuschung über den von Regimegegnern erhofften "Tag des Abgangs" per Twitter freien Lauf: "Es gab berechtigte Gründe zu glauben, dass die Chance für einen Rücktritt Mubaraks heute bei mindestens 50:50 lag - aber es sieht nicht mehr danach aus. Es muss mehr getan werden", zitiert der Guardian den Blogger.

+++ Erster toter Journalist in Ägypten +++

[22.27 Uhr] Die Gewalt richtet sich immer mehr auch gegen Journalisten, die in Ägypten arbeiten und von den Unruhen berichten. Jetzt ist ein ägyptischer Reporter an den Folgen einer Schussverletzung gestorben. Der 36-jährige Fotograf Ahmed Mohammed Mahmud wurde Anfang der Woche während der Straßenschlachten in Kairo schwer verletzt. Laut einem Bericht der amtlichen Zeitung "Al Ahram" nahm er vom Balkon seines Hauses - unweit des Tahrir-Platzes - Bilder von den Kämpfen unten auf den Straßen auf, als er von einem Heckenschützen getroffen wurde. Mahmud arbeitete für die Zeitung "Al Taawun", er ist der erste Journalist, der während der Unruhen in Ägypten ums Leben kam.

+++ Griechischer Ministerpräsident will nach Kairo reisen +++

[22.05 Uhr] Der griechische Ministerpräsident Giorgos Papandreou will seinem Nachbarn Ägypten einen Besuch abstatten. Er habe mit Ägyptens Präsident Husni Mubarak und mit Vizepräsident Omar Suleiman sowie mit US-Außenministern Hillary Clinton gesprochen. "Ich werde wahrscheinlich am Sonntag nach Kairo fahren", sagte Papandreou am Freitagabend nach dem EU-Gipfel in Brüssel. Seine EU-Kollegen seien mit den Reiseplänen einverstanden. Papandreou sagte, er unterstütze die Wünsche der Bürger und vor allem der Jugend Ägyptens. "Ich werde auch eine Nachricht an Präsident Mubarak übermitteln", sagte Papandreou. Details wollte er aber noch nicht nennen.

+++ Brief an Hillary Clinton: "Retten Sie die Tiere!" +++

[21.55 Uhr] Rund 2400 Amerikaner wurden vom US-Außenministerium aus Ägypten ausgeflogen - doch was passiert mit den zurückgelassenen Haustieren? Die amerikanische Tierschutzvereinigung PETA hat aufgrund dieser Sorge das Außenministerium in Washington aufgefordert, sich um die Hunde und Katzen geflohener US-Bürger in Ägypten zu kümmern. Das Ministerium habe sich bislang geweigert, so PETA.

+++ US-Präsident Obama: Die Zeit für einen politischen Wechsel ist jetzt +++

[21:40 Uhr] Seine Rede wurde mit Spannung erwartet. US-Präsident Barack Obama drängte darin zu schnellen Reformen: "Der Übergangsprozess in der ägyptischen Regierung beginnt jetzt." Die Zukunft Ägyptens solle von dem ägyptischen Volk entschieden werden. Zu Details des Machtwechsels wollte sich Obama allerdings nicht äußern - das sei Sache der Ägypter selbst, so der Präsident. Obama rief außerdem zu Gewaltverzicht auf: Die Gewalt gegen Menschenrechtler, Journalisten und friedliche Demonstranten verletze Menschenrechte und internationale Normen.

+++ Ausgangssperren sollen verkürzt werden +++

[21.25 Uhr] Die Ausgangssperren sollen laut dem ägyptischen Staatsfernsehen verkürzt werden: Ab Samstag sollen sie noch von 19 Uhr bis 6 Uhr morgens gelten - nicht mehr wie bislang von 17 Uhr bis 7 Uhr morgens. Doch die staatlichen Vorgaben sind den Demonstranten eh egal: Noch immer harren Tausende Regimegegner auf Kairos zentralem Tahrir-Platz aus und schwenken Fahnen.

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Proteste am Freitag: Massen auf Kairos Straßen
+++ Regierungspartei ruft Anhänger zu Gewaltverzicht auf +++

[20.37 Uhr] Es ist ein Appell an die Vernunft: Die regierende Nationaldemokratische Partei in Ägypten hat ihre Anhänger zu einem Gewaltverzicht aufgerufen. Über staatliche Medien verbreitete sie die mahnenden Worte an ihre Gefolgsleute, "sich an den Waffenstillstand zu halten und keine Konfrontationen mit anderen zu suchen". Zugleich wies die Partei die Vorwürfe zurück, sie stecke hinter den brutalen Angriffen auf die Regierungsgegner vom Mittwoch auf dem Tahrir-Platz.

+++ Schafik schließt vorzeitigen Mubarak-Rückzug aus +++

[20.26 Uhr] Ein schneller Machtwechsel in Ägypten kommt nach Auffassung des ägyptischen Regierungschefs Ahmed Schafik nicht in Frage: Schafik hat eine Übergabe der Macht von Präsident Husni Mubarak an dessen Stellvertreter Omar Suleiman ausgeschlossen. Mubarak sei "eine Art Garant für die Stabilität" Ägyptens, sagte Schafik dem arabischen Fernsehsender al-Arabija. Ein vorzeitiger Rückzug des Präsidenten komme zudem "aus rechtlichen Gründen" nicht in Frage. Die Zeitung "New York Times" hatte berichtet, Washington dränge hinter den Kulissen auf die Bildung einer Übergangsregierung unter Führung Suleimans.

+++ Gesundheitsministerium spricht von elf Toten +++

[20.18 Uhr] Die Ärzte konnten ihnen nicht mehr helfen: Drei Menschen, die bei den Unruhen in Ägypten verletzt und seit Tagen in Krankenhäusern behandelt wurden, sind am Freitag an den Folgen ihrer Verletzungen gestorben. Dies teilte Gesundheitsminister Ahmed Sameh Farid mit, wie die staatliche Nachrichtenagentur Mena berichtete. Insgesamt seien bei den Unruhen in dieser Woche bislang elf Menschen ums Leben gekommen.

+++ Mindestens 160.000 Ausländer haben Ägypten verlassen +++

[20.14 Uhr] Nur raus hier, das war das Ziel vieler Touristen, die in den Urlaub nach Ägypten gereist waren - und sich plötzlich mitten in einer Krisenregion aufhielten. Wegen der Unruhen in dem Land haben in den vergangenen Tagen mindestens 160.000 Ausländer Ägypten verlassen. Das meldete die amtliche Kairoer Nachrichtenagentur Mena unter Berufung auf den Flughafen Kairo. Nicht enthalten in dieser Zahl sind Touristen, die von den Flughäfen in der Urlaubsregion am Roten Meer wie Scharm al-Scheich und Hurghada oder aus der Mittelmeermetropole Alexandria abgeflogen sind. Der neue ägyptische Vizepräsident Omar Suleiman hatte am Donnerstag von einer Million Touristen gesprochen, die seit Beginn der Demonstrationen gegen Staatschef Husni Mubarak am 25. Januar das Land am Nil verlassen haben.

+++ "Reporter ohne Grenzen" berichtet von Dutzenden Festnahmen +++

[20 Uhr] Sie wurden festgenommen, eingeschüchtert oder körperlich angegriffen: Journalisten, die über die Unruhen in Ägypten berichten wollten. Die Organisation "Reporter ohne Grenzen" hat die Übergriffe gegen Journalisten scharf verurteilt. Mindestens 60 Journalisten, die über die aktuellen Ereignisse in Ägypten berichtet haben, seien seit dem 2. Februar festgenommen worden, heißt es in einer Erklärung. Acht von ihnen würden offenbar noch immer festgehalten. Rund 70 Journalisten seien bislang körperlich angegriffen oder bedroht worden. Zudem seien mehrere Büros von Medien überfallen, Ausrüstungen wie Kameras und Material konfisziert oder zerstört worden. In erster Linie hätten Anhänger der Mubarak-Regierung regelrecht Jagd auf Mitarbeiter internationaler Medien in Kairo gemacht. Vor allem Fernsehteams und Fotografen seien Ziel von Angriffen, Drohungen und Behinderungen.

+++ Kairoer Börse plant Wiederaufnahme des Handels +++

[19.31 Uhr] Zurück zum Geschäft: Nach mehr als einwöchiger Schließung soll die Börse in Kairo den Handel wieder aufnehmen. Offiziellen Angaben zufolge ist der Handelsbeginn für diesen Sonntag geplant, dem ersten Werktag der neuen Woche, allerdings zunächst mit eingeschränkten Zeiten. Die anhaltenden Unruhen hatten vor einer Woche die Kurse einbrechen lassen. Der Wertverlust belief sich laut den Angaben am 26. und 27. Januar auf insgesamt rund zwölf Milliarden Dollar, ein Absturz um 15,7 Prozent, woraufhin der Handel ausgesetzt wurde.

+++ Regierung wehrt sich gegen Vorwurf der Einschüchterung +++

[19.20 Uhr] Steckte die ägyptische Regierung hinter den Übergriffen auf ausländische Journalisten? Das Informationsministerium hat entsprechende Vorwürfe zurückgewiesen: "Erklärungen einiger internationaler Kreise, wonach es hier eine offizielle Politik gegen ausländische Medien gibt, sind falsch", erklärte die für ausländische Medien zuständige Abteilung des Ministeriums. Es sei nicht akzeptabel, Gewalt gegen Journalisten anzuwenden. Das Informationsministerium habe mehrfach interveniert, um die Freilassung von Medienmitarbeitern, die "zur Befragung festgenommen wurden" zu erwirken. Mehrere ausländische Fotografen und Journalisten waren in den vergangenen Tagen in Kairo von Pro-Mubarak-Demonstranten bedroht oder von Polizisten in Zivil festgenommen worden. Einigen TV-Journalisten nahm man ihre Videoaufnahmen weg. Dies hatte international für Empörung gesorgt.

+++ ElBaradei dementiert Bericht über Kandidaturverzicht +++

[19.19 Uhr] Jetzt ist doch alles ganz anders, als es die österreichische Zeitung "Standard" gemeldet hatte: Ägyptens Oppositionspolitiker Mohamed ElBaradei hat die Meldung dementiert, er wolle nicht für das ägyptische Präsidentenamt kandidieren. Dies sei "nicht wahr", sagte er dem arabischen Nachrichtensender al-Dschasira. Wenn das ägyptische Volk wolle, dass er den Prozess des Wandels begleite, "werde ich das ägyptische Volk nicht enttäuschen".

+++ Muslimbrüder "sehnen sich nach Freiheit" +++

[19 Uhr] Die ägyptischen Muslimbrüder kündigen an, die Ergebnisse freier Wahlen zu respektieren. "Wir sehnen uns nach Freiheit", sagte Kamal el-Habaway, Sprecher der islamischen Fundamentalisten, in einem Gespräch mit dem britischen Rundfunksender BBC. Die offiziell verbotene Bewegung ist in Ägypten sehr einflussreich - der Westen hat in der Vergangenheit immer wieder das Erstarken der Fundamentalisten befürchtet. Beobachter gehen davon aus, dass die Muslimbrüder in Ägypten an Bedeutung gewinnen werden.

+++ Mussa bekräftigt seine Bereitschaft, Verantwortung zu übernehmen +++

[18.44 Uhr] Der Oppositionspolitiker Mohamed ElBaradei will nicht für das ägyptische Präsidentenamt kandidieren, Amr Mussa dagegen spielt offenbar ernsthaft mit dem Gedanken einer Kandidatur. Auf die Frage, wie er seine eigene Rolle für Ägypten sehe, sagte der Generalsekretär der Arabischen Liga in einem Telefonat mit dem US-Nachrichtensender CNN: "Ich bin bereit." Er sei für jede Aufgabe bereit, fügte Mussa hinzu. Schon in den vergangenen Tagen hatte er angedeutet, eine Kandidatur für das Präsidentenamt zu erwägen.

+++ Milliardenschaden für ägyptische Wirtschaft +++

[18.19 Uhr] Geschäfte sind geschlossen, viele Menschen in Kairo gehen derzeit nicht zur Arbeit - für die ägyptische Wirtschaft sind die Unruhen in dem Land teuer. Bislang beläuft sich der Schaden auf 2,3 Milliarden Euro, zu diesem Ergebnis kommt das Finanzinstitut Crédit Agricole. Jeder Tag der Proteste kostet das Land demnach umgerechnet rund 230 Millionen Euro. In ihrem Bericht korrigierte die Investmentbank außerdem ihre Wachstumsprognose für Ägypten im laufenden Jahr nach unten, von 5,3 Prozent auf 3,7 Prozent. Das Haushaltsdefizit könnte in diesem Jahr von geschätzten 8,2 Prozent auf 12,3 steigen.

+++ Ägyptischer Seehafen nimmt Betrieb wieder auf +++

[18.10 Uhr] Der ägyptische Seehafen Ain al-Sukhna hat seinen wegen der Unruhen im Land ausgesetzten Betrieb wieder aufgenommen. Alle Dienste des im Golf von Suez am südlichen Ende des für den Welthandel wichtigen Suez-Kanals gelegenen Hafens funktionierten wieder, teilte die Betreibergesellschaft DP World, eine Tochter von Dubai World, mit. Dies gelte auch für Zoll und Polizei sowie internationale Beschäftigte. Ain al-Sukhna sei der erste ägyptische Seehafen, der wieder ohne Beschränkungen arbeite.

insgesamt 308 Beiträge
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Seite 1
roka84 04.02.2011
1. Klar sieht man die Pro-Mubarak-Schläger nicht mehr...
---Zitat--- zumindest die Schlägertrupps der Pro-Mubarak-Fraktion sind seit dem Morgen nicht mehr zu sehen. ---Zitatende--- ... die kommen heute wieder in Uniform und nennen sich "Polizei". ;-)
Tunesier 04.02.2011
2. Geheimdienstversagen
---Zitat--- [09:21] US-Präsident Barack Obama hat in einem Treffen mit dem nationalen Geheimdienstdirektor James Clapper seine Enttäuschung über die Geheimdienste zum Ausdruck gebracht. Das verlautete aus Regierungskreisen. Der US-Geheimdienst habe vorhersehen müssen, dass die Demonstrationen in Tunis zum Sturz von Präsident Ben Ali führen würde. ---Zitatende--- So ein Quatsch! Ein großes Dankeschön von mir im Namen des tunesischen Volkes für den US-Geheimdienst. Denn hätten sie den Sturz von Ben Ali vorhergesagt, dann wäre das bestimmt nicht zustande gekommen. Genauso hätte die Revolte in Ägypten auch nicht stattgefunden. Oh Mensch! Es macht mir dieses Mal unheimlich viel Freude, dass die Geheimdienste in unserem Fall komplett versagt haben ;) Ich glaube Obama stört es nicht so sehr, dass es diese Revolte gibt, denn es geht natürlich um legitime Rechte. Er fragt sich dennoch bestimmt, warum nur während meiner Amtszeit!!?? ;) Das ist aus meiner Sicht ein Schwachpunkt in manchen demokratischen Systemen. Viele Politiker versuchen die großen Entscheidungen und Problemen einfach zu drängen und zeitlich zu verschieben.
sberlin 04.02.2011
3. Usa
Den Geheimdienstchef für eine übergangsregierung seitens de rUSA vorzuschlagen ist moralisch sehr verwerflich. Dieser sollte ins Gefängnis. Den USA geht es doch immer um bestimte Dinge. Hier scheint der Ölpreis eine wichtige Rolle zu spielen. Nur deshalb möchte doch die USA Frieden, egal ob Demokratie oder nicht. Hauptsache kontrolliert.
Berater 04.02.2011
4. Trotz schwieriger Prognose: Optimismus
Zitat von sysopHunderttausende Ägypter werden heute zu neuen Massenprotesten gegen das Regime von Husni Mubarak erwartet. Bringt der "Tag des Abgangs" die Entscheidung? Tausende harrten in der Nacht auf dem Tahrir-Platz in Kairo aus. Die wichtigsten Ereignisse im Liveticker. http://www.spiegel.de/politik/ausland/0,1518,743485,00.html
Ich denke, dass es heute zumindest eine Vorentscheidung geben wird, an dessen Anfang die Eindämmung der Unruhen und der Rücktritt Muberacks stehen wird. Dafür sprechen (in aller Vorsicht) die gestrige Stellungnahme des ägyptischen Vizepräsidenten, das aktuelle Auftreten der Polizei und nicht zuletzt die - so sieht es jedenfalls aus - offenbar fieberhaften diplomatischen Aktivitäten der USA (und der Europäer?). Gut, diese Prognose ist derzeit noch mutig. Aber sie ist auch optimistisch.
bmehrens 04.02.2011
5. "Abfindung" hilft
Eine "Abfindung", wie in Großkonzernen völlig üblich ist, würde sicherlich Herrn Mubaraks Zeitpunkt zum Verhalten seines Abgangs ändern.
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