Christian Wulffs Erbe im Bundestag
Ein Jahr ist es her, dass die Affäre um Christian Wulff mit einem Bericht über seinen umstrittenen Hauskredit ihren Lauf nahm. Wenig später trat er als Bundespräsident zurück - nach nur 598 Tagen im Amt. Dass Wulff trotzdem bis an sein Lebensende die vollen Altersbezüge in Höhe von jährlich 217.000 Euro bekommt, darüber schütteln viele den Kopf. Die SPD will das Ruhegeld nun per Gesetz kappen, auch rückwirkend für Wulff. Nur wer zehn Jahre im Schloss Bellevue saß, soll die volle Summe erhalten. Die Idee finden auch manche in der Koalition sympathisch - unterstützen will Schwarz-Gelb die Initiative dennoch nicht. Über das heikle Thema debattiert der Bundestag in seiner Sitzung.
Der nächste Mr. Euro
Beim Gipfel der EU-Regierungschefs geht es um ziemlich abstrakte Themen, etwa die Reform der Bankenaufsicht, aber auch um eine höchst konkrete Personalie: Wer wird Nachfolger von Jean-Claude Juncker als Koordinator der Euro-Mitgliedstaaten? Vertagen lässt sich die Entscheidung kaum noch, denn der luxemburgische Regierungschef will Anfang 2013 von seinem europäischen Amt zurücktreten. Sein Nachfolger dürfte einer der Finanzminister aus dem Kreis der Euro-Staaten werden.
Deutschland baut Krebsregister auf
Wer Krebspatienten richtig behandeln will, braucht Informationen darüber, wie gut eine Therapie wirkt. In Deutschland wurden solche Zahlen bislang nicht zentral gesammelt, Krankenhäuser waren auf sich gestellt. Am Donnerstag stellt Gesundheitsminister Daniel Bahr (FDP) in Berlin einen Gesetzentwurf vor, wie ein neues Krebsregister auf Länderebene funktionieren kann - und wer die aufwendige Dokumentation bezahlen soll. Bislang hatten sich die Krankenkassen gegen die Finanzierung gewehrt. Gleichzeitig mit der Einführung der klinischen Register soll auch die Früherkennung von Tumoren deutschlandweit durch Screeninguntersuchungen verbessert werden.
Doppelplatin in Dänemark, Millionen Fans auf YouTube: Lukas Graham gehören zu den Pop-Newcomern des Jahres. Am Donnerstag spielen die Dänen ein exklusives Konzert im Hamburger SPIEGEL-Haus. Und ab 20 Uhr können Sie im Stream auf SPIEGEL ONLINE live mit dabei sein!
Die Debatte: Mit Sicherheit erst mal ein Papier - was ändert sich in Fußballstadien?
Das DFL-Sicherheitskonzept ist beschlossene Sache: Die Mehrheit der 36 Proficlubs sprach sich für das umstrittene Papier aus, mit dem die Sicherheit in den Fußballstadien erhöht werden soll. Ob dieses Ergebnis wirklich Verbesserungen bringt, ist umstritten. Sehr sogar, wie die intensive Debatte unter Fußballfans im Forum von SPIEGEL ONLINE dokumentiert.
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