Islamabad - Zwölf Monate lang war es ruhig in der Provinz Punjab - nun eskaliert die Gewalt. Taliban-Kämpfer haben am Donnerstagmorgen in der ostpakistanischen Provinzhauptstadt Lahore ein Wohnheim gestürmt und mindestens neun Polizeirekruten getötet sowie neun weitere verletzt. Die Angreifer hätten die jungen Männer im Schlaf erschossen, sagte der Polizeichef der Provinz, Habib Urrehman.
Die Opfer haben demnach an einem Ausbildungsprogramm für Gefängniswärter teilgenommen. Sie stammten aus der Provinz Khyber Pakhtunkhwa im Nordwesten des Landes, die als Hochburg islamistischer Aufständischer gilt.
Ein Augenzeuge sagte dem privaten Sender Dunya News, fünf oder sechs Bewaffnete auf drei Motorrädern hätten am Donnerstagmorgen angegriffen. Insgesamt befanden sich 35 Polizisten und Gefängniswärter in dem Wohnheim.
Die pakistanischen Taliban bekannten sich zu der Tat. "Wir werden diese Angriffe auf Polizei und Militär fortführen, weil sie mit den USA zusammenarbeiten", sagte Taliban-Sprecher Ehsanullah Ehsan.
Erst am Montag waren bei einem Angriff auf ein Armeecamp im Punjab sieben Angehörige der Sicherheitskräfte getötet worden. Islamisten greifen in Pakistan immer wieder Polizisten und Soldaten an, allerdings vor allem im Grenzgebiet zu Afghanistan im Westen des Landes. Im Punjab sind solche Angriffe eher ungewöhnlich.
fdi/dpa/dapd/AFP
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