Technischer Fehler: Nordkorea holt Rakete von der Startrampe
Der umstrittene Raketentest in Nordkorea läuft offenbar nicht so glatt, wie sich das Regime das vorgestellt hat. Erst wurde das Startfenster verlängert, nun gibt es weitere Probleme.
Pjöngjang - Es wird wohl so schnell nichts mit dem geplanten Raketenstart in Nordkorea. Nach Medienberichten wurde der Flugkörper wieder von der Abschussrampe geholt. Militärs in Südkorea vermuteten, dass technische Fehler an der Rakete behoben werden sollten, berichtete die südkoreanische Nachrichtenagentur Yonhap am Dienstag. Es werde nach wie vor davon ausgegangen, dass das kommunistische Nachbarland an seinen Plänen zum Start der Rakete in diesem Monat festhalte.
Auf Satellitenbildern sei zu erkennen, dass die drei Stufen der Unha-3-Rakete in eine Montagehalle am Startplatz Sohae an der Westküste Nordkoreas gebracht worden seien. Eine Bestätigung aus Nordkorea gab es dafür nicht.
Das staatliche Komitee für Raumfahrttechnologie hatte nach der Öffnung des Startfensters am Montag mitgeteilt, der mögliche Zeitraum für den Start sei aufgrund eines Fehlers um eine Woche bis zum 29. Dezember verlängert worden. Ein nicht namentlich genannter Beamter sagte den Staatsmedien zufolge, dass Wissenschaftler "technische Mängel" gefunden hätten. Es gebe Probleme an einer Triebwerkeinheit der ersten Stufe. Es soll sich um ein Steuerungsmodul handeln.
Warnungen aus den USA, Südkorea und anderen Staaten konnten Nordkorea bisher nicht von dem Vorhaben abbringen. Die Länder sehen in dem Raketenstart einen verschleierten Test für die Technologie von Interkontinentalraketen. Solche Raketen sind das wichtigste Trägermittel für atomare Sprengköpfe. Nordkorea spricht von einem Satellitenstart. Im April war eine Unha-3-Rakete kurz nach dem Start explodiert. Der Uno-Sicherheitsrat hatte den Test aufs Schärfste kritisiert.
Eigentlich war der Abschuss des nordkoreanischen Flugkörpers für den Zeitraum zwischen dem 10. und 22. Dezember geplant gewesen. Experten in Seoul und Tokio hatten bereits spekuliert, dass der Start der dreistufigen Rakete wegen harscher Witterungsbedingungen verzögert oder ganz abgesagt werden könnte. Ein Grund könnte der starke Schneefall sein, der die Arbeiten an der Raketenrampe behindert.
ler/dpa
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Hauptstadt: Pjöngjang
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Kim Il Sung (obwohl bereits 1994 verstorben);
Protokollarisches Staatsoberhaupt: Kim Yong Nam;
"Oberster Führer": Kim Jong Un
Regierungschef: Pak Pong Ju
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