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Teheraner Tagebuch "Ohne Musik könnte ich den Alltag nicht ertragen"

Donnerstag, 4. März 2010

In ungewisser Erwartung fahre ich in die Universität. Doch es läuft gut. Alle Verantwortlichen begrüßen mich sehr zuvorkommend. Die Studierenden strahlen mich an. Auch das ist Iran: Die große Freude darüber, dass kleine Projekte klappen - obwohl das woanders selbstverständlich wäre. Auch wenn unsere Geistlichen Musik eher nicht schätzen, habe ich die Bewilligung meiner Vorlesung einem Kleriker zu verdanken, der in Babol die Universität leitet. Er hält Musik- und Kulturförderung für absolut begrüßenswert und notwendig. Tja, auch das ist Iran: Manchmal kommt Beistand von einer Seite, mit deren Hilfe man nun gar nicht rechnet.

Auf der Rückfahrt hoffe ich, dass auch unser Projekt mit den Bochumer Symphonikern ein gutes Ende nimmt. Ich freue mich auf die Reise nach Deutschland und das Konzert und hoffe, dass wir danach auch in Teheran gemeinsam auftreten.

Wir Iraner sind heillose Optimisten. Wir müssen es sein.

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insgesamt 1 Beitrag
wilde Socke 19.03.2010
Interessant und bedauerlich. Da kann man im Geiste schon mal üben, mit solchen Herausforderungen umzugehen, wenn bei uns in Deutschland in einigen Jahren der Überwachungsstaat vollständig aktiv ist.
Interessant und bedauerlich. Da kann man im Geiste schon mal üben, mit solchen Herausforderungen umzugehen, wenn bei uns in Deutschland in einigen Jahren der Überwachungsstaat vollständig aktiv ist.
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Zur Person
Keyvan Saket , 50, zählt zu den bekanntesten Spielern der Taar, der iranischen Laute, und ist durch zahlreiche internationale Tourneen auch im Westen Freunden orientalischer Musik ein Begriff. Der Musikprofesser lebt mit Ehefrau Shahin Torshizi, 46, einer Flötistin, und den gemeinsamen Söhnen Siavash, 24, und Kiarash, 16, in einem Apartmenthaus im Norden Teherans.
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