Terror im Irak Anschlagserie auf Christen

Im Visier von Extremisten: Mindestens sechs Menschen kamen bei Anschlägen gegen Christen in Bagdad  ums Leben. Mehr als 30 Personen wurden verletzt. Das irakische Inneministerium vermutet al-Qaida hinter den Attentate.


Bagdad - Die irakischen Christen bleiben weiterhin im Fokus sunnitischer Extremisten. "Seit Dienstagabend sind 13 Bomben und zwei Mörsergranaten gegen Häuser und Geschäfte gefeuert worden, die Christen gehören", sagte ein Mitarbeiter des Verteidigungsministeriums. "Insgesamt wurden sechs Menschen getötet und 33 verletzt."

Erst vor zehn Tagen endete eine Geiselnahme in einer katholischen Kathedrale blutig - 52 Menschen starben. Die Angriffe verstärken Befürchtungen in der christlichen Minderheit, dass sunnitische Extremisten versuchen könnten, sie aus ihrer angestammten Heimat zu vertreiben. "Was können wir tun? Sie jagen die Christen in allen Bagdader Stadtteilen", klagte Emmanuel III. Delly, Patriarch der chaldäisch-katholischen Kirche. Die Christen könnten die Angreifer nicht aufhalten. "Wir können nur zu Gott beten, dass er diese Verbrechen beendet."

Das irakische Innenministerium sieht in den nächtlichen Angriffen eine Fortsetzung der gewaltsamen Geiselnahme vor zehn Tagen. Extremisten hatten die Gläubigen in ihre Gewalt gebracht und Sprengsätze gezündet, als die Polizei das Gebäude stürmte. Al-Qaida hatte sich zu der Tat bekannt und weitere Angriffe angekündigt.

Geistliche rufen zum Schutz der Minderheit auf

Immer mehr Christen erwägen inzwischen, den Irak zu verlassen. "Seit zwei Jahren versucht mich meine Frau zu überzeugen, dass wir das Land verlassen sollen", berichtete Rajed Wissam der Nachrichtenagentur AFP. "Jetzt bin ich auch überzeugt, dass sie Recht hat." Der 42-Jährige schlief nach eigenen Angaben gerade in seinem Haus im Viertel Dora im Süden der Stadt, als er um 06.00 Uhr durch eine Explosion aus dem Schlaf gerissen wurde. "Ich bin aufs Dach gerannt, um zu gucken, was los ist. Dann gab es noch drei weitere Explosionen. Drei Häuser von Christen waren getroffen. Meine Kinder haben geschrien."

Der Erzbischof der syrisch-katholischen Kirche, Athanase Matti Schaba Matoka, rief die Weltöffentlichkeit auf, die Christen im Irak zu schützen. Es sei kriminell, die Gläubigen im Stich zu lassen. Der Vatikan fordert unterdessen die irakischen Behörden auf, den Schutz der Christen "ernsthaft zu überdenken".

Christen bilden im Irak eine Minderheit - obwohl sie das Land seit 2000 Jahren besiedeln. Noch eine halbe Million lebt dort, eine weitere halbe Million hat das Land bereits aus Angst vor weiteren Anschlägen verlassen haben. Mit dem Einmarsch der US-Truppen begannen auch die religiösen Auseinandersetzungen.

dis/AFP/Reuters



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insgesamt 72 Beiträge
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Vihaio 10.11.2010
1. al-Xida hinter den Attentaten
Zitat von sysopIm Visier von Extremisten: Mindestens sechs Menschen kamen bei Anschlägen gegen Christen in Bagdad* ums Leben. Mehr als 30 Personen wurden verletzt. Das irakische Inneministerium vermutet al-Qaida hinter den Attentate. http://www.spiegel.de/politik/ausland/0,1518,728365,00.html
Tja, und ich vermute hinter den meisten der weltweiten "islamistischen" Attentate Söldnerfirmen vom Schlage "Blackwater".
wahlossi_80 10.11.2010
2. So ist es!!
Zitat von VihaioTja, und ich vermute hinter den meisten der weltweiten "islamistischen" Attentate Söldnerfirmen vom Schlage "Blackwater".
Historiker erkennen inzwischen immer genauer, dass die allermeisten ethnischen Konflikte von außen geschürt wurden. Die amerikanischen Geheimdienste sind sehr geübt darin. Auch ich vermute in den Konflikten überwiegend das Engagement der CIA. Dieser Geheimdienst ist seit seiner Entstehung kriminell aktiv an aller Welt. Terrorismus ist nur eine seiner Beschäftigungen. Auch im Waffen- und Drogenschmuggel zwecks Devisenbeschaffung ist die CIA aktiv. Wer das nicht einsieht und die USA für ein rechtschaffenes Land hält, leidet unter massiver Selbsttäuschung.
WolArn 10.11.2010
3. Hm...,
Zitat von wahlossi_80Historiker erkennen inzwischen immer genauer, dass die allermeisten ethnischen Konflikte von außen geschürt wurden. Die amerikanischen Geheimdienste sind sehr geübt darin. Auch ich vermute in den Konflikten überwiegend das Engagement der CIA. Dieser Geheimdienst ist seit seiner Entstehung kriminell aktiv an aller Welt. Terrorismus ist nur eine seiner Beschäftigungen. Auch im Waffen- und Drogenschmuggel zwecks Devisenbeschaffung ist die CIA aktiv. Wer das nicht einsieht und die USA für ein rechtschaffenes Land hält, leidet unter massiver Selbsttäuschung.
einerseits ein bischen weit hergeholt, andererseits könnte ich das den Amis zutrauen. Aber hört sowas dann aber auch nie auf, egal welcher Präsident an der Macht ist? Das nämlich auch Obama sowas befürwortet, fällt mir schwer zu glauben. Außerdem wissen wir alle, wie schwer es Christen in islamischen Ländern haben, und daß es oft ihr Todesurteil ist, wenn sie sich öffentlich zum Christentum bekennen.
WolArn 10.11.2010
4. Dumme Christen...
Es ist aber auch dumm, wenn Menschen sich in islamischen Ländern öffentlich zum Christentum bekennen, und dann auch noch meinen, sie bräuchten unbedingt eine Kirche. Aber ohne zu wissen, daß ein Christ gar keine "äußere" Kirche aus Stein braucht. Denn ein wahrer Christ könnte überall seinen Glauben als Christ nachgehen, ohne daß irgend jemanden auffallen würde, daß er ein Christ wäre. Die wahre Kirche befindet sich im innersten des Herzens einens jeden Menschen, der an den einen Gott der alles erschaffen hat glaubt. Und ist das Herz rein, ist man dort auch schon mit dem lieben Gott (Jesus) allein, egal mit welchen äußeren Umständen man sein Leben fristen muß. Und nur so kann auch der allerärmste, wenn er denn sein Kreuz auf sich genommen hat, ein glückseliges von Gott erfülltes Leben führen. Aber Reiche, Mächtige und Christen, einschließlich dem mächtigen Pabst mit seinem Gefolge, die nur nach außen ihren Glauben nach gehen, werden das hier auf Erden niemals begreifen. Und an Zeremonien, irgendwelche Huldigungen und Gebete(Bitten), die man mit dem Mund plappert oder mit dem Kopfe denkt, hat Gott noch nie seinen Gefallen gefunden.
Legacy 10.11.2010
5. Dummes Zeug
Zitat von WolArnEs ist aber auch dumm, wenn Menschen sich in islamischen Ländern öffentlich zum Christentum bekennen, und dann auch noch meinen, sie bräuchten unbedingt eine Kirche. Aber ohne zu wissen, daß ein Christ gar keine "äußere" Kirche aus Stein braucht. Denn ein wahrer Christ könnte überall seinen Glauben als Christ nachgehen, ohne daß irgend jemanden auffallen würde, daß er ein Christ wäre. Die wahre Kirche befindet sich im innersten des Herzens einens jeden Menschen, der an den einen Gott der alles erschaffen hat glaubt. Und ist das Herz rein, ist man dort auch schon mit dem lieben Gott (Jesus) allein, egal mit welchen äußeren Umständen man sein Leben fristen muß. Und nur so kann auch der allerärmste, wenn er denn sein Kreuz auf sich genommen hat, ein glückseliges von Gott erfülltes Leben führen. Aber Reiche, Mächtige und Christen, einschließlich dem mächtigen Pabst mit seinem Gefolge, die nur nach außen ihren Glauben nach gehen, werden das hier auf Erden niemals begreifen. Und an Zeremonien, irgendwelche Huldigungen und Gebete(Bitten), die man mit dem Mund plappert oder mit dem Kopfe denkt, hat Gott noch nie seinen Gefallen gefunden.
Sie heben den Christen doch selbst über andere Gottesgläubige mit Ihrer obigen Aussage. NIEMAND der an Gott oder wie jeder Gläubige ihn nennen möchte glaubt braucht irgendein Haus oder Kirche in dem er zu ihm betet. Diese "Häuser oder Kirchen" sind das Erzeugnis findiger Religionsvertreter um die Gläubigkeit der Menschen zu Geld zu machen, sonst nichts. Aber zurück zum Thema : Auszug aus : http://www.efg-du-homberg.com/islam.htm Das islamische Weltbild ist hingegen ganzheitlich. Ganz wesentlich dazu gehört die Aufteilung der Welt in ein "Haus des Islam" (Dar-ul-Islam) und – bezeichnend – ein "Haus des Krieges" (Dar –ul-Harb). Im Haus des Islam leben die Gläubigen, hier gilt die Sharia, das islamische Gesetz. Im Haus des Krieges leben die "Ungläubigen". Das erklärte, im Koran beschriebene Ziel des Islam ist nun, das Haus des Krieges in ein Haus des Islam zu verwandeln. Diese Überzeugung geht zurück auf Mohammed, der seinen Kampf mit der Aussicht für Märtyrer, besonderen Lohn von Allah zu empfangen, legitimierte (Sure 9,20-22). Der Islam will die Weltherrschaft (Sure 48,28) ----------------- Somit habe ich zum Thread-Thema defintiv keine weiteren Fragen mehr und es wird mich auch nicht mehr wundern, wenn die Christenhatz weltweit stets zunimmt.
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