Terror im Irak Viele Tote bei Attentat in Bagdad

Bombenserie in Iraks Hauptstadt Bagdad: Mindestens 17 Menschen kamen dadurch ums Leben. Die Terrormiliz IS bekannte sich zu dem Anschlag - es soll sich um Selbstmordattentäter handeln.


Bei mehreren Bombenexplosionen in Bagdad sind am Dienstag nach offiziellen Angaben mindestens 17 Menschen getötet und mehr als 50 weitere verletzt worden. Die Bomben gingen in den schiitisch geprägten Vierteln Al-Dschadida im Osten und Bajaa im Süden hoch. Zwei Selbstmordattentäter des "Islamischen Staates" (IS) sollen dafür verantwortlich sein. Die Terrororganisation erklärte, es handele sich um Personen aus ihren Reihen.

Erst am Sonntag waren bei einem Selbstmordanschlag des IS im Westen Bagdads sechs Menschen getötet worden. Die radikalsunnitische Miliz greift regelmäßig Angehörige der schiitischen Mehrheit im Irak an, die sie als Ketzer betrachten. Bei vom IS beanspruchten Angriffen im Gebiet der nördlich von Bagdad gelegenen Stadt Tikrit waren am Samstag zwölf Menschen getötet worden.

Die Terrormiliz kontrolliert noch immer große Gebiete im Norden und Westen des Iraks. Zusammen mit Verbündeten wie den USA und Milizen bereitet die irakische Armee zurzeit die Rückeroberung der Millionenmetropole Mossul vor.

Ende Juni vertrieben sie den IS aus der Großstadt Falludscha, die nur 50 Kilometer westlich von Bagdad liegt. Voraussichtlich Anfang Oktober wollen die Regierungstruppen eine Offensive auf Mossul starten. Die nördlich von Tikrit gelegene zweitgrößte irakische Stadt wird derzeit noch von der Dschihadistenmiliz gehalten.

mho/afp/reuters/dpa



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