Terror in Belgien Staatsanwaltschaft erlässt Haftbefehl gegen drei weitere Männer

Nach den Razzien am Sonntag hat die Staatsanwaltschaft in Brüssel nun Haftbefehl gegen drei weitere Terrorverdächtige erlassen. Die Regierung korrigierte derweil erneut die Zahl der Todesopfer nach oben.

Sicherheitskräfte patrouillieren in Brüssel
DPA

Sicherheitskräfte patrouillieren in Brüssel


Die Staatsanwaltschaft in Brüssel hat Haftbefehle gegen drei weitere Terrorverdächtige erlassen. Ein vierter Mann sei nach seiner Vernehmung wieder freigelassen worden, teilten die Ermittler mit.

In der offiziellen Bekanntmachung benennt die Staatsanwaltschaft die Vornamen der beschuldigten Männer mit Yassine A., Mohamed B. und Aboubaker O. Weitere Angaben könne sie zu diesem Zeitpunkt nicht machen, heißt es darin.

Am Ostersonntag waren bei 13 Anti-Terror-Einsätzen in Belgien mehrere Verdächtige festgenommen worden. Vier Verdächtige wurden befragt, teilte die Staatsanwaltschaft damals mit. Fünf andere Festgenommene seien wieder auf freien Fuß gesetzt worden. Zunächst hatte die Staatsanwaltschaft keine Angaben dazu gemacht, ob die Razzien in direktem Zusammenhang mit den Anschlägen in Brüssel am Dienstag standen.

Regierung korrigiert die Zahl der Todesopfer

Vier Durchsuchungen fanden den Angaben zufolge am Sonntag in Mechelen rund 30 Kilometer nördlich von Brüssel statt. Eine Razzia wurde in Duffel etwa 40 Kilometer nördlich der belgischen Hauptstadt ausgeführt. Die anderen fanden in verschiedenen Vierteln von Brüssel statt. Ergebnisse der Durchsuchungen gaben die belgischen Behörden zunächst nicht bekannt.

Nach den Brüsseler Anschlägen hat sich die Zahl der Todesopfer nach Angaben der belgischen Regierung auf 35 erhöht.

"Vier Verletzte sind in Krankenhäusern verstorben", teilte Gesundheitsministerin Maggie De Block am Montag auf Twitter mit. Zunächst hatten die Behörden erklärt, die Attentäter hätten 28 Menschen mit in den Tod gerissen.

mhu/Reuters/dpa



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