IS-Terror in Bagdad Autobombe tötet mindestens zwölf Menschen

Ein Selbstmordattentäter hat in Bagdad eine Autobombe gezündet und mindestens zwölf Menschen getötet, Dutzende wurden verletzt. Die Terrormiliz IS bekannte sich zu der Tat.

Anschlag in Bagdad
REUTERS

Anschlag in Bagdad


Bei einem Anschlag auf einen Großmarkt für Lebensmittel in der irakischen Hauptstadt Bagdad sind am Sonntag nach Angaben der Polizei mindestens zwölf Menschen getötet worden. 50 weitere Menschen seien verletzt worden, als ein Selbstmordattentäter eine Autobombe gezündet habe, sagten Vertreter der Rettungskräfte.

Die Terrormiliz"Islamischer Staat" (IS) bekannte sich in einer im Internet verbreiteten Mitteilung zu der Tat.

Ein Sprecher des Innenministeriums erklärte, ein Soldat am Eingang des Dschamila-Marktes habe das Feuer eröffnet, als er ein verdächtiges Fahrzeug entdeckt habe. Der Selbstmordattentäter habe die Autobombe jedoch zünden können. Der Soldat sei verletzt worden.

Nach einer Phase relativer Ruhe wird die irakische Hauptstadt wieder häufiger von Anschlägen erschüttert. Die Gewalt nahm seit Mitte Oktober mit dem Beginn einer Offensive irakischer Regierungstruppen auf die Stadt Mossul zu, der letzten verbliebenen irakischen Hochburg der Dschihadistenmiliz IS.

Opfer der Anschläge sind häufig schiitische Muslime, die bei den sunnitischen IS-Kämpfern verhasst sind. Der Großmarkt, in dem der Anschlag am Sonntag verübt wurde, befindet sich in einem vorwiegend von schiitischen Muslimen bewohnten Bezirk.

bim/Reuters/



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