Attacken in Kopenhagen Gericht spricht mutmaßliche Terrorhelfer frei

Der Terrorist Omar El-Hussein hatte im Februar 2015 zwei Menschen in Kopenhagen erschossen und mehrere verletzt. Seine mutmaßlichen Helfer wurden jetzt mangels Beweisen freigesprochen.

Terrorist Omar El-Hussein
AP/ Copenhagen Police

Terrorist Omar El-Hussein


Vier Männer, die dem Kopenhagener Terroristen Omar El-Hussein bei einem Anschlag geholfen haben sollen, sind vom Terrorverdacht freigesprochen worden. Das Gericht in Kopenhagen sah es nicht als erwiesen an, dass sie den Attentäter im Februar 2015 bei der Ermordung eines jüdischen Wachmanns vor einer Synagoge unterstützt haben.

Zwei der Angeklagten wurden allerdings des Waffenbesitzes unter verschärften Umständen schuldig gesprochen. Das Strafmaß wollte das Gericht zu einem späteren Zeitpunkt verkünden. Der 22-jährige palästinensische Däne El-Hussein war auf seiner Flucht von der Polizei erschossen worden.

Die vier Freunde im Alter von 21 bis 32 Jahren waren dem Attentäter in einem Park begegnet, nachdem er in einem Kulturcafé einen Filmemacher erschossen hatte. Lars Vilks, der Zeichner der Mohammed-Karikaturen, sollte das eigentliche Ziel des Attentäters gewesen sein.

Vor Gericht sagte einer der Männer, El-Hussein habe ihm das Gewehr einfach in die Hand gedrückt und sich geweigert, es zurückzunehmen. Also habe er es versteckt. Die Waffe war später von der Polizei gefunden worden.

Nach dem Treffen mit den Männern hatte El-Hussein vor der Kopenhagener Synagoge einen jüdischen Wachmann getötet und mehrere Polizisten verletzt. Die Anklage hatte den Männern vorgeworfen, den Attentäter mit Munition ausgestattet zu haben und ihn vor dem zweiten Anschlag bei der Internetrecherche unterstützt zu haben. Das Gericht kam aber zu der Auffassung, dass die vier Männer nicht wissen konnten, dass El-Hussein einen weiteren Anschlag plante.

anr/AFP/dpa

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