Nach Terror in Paris Hollande nimmt getötete Polizisten in Ehrenlegion auf

Drei Polizisten starben bei den Terrorattentaten in der vergangenen Woche. Bei einer Gedenkfeier hat sie der französische Präsident posthum in die Ehrenlegion aufgenommen. "Frankreich wird nie zerbrechen", sagt Hollande.

AFP

Paris - Frankreichs Staatschef François Hollande ehrt die drei bei den islamistischen Anschlägen getöteten Polizisten auf besondere Weise: Bei einer bewegenden Trauerzeremonie in der Pariser Polizeipräfektur nahm Hollande die Beamten Franck Brinsolaro, Ahmed Merabet und Clarissa Jean-Philippe posthum in die französische Ehrenlegion auf. Die Orden befestigte er an den aufgebahrten Särgen. "Frankreich wird nie zerbrechen", sagte Hollande. Die Polizisten seien gestorben, damit Frankreich in Freiheit leben könne. An der Zeremonie nahmen auch Premierminister Manuel Valls und Innenminister Bernard Cazeneuve sowie Angehörige der getöteten Polizisten teil. Mehrere anwesende Minister hatten Tränen in den Augen.

Bei der blutigen Anschlagsserie in der vergangenen Woche wurden insgesamt 17 Menschen getötet: Beim Angriff auf die Satirezeitung "Charlie Hebdo" am Mittwoch erschossen die zwei Attentäter zunächst den zum Schutz des Karikaturisten "Charb" abgestellten Polizisten Franck Brinsolaro, auf der Flucht töteten sie den Beamten Ahmed Merabet am Anschlagsort. Ein zweiter Islamist erschoss am Donnerstag in Montrouge südlich von Paris die unbewaffnete Polizistin Clarissa Jean-Philippe.

mka/AFP



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insgesamt 19 Beiträge
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thomas.mann1 13.01.2015
1. Echt niedlich
Was es dem Polizisten noch bringt? Wohl überhaupt nichts, ausser den Abergläubischen die immer noch an irgendetwas glauben, und aus deren Religionen oder Sekten der ganze Mist überhaupt erst entstehen konnte!
der_geraet 13.01.2015
2.
Solche Aktionen wirken immer etwas seltsam. Würde der gute Mann noch leben, dann wäre er irgend ein Dödel, der erstens den Kopf für andere hinhält, und für den sich zweitens niemand interessiert. Posthum in der "Ehrenlegion" zu landen bringt ja nicht so viel.
linkereuropäischerpatriot 13.01.2015
3. Wie viele Polizisten werden getötet oder verletzt
ohne dass der Öffentlichkeit ein islamistischer Hintergrund erfährt. Im Falle der getöteten Polizistin wurde diese Taktik zu Beginn ebenfalls gefahren. Ehre aller Männer und Frauen, die Täglich ihren Job machen und für 3 Euro 50 Cent noch den Kopf als Prellbock der Nation hin halten. Und final dies mit dem Leben bezahlen. Ich erwarte hier durch die Politik und Medien uneingeschränkte Transparenz. Das Verschweigen und Schönreden der Realität führt schließlich zu einem Mistrauen, dass einen auch als nicht Pegida Anhänger sehr wohl beschleicht. Und dass haben unsere Ordnungshüter und die aufgeklärte Bevölkerung in Deutschland nicht verdient.
thomas.b 13.01.2015
4.
Zitat von der_geraetSolche Aktionen wirken immer etwas seltsam. Würde der gute Mann noch leben, dann wäre er irgend ein Dödel, der erstens den Kopf für andere hinhält, und für den sich zweitens niemand interessiert. Posthum in der "Ehrenlegion" zu landen bringt ja nicht so viel.
Aber wie sollte die Republik seinen getöteten Polizisten für ihr unfreiwilliges Opfer sonst danken? Ein Handschlag für die Angehörigen wäre wohl etwas mau.
donadoni 13.01.2015
5. Der getötete Polizist bekam 665 Euro im Monat...
...und war vermutlich auch in Frankreich Aufstocker. Er wohnte in Paris. Bekanntlich ist Paris sehr teuer. Seine Frau musste mitverdienen, dass sie zumindest ihre Miete bezahlen konnten. Für dieses Geld bekam Hollande nur einen Migranten. Einheimische sind auch in Frankreich für dieses Geld nicht zu bekommen. Wenn Hollande etwas für Polizisten tun will, soll er deren Besoldung erhöhen.
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