Terror in Somalia Tote bei Selbstmordattentat in Mogadischu

Somalia kommt nicht zur Ruhe: In der Hauptstadt Mogadischu ist wieder eine Autobombe explodiert - dieses Mal in der Nähe des Außenministeriums. Mehrere Menschen wurden bei dem Selbstmordanschlag getötet. Die Regierung unterstützt Kenia im Kampf gegen die islamistische Miliz al-Schabab.


Mogadischu - Es ist bereits die zweite Attacke in diesem Monat: Ein Selbstmordattentäter zündete in der somalischen Hauptstadt Mogadischu eine Autobombe in der Nähe des Außenministeriums, wie ein Polizeioffizier mitteilte. Dabei sollen mindestens drei Menschen, darunter der Attentäter, getötet und sechs weitere verletzt worden sein.

Der Attentäter wählte den Tag, an dem sich Kenias Minister für Verteidigung und Äußeres zu Gesprächen mit der Regierung in Mogadischu aufhielten. Allerdings sollen sie vermutlich mehrere Kilometer vom Ort des Selbstmordanschlags entfernt stattgefunden haben.

Kenia hatte am Sonntag eine Offensive gegen Mitglieder islamistische Miliz al-Schabab im Süden Somalias begonnen. Somalias Übergangsregierung unterstützt die Aktion. Die Miliz wird von Nairobi für zahlreiche Entführungen von Ausländern in Kenia verantwortlich gemacht. In der vergangenen Woche waren zwei spanische Mitarbeiterinnen der Organisation Ärzte ohne Grenzen in der Nähe des kenianischen Flüchtlingscamps Dadaab entführt worden. Zuvor sollen die Rebellen bereits eine Britin und eine Französin von der kenianischen Insel Lamu nach Somalia verschleppt haben.

Al-Schabab hatte Vergeltung für die Militäraktion angekündigt. In Kenias Hauptstadt Nairobi wurden die Sicherheitsvorkehrungen verstärkt. Auch dort werden Selbstmordanschläge befürchtet.

Anfang Oktober waren bei einem Bombenanschlag in Mogadischus Regierungsviertel bereits mindestens 70 Menschen getötet worden, darunter viele Studenten. Zu dem Attentat hatte sich die islamistische Miliz bekannt. Al-Schabab kämpft seit Jahren gegen die somalische Übergangsregierung. Die Islamisten blockieren Hilfslieferungen an die von der verheerenden Dürre betroffenen Menschen.

heb/dpa/dapd/Reuters/AP

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Simax 19.10.2011
1. Es wird zeit zur Gegenwehr !
Zitat von sysopSomalia kommt nicht zur Ruhe: In der Hauptstadt Mogadischu ist wieder eine Autobombe explodiert - dieses Mal in der Nähe des Außenministeriums. Mehrere Menschen wurden bei dem Selbstmordanschlag getötet. Die Regierung unterstützt Kenia im Kampf gegen islamistische Miliz al-Schabab. http://www.spiegel.de/politik/ausland/0,1518,792548,00.html
Moslemische Milizen unterdrücken Schwarzafrikaner schon seit Jahrhunderten - es wird schlicht und einfach Zeit das gegen diesen Terror vorgegangen wird. Entgegen offizieller europäischer Lesart waren es arabischstämmige Eroberer die auf dem afrikanischen Kontinent den größten Genozid mittels Versklavung angerichtet haben. Die Tradition wirkt leider fort.
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