Brüssel Deutsche Frau nach Anschlägen offenbar vermisst

Unter den Opfern der Terroranschläge in Brüssel ist offenbar auch ein Ehepaar aus Aachen. Laut einem Medienbericht liegt der Mann im Koma, die Frau wird vermisst.

Anschlagsort Flughafen Brüssel-Zaventem
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Anschlagsort Flughafen Brüssel-Zaventem


Bislang gehen die Behörden in Brüssel von 31 Todesopfern nach den Terroranschlägen vom Dienstag aus. Laut "Aachener Zeitung" und "Bild"-Zeitung ist auch ein Ehepaar aus Aachen unter den Opfern der Selbstmordattentäter im Brüsseler Flughafen Zaventem.

Das junge Paar, sie 29, er 30 Jahre alt, habe eine verspätete Hochzeitsreise in die USA antreten wollen, sagte ein Angehöriger der "Bild". Sie wird demnach vermisst, ihr Mann liegt in einem Brüsseler Krankenhaus im Koma. Das Paar soll am American-Airlines-Schalter angestanden haben, als ein Sprengsatz um kurz vor 8 Uhr morgens am Dienstag detonierte.

Das Auswärtigem Amt hatte am Mittwoch mitgeteilt, dass mehrere Deutsche verletzt wurden, eine Person davon schwer. Dass auch Deutsche unter den Todesopfern sind, sei nicht auszuschließen. Nach jüngsten Angaben wurden bei den Attentaten in Brüssel 300 Menschen verletzt. Die Hälfte von ihnen lag am Mittwoch noch in Krankenhäusern, 61 auf einer Intensivstation, wie das Gesundheitsministerium mitteilte.

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Ebenfalls am Mittwoch hatte eine Polizeisprecherin erklärt, die Ermittlungen zu den Opfern fänden unter extrem schwierigen Bedingungen statt. Die sterblichen Überreste der Opfer aus dem Flughafen und der U-Bahn würden genau untersucht. Fingerabdrücke und DNA-Proben würden genommen. "Wir unternehmen alles, um die Arbeit möglichst bald abzuschließen, damit die Angehörigen Gewissheit haben", so die Sprecherin.

Namentlich identifiziert haben belgische Sicherheitsbehörden bislang nur die Selbstmordattentäter, die sich am Flughafen und in einer U-Bahn in die Luft sprengten.

Unbestätigten Berichten zufolge sind bislang ein belgischer Student, eine peruanische Mutter eines Zwillingspärchens sowie ein Mitarbeiter des belgischen Bildungsministeriums von Verwandten oder Kollegen als Getötete identifiziert worden.

Der Student starb in einem Brüsseler Krankenhaus. Die Töchter und der Mann der Peruanerin überlebten die Selbstmordattentate in der Abflughalle. Die Fédération Wallonie-Bruxelles meldete, dass der Ministerialbeamte auf dem Weg zur Arbeit bei dem U-Bahn-Anschlag gestorben sei.

SPIEGEL ONLINE

cht/dpa

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