Terroranschlag in Bangladesch Polizei tötet mutmaßlichen Attentäter

Mehr als 20 Menschen waren im Juli beim Angriff auf ein Café in Dhaka umgekommen - jetzt hat die Polizei offenbar den Mann getötet, der den Terroranschlag plante.

Polizisten im Juli am Angriffsort in Dhaka
AFP

Polizisten im Juli am Angriffsort in Dhaka


Die Polizei hat in Bangladesch mindestens drei mutmaßliche Terrorkämpfer getötet. Unter ihnen soll sich auch Tamim Chowdhury befinden - der Mann, der nach Angaben der Behörden gemeinsam mit einem zweiten Terrorkämpfer den Anschlag plante, bei dem Anfang Juli 20 Menschen in Dhaka starben. Chowdhury soll zudem für die Planung eines weiteren Attentats verantwortlich sein.

Die Polizei sei einem Hinweis gefolgt und habe ein zweistöckiges Haus nahe Dhaka gestürmt, in dem sie den Kanadier mit bangladeschischen Wurzeln vermutete. Die Verdächtigen hätten zuerst das Feuer auf die Polizei eröffnet.

Laut Polizeichef gehörten die Kämpfer zu der einheimischen Islamistengruppe Jumatul Mujahedeen Bangladesh (JMB). Zu dem Terroranschlag hatte sich zunächst die Dschihadistenmiliz "Islamischer Staat" bekannt. Die bangladeschische Regierung hatte dies aber stets abgestritten und auf die Gruppe JMB verwiesen. Der IS sei in dem südasiatischen Land nicht präsent.

Bei dem Angriff auf das Café Holey Artisan Bakery am letzten Wochenende vor dem Fest des Fastenbrechens waren in Dhaka Anfang Juli 20 Ausländer und zwei Polizisten getötet worden. Unter den Opfern waren neun Italiener, sieben Japaner, sowie ein US-Bürger und eine Inderin. Bewaffnete hatten das Café im Diplomatenviertel überfallen und Dutzende Menschen stundenlang festgehalten. Spezialkommandos beendeten die Geiselnahme gewaltsam und töteten dabei sechs Angreifer.

eth/AP/Reuters

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