Sanaa - Das Terrornetzwerk al-Qaida breitet sich im Jemen stärker aus. Islamistische Rebellen sollen bei einem Angriff auf einen Militärstützpunkt in der südlichen Provinz Abidjan am vergangenen Sonntag schwere Waffen unter ihre Kontrolle gebracht haben, darunter auch drei Panzer. Das berichten lokale Medien. Diese Waffen befänden sich jetzt in der Region Dschaar, die zu einem Anziehungspunkt für Terroristen aus dem ganzen Land geworden sei.
Bei den heftigen Kämpfen am Wochenende sollen 185 Soldaten und 17 Qaida-Kämpfer getötet worden sein. Die Extremisten sollen laut Nachrichtenagentur AP Soldaten geköpft haben und sie im Schlepptau durch die Straßen gezogen haben. Mehrere jüngere Soldaten, die ihnen bei der Schlacht um den Militärstützpunkt Dofas in die Hände gefallen seien, hätten die militanten Islamisten laufenlassen, hieß es.
Aus Behördenkreisen verlautete am Dienstag, in der Wüste seien weitere Leichen gefunden worden. Auf beiden Seite gab es zahlreiche Verwundete. Mediziner bestätigten die Angaben und erklärten, einige der Leichen seien verstümmelt worden. Die Region Abidjan wird seit Mai 2011 von Aufständischen kontrolliert. Der jemenitische Übergangspräsident Abd Rabbuh Mansur al-Hadi sagte, er wolle konsequent gegen die Terrorgefahr vorgehen.
lgr/dpa/dapd
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