Die Homepage wurde aktualisiert. Jetzt aufrufen.
Hinweis nicht mehr anzeigen.

Terrorist Younis al-Mauretani: Auf der Spur eines Qaida-Phantoms

Von Yassin Musharbash

Er stand im Visier etlicher Geheimdienste: Der in Pakistan verhaftete Qaida-Mann mit dem Kampfnamen Younis al-Mauretani war ein Vertrauter Bin Ladens, soll Anschläge im Westen geplant haben - jetzt ist offenbar erstmals sein wahrer Name bekannt geworden, zusammen mit weiteren Details.

Younis al-Mauretani: Ein Qaida-Phantom bekommt einen Namen Fotos
AP

Berlin - Der Mann war nicht weniger als ein Phantom. Die Sicherheitsbehörden wussten zwar, wie er aussah: schlank mit braunen Kraushaaren. Sie wussten ungefähr, was er plante: Anschläge im Westen auf ökonomische Ziele. Und sie wussten sogar, wie er seine Freizeit im afghanisch-pakistanischen Grenzgebiet verbrachte: am Computer, wo er Wirtschaftssimulationen laufen ließ. Aber außer seinem Kampfnamen Younis al-Mauretani wussten sie fast nichts über ihn als Person. Weder wann und wo er geboren ist noch wann er sich al-Qaida angeschlossen hat, nicht einmal seinen Klarnamen.

Trotzdem stand Younis al-Mauretani in den vergangenen zwei Jahren im Visier etlicher Geheimdienste und Sicherheitsbehörden der Welt. Denn der Kampfname des Qaida-Mannes, der selbst damit prahlte, dass er direkten Kontakt zu Osama Bin Laden hatte, tauchte immer wieder auf, wenn von Anschlagsplanungen des Terrornetzwerks im Westen die Rede war.

Das meiste Wissen der deutschen Sicherheitsbehörden über Mauretani stammt von Terrorverdächtigen aus Deutschland, die in Afghanistan und Pakistan verhaftet wurden. Rami M. und Ahmad S. hatten ihn beide getroffen. Ihnen hatte er berichtet, dass Osama Bin Laden ihm erlaubt habe, eine eigene Zelle zu gründen; dass er Ziele im Westen attackieren wolle, mit ihrer Mithilfe; aber auch, dass es um Operationen gehe, bei denen niemand sterben müsse - bis heute ist unklar, was genau Mauretani damit gemeint haben könnte.

Von der GSPC zu al-Qaida

Nur dass er es ernst meinte, daran besteht nach Ansicht der Sicherheitsbehörden wenig Zweifel. Denn Mauretani schien regelrecht nach Kämpfern aus dem Westen Ausschau zu halten, um sie an- und notfalls auch von anderen dschihadistischen Gruppen abzuwerben. Die beiden Lehrlinge aus Deutschland bildete er in Verschlüsselungsprogrammen aus, es ging wohl darum, dass sie sicher Kontakt zueinander halten könnten, wenn die beiden erst wieder im Westen seien - womöglich als eine Art Schläferzelle.

Am Montag bestätigte der pakistanische Geheimdienst ISI, dass Mauretani ihm nahe Quetta in Pakistan ins Netz gegangen sei; in der Nacht zu Dienstag verdichteten sich die Hinweise, dass der Zugriff wohl bereits vor über einer Woche stattgefunden hat. Kein ungewöhnliches Verfahren für Behörden wie den ISI: einen Gefangenen erst zu verhören, bevor man zugibt, dass man ihn hat.

Das Weiße Haus in Washington begrüßte die Festnahme, auch US-Diplomaten in Pakistan priesen den Zugriff als "großartige Leistung Pakistans" und "harten Schlag gegen al-Qaida". Die Festnahme erfolgte demnach durch die Grenztruppen von Balutschistan - in Zusammenarbeit mit dem ISI, der wiederum Informationen von der CIA hatte.

Kaum war die Nachricht in der Welt, meldeten sich in Mauretanien erste Quellen zu Wort, die Younis al-Mauretani identifiziert haben wollen - es wäre das erste Mal, dass das Phantom eine Vorgeschichte bekommt.

Die arabischsprachige Web-Seite der Agence Nouakchott d'Information berichtete am späten Montagabend, dass gut informierte Quellen glauben, es handle sich bei dem Festgenommenen um einen Mauretanier namens Abd al-Rahman Ould Mohammed Hussein, der bereits 2005 an einem Anschlag in dem Land beteiligt gewesen sei.

Man kenne ihn auch als al-Hajj Ould Abd al-Qadir oder unter dem Kampfnamen Abu Jusuf al-Afghani. Auf der Web-Seite zeigte die Agentur zwei Bilder - eines vom Fahndungsplakat nach Younis al-Mauretani, eines von Ould Mohammed Hussein. Die beiden Männer sehen sich verblüffend ähnlich.

Er habe zu jenen Mauretaniern gehört, die schon zu Zeiten der Taliban-Herrschaft nach Afghanistan gereist seien. Er sei außerdem ein Mitglied der algerischen Dschihadisten-Gruppe GSPC gewesen. Mehrmals hätten mauretanische Sicherheitsbehörden versucht, ihn ausfindig zu machen - erfolglos.

Verhandelte er die AQIM-Gründung mit Sarkawi?

Aus der GSPC ging später die Qaida-Filiale AQIM in Nordafrika hervor. Mauretani sei vor Jahren aus den Ausbildungslagern der Gruppe im Norden Malis verschwunden - mutmaßliches Ziel: die Qaida-Zentrale im afghanisch-pakistanischen Grenzgebiet, wo er schließlich zum mutmaßlichen Vertrauten Bin Ladens aufstieg.

Die Quellen der Agence Nouakchott d'Information sind schwer einzuschätzen, aber auch auf der Website des arabischen Satellitensenders al-Arabija fand sich am Montagabend eine Meldung, die ebenfalls den Namen Abd al-Rahman Ould Mohammed Hussein als Klarnamen des Phantoms nannte; er sei 35 Jahre alt und stamme aus der Provinz Abu Telmit, etwa 50 Kilometer von der Hauptstadt Nouakchott entfernt.

Der Nordafrika- und AQIM-Experte Andrew Lebovich von der New America Foundation hält diese Informationen für potentiell bedeutsam, weil sie unter Umständen ein neues Licht auf die Entstehungsgeschichte der AQIM werfen: "Soweit ich weiß, taucht Mauretani in der öffentlich-einsehbaren Geschichte von AQIM nicht auf; stattdessen steht der Ex-Chef der Qaida-Filiale im Irak, Abu Mussab al-Sarkawi als Vermittler und Unterstützer des Prozesses im Vordergrund, in welchem aus der GSPC die AQIM wurde."

Lebovich weiter: "Wenn aber Mauretani erst bei der GSPC war und dann nach 2005 bei der Qaida-Führung, dann gibt es eine echte Möglichkeit, dass er mithalf, die Organisation zu mehr Kooperation mit al-Qaida im Irak und der Qaida-Zentrale zu drängen." Der Experte hält es dabei für möglich, "dass er diesen Schritt gemeinsam mit Sarkawi verhandelte und dass er eine Rolle dabei spielte, die Verbindung zwischen AQIM und der Qaida-Zentrale zu etablieren".

Diese neuen Mutmaßungen könnten Lebovich zufolge bedeuten, "dass Mauretani seine alten GSPC-Verbindungen aufrechterhielt, nachdem er zur Qaida-Zentrale ging - was wiederum auf eine engere Verbindung zwischen Qaida-Zentrale und AQIM hindeuten könnte, als Experten bisher gedacht haben".

Neuer Blick auf alte Netzwerke

Bestätigt ist derweil noch keine dieser mutmaßlichen Informationen. Aber immerhin passen sie zu dem wenigen, was man überhaupt über Mauretani weiß - zum Beispiel zu seinem Kampfnamen, der schließlich "der Mauretanier" bedeutet. Zudem hatte es im vergangenen Jahr zeitweise Gerüchte gegeben, Mauretani sei früher bei der AQIM gewesen, was sich seinerzeit aber durch gar nichts stützen ließ.

Einige Sicherheitsbehörden waren sich so unsicher, was die Identität Mauretanis anging, dass sie Personen, die ihn getroffen hatten, sogar Bilder des Qaida-Mannes Abu Jahja al-Libi zeigten, um ganz sicherzugehen, dass Libi sich nicht einen neuen Kampfnamen zu Zwecken der Irreführung zugelegt hatte.

Ob die mögliche Enttarnung des Mauretaniers Konsequenzen haben wird, lässt sich überhaupt noch nicht absehen. Sollten sich die Informationen bestätigen, dann dürften Sicherheitsbehörden gewiss versuchen, sein altes Netzwerk in seinem Heimatland näher unter die Lupe zu nehmen - in der Hoffnung, auf weitere aktive Qaida-Kader zu stoßen. Aber das ist zu diesem Zeitpunkt alles nur Spekulation.

Zumal es viel wichtiger sein könnte, was Mauretani seinen Vernehmern vom ISI erzählt - falls er mit ihnen spricht. Auch dafür, dass der Festgenommene wirklich Mauretani ist, fehlt noch eine unabhängige Bestätigung. Terrorverdächtige sind schon öfter verwechselt worden - gerade solche, über die man wenig weiß.

Diesen Artikel...
Forum - Diskutieren Sie über diesen Artikel
insgesamt 33 Beiträge
Alle Kommentare öffnen
    Seite 1    
1. Er ist es!
Bhur Yham, 06.09.2011
Abd al-Rahman Ould Mohammed Hussein, auch bekannt als al-Hajj Ould Abd al-Qadir oder unter dem Kampfnamen "Abu Jusuf al-Afghani". Wer hätte das gedacht. Sogar mit Krauskopf, da war doch gerade was... Und spielt am PC, also nein. Da wird jetzt die Gamer-Szene ordentlich ausgedünnt.
2. Das wahre Phantom.....
True_Blood 06.09.2011
ist die Al Qaida selbst ! Wer oder was ist Al Qaida ? und jetzt kommt mir bitte nicht mit Terrororganisation und 11. September...hatten wir alles schon !
3. .
Meshada 06.09.2011
Zitat von True_Bloodist die Al Qaida selbst ! Wer oder was ist Al Qaida ? und jetzt kommt mir bitte nicht mit Terrororganisation und 11. September...hatten wir alles schon !
Die Fakten wollen Sie also nicht hören? Gut, in Ordnung. Al Quaida ist in Wahrheit eine Illuminatiorganisation von Aliens von der Venus. Zufrieden?
4. Diese Frage...
Kalleblom 06.09.2011
Zitat von True_Bloodist die Al Qaida selbst ! Wer oder was ist Al Qaida ? und jetzt kommt mir bitte nicht mit Terrororganisation und 11. September...hatten wir alles schon !
...stelle ich dauernd. Entweder wird sie nicht veröffentlicht oder man erhält keine Antwort. Aber über Al Qaida sind sie alle am schreiben. Entweder als CIA gesteuert oder eben nicht. Genau darüber nachdenken tut anscheinend keiner.
5. ...
sunrise560 06.09.2011
Zitat von True_Bloodist die Al Qaida selbst ! Wer oder was ist Al Qaida ? und jetzt kommt mir bitte nicht mit Terrororganisation und 11. September...hatten wir alles schon !
Na, dann lesen Sie sich die Informationen, die die letzten 15 Jahre veröffentlicht wurden, noch einmal durch. Und dann kommen Sie uns bitte nicht mit irgendwelchen verschwurbelten Theorien, die nerven langsam!
Alle Kommentare öffnen
    Seite 1    

© SPIEGEL ONLINE 2011
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung der SPIEGELnet GmbH



Fläche: 796.095 km²

Bevölkerung: 191,710 Mio.

Hauptstadt: Islamabad

Staatsoberhaupt:
Mamnoon Hussain

Regierungschef: Nawaz Sharif

Mehr auf der Themenseite | Wikipedia


SPIEGEL ONLINE
Fakten über Pakistan
Staatsgründung
REUTERS
Pakistan entstand 1947 aus den überwiegend muslimischen Teilen von Britisch-Indien. Zunächst bestand es aus den beiden Landesteilen West- und Ostpakistan, zwischen denen mehr als 1500 Kilometer Entfernung lagen. Beiden Teilen mangelte es jedoch an einer gemeinsamen nationalen Identität. Nach einem Krieg, bei dem Indien dem Osten half, entstand 1971 als neuer Staat Bangladesch .
Kaschmir-Konflikt
REUTERS
Seit der Staatsgründung führte Pakistan zwei große Kriege mit dem Nachbarn Indien um die Grenzregion Kaschmir , 1947/48 und 1965. Der Fürstenstaat Kaschmir hatte sich zunächst zu Indien zugehörig erklärt. Der islamische Staat Pakistan beanspruchte das überwiegend von Muslimen bewohnte Kaschmir jedoch für sich und gewann die Herrschaft über den westlichen und nördlichen Teil der Region. Doch auch Indien betrachtete Kaschmir als sein Territorium. Die von der Uno 1948 vorgeschlagene und vom indischen Premierminister versprochene Volksabstimmung, in der die kaschmirische Bevölkerung selbst über ihre Zukunft entscheiden sollte, wurde nie durchgeführt.

Seit den achtziger Jahren kämpfen im indischen Teil Kaschmirs muslimische Rebellen für die Unabhängigkeit der Region oder einen Anschluss an Pakistan. 1999 kam es wieder zu größeren militärischen Auseinandersetzungen mit mehreren hundert Toten, und 2001 standen die Atommächte Indien und Pakistan erneut am Rande eines Krieges. 2004 wurde ein Friedensprozess zwischen Neu-Delhi und Islamabad eingeleitet.

Der pakistanische Geheimdienst ISI steht im Verdacht, Kontakte zu islamistischen Terroristen zu pflegen. Indien wirft Pakistan die Unterstützung muslimischer Terroristen vor. Auch hinter der Anschlagserie in Mumbai 2008 vermutet Neu-Delhi islamistische Terroristen aus Pakistan.

Islam
AP
Mit der Verfassung von 1956 wurde Pakistan die erste islamische Republik der Welt. Der Islam ist Staatsreligion, gleichzeitig garantiert die Verfassung jedoch Religionsfreiheit. 96 Prozent der Pakistaner sind Muslime, der Präsident muss ebenfalls Muslim sein. Seit der Staatsgründung haben Spannungen zwischen verschiedenen Gruppen über die Rolle des Islam im Staatsverständnis die Innenpolitik beherrscht.

Immer wieder gab es auch islamistische Tendenzen. So führte Diktator Zia ul-Haq die Scharia , die islamische Rechtsprechung, ein. 1997 erkannte Pakistan als erster Staat das extremistische Taliban -Regime in Afghanistan an und unterstützte es bis zu den Anschlägen vom 11. September 2001 . Während die Zentralregierung in Islamabad zu einem der wichtigsten Verbündeten der USA im Anti-Terror-Krieg avancierte, erstarkte die islamistische Opposition im Land.

Macht der Taliban
REUTERS
In den Stammesgebieten in der nordwestlichen Provinz an der Grenze zu Afghanistan hat die pakistanische Zentralregierung nur begrenzten Einfluss. Dort herrschen islamistische Extremisten und pakistanische Taliban , die sich teilweise auf die Hilfe der regionalen Stammesführer stützen. Die Enttäuschung über die korrupte staatliche Justiz und Verwaltung erhöhte die Attraktivität des Islamismus in der Bevölkerung.

Verstärkung erhielten die radikalen Islamisten von afghanischen Taliban aus den Reihen von Mullah Omar sowie Qaida -Kämpfern, die aus Afghanistan geflohen sind. Militante betreiben hier in Waziristan auch Ausbildungslager für international operierende Dschihadisten.

Kampf gegen die Extremisten
dpa
Die pakistanische Armee führte ab 2003 wiederholt Militäraktionen im Nordwesten gegen die Taliban - und Quaida -Terroristen durch. Als Reaktion verübten Terroristen verheerende Anschläge in pakistanischen Städten.

Die Amerikaner versuchen, die islamistischen Extremisten in ihren pakistanischen Verstecken mit ferngesteuerten Präzisionsraketen zu treffen. Doch diese Drohnen -Angriffe sind bei der Bevölkerung äußerst unpopulär und treiben die Menschen in die Arme der militanten Islamisten.

Das pakistanische Militär scheute zunächst die ernsthafte Konfrontation mit den Extremisten. Die Armee und der pakistanische Geheimdienst ISI haben diese Gruppierungen zum Teil Anfang der achtziger Jahre selbst aufgebaut, um im Kampf gegen die Sowjets in Afghanistan mitzumischen, und haben sie später im Kaschmir-Konflikt eingesetzt. Und noch immer betrachten viele Offiziere die Taliban nicht als ihren eigentlichen Gegner – der wahre Feind sei Indien .

Um die Aufständischen in den Stammesgebieten ruhigzustellen, versuchte schon Präsident Pervez Musharraf , Abkommen mit ihnen zu schließen, und versagte. Im April 2009 scheiterte ein Friedensabkommen, das sein Nachfolger, Staatschef Asif Ali Zardari , ausgehandelt hatte: Die Taliban sollten die Waffen niederlegen und im Gegenzug in der Region Malakand, zu der das Swat-Tal und fünf weitere Distrikte gehören, die Scharia anwenden dürfen. Mit Hilfe des islamischen Rechts können sich die Taliban die Bevölkerung legal gefügig machen - wer sich gegen ihre Herrschaft auflehnt, wird geköpft. Statt einer Feuerpause brachten sie vom Swat-Tal aus mehrere Distrikte unter ihre Kontrolle und rückten bedrohlich nahe an die Hauptstadt Islamabad heran, bis die Armee im Frühjahr 2009 eingriff und die Gebiete zurückeroberte. Im Oktober 2009 begann das Militär außerdem einen Krieg gegen die Taliban in der Region Südwaziristan.

Atomwaffen
REUTERS
1985 wurde in Pakistan erstmals Uran angereichert, seit 1998 besitzt das Land nachweislich Atomwaffen : Nur Tage nach indischen Atomtests zündete Pakistan im Mai 1998 in der Nähe der unbewohnten Chagai-Berge erfolgreich Kernwaffen. Die genaue Zahl der atomaren Sprengköpfe ist nicht bekannt, aber es sollen 60 bis 100 sein, die an verschiedenen Stellen im Land gelagert und von rund 10.000 Soldaten bewacht werden.

Damit gehört Pakistan neben den fünf offiziellen Atommächten USA, Russland, Großbritannien, Frankreich und China sowie Indien, Israel und Nordkorea zum Kreis der neun Nuklearmächte, was die Bedeutung des verarmten Landes stark erhöht.

Militärbeobachter befürchten, Nuklearwaffen aus dem pakistanischen Waffenarsenal könnten aufgrund der Instabilität des Landes in die Hände von Extremisten fallen. Diese hätten damit ein Mittel in der Hand, dem Westen ihre Bedingungen zu diktieren. Geschürt wird die Angst vor diesem Horrorszenario dadurch, dass die Taliban in den vergangenen Monaten ihre Basis in den Stammesgebieten an der Grenze zu Afghanistan ausgebaut haben. Im April 2010 rückten sie bis auf 100 Kilometer Entfernung auf die Hauptstadt Islamabad vor, bevor sie vom pakistanischen Militär zurückgedrängt wurden.



Der kompakte Nachrichtenüberblick am Morgen: aktuell und meinungsstark. Jeden Morgen (werktags) um 6 Uhr. Bestellen Sie direkt hier: