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Terrornetzwerk al-Qaida: Dschihadistenführer Belmokhtar lebt doch

Mokhtar Belmokhtar: Al-Qaidas Mann in Afrika Fotos
DPA

Die libysche Regierung verkündete seinen Tod - jetzt meldet al-Qaida, dass der Dschihadistenführer Mokthar Belmokhtar wohlauf ist.

Das Terrornetzwerk al-Qaida hat Meldungen über den Tod des algerischen Dschihadistenführers Mokhtar Belmokhtar dementiert. Er sei noch am Leben und es gehe ihm gut, hieß es in einer Mitteilung der Extremistengruppe auf islamistischen Internetseiten. Das eigentliche Ziel eines US-Luftangriffs seien libysche Kämpfer gewesen.

Vergangene Woche hatten US-Kampfjets mehrere Bomben über Libyen abgeworfen - es war der erste Luftangriff der Amerikaner seit dem Einsatz 2011 zum Sturz von Muammar al-Gaddafi. Daraufhin hatte die international anerkannte libysche Regierung den vermeintlichen Tod Belmokhtars verkündet.

Frankreichs Verteidigungsminister Jean-Yves Le Drian sagte dem französischen Sender BFMTV am Donnerstag, es sei "wahrscheinlich", dass Belmokhtar bei dem Angriff getötet worden sei. Der Luftangriff habe einem Ort gegolten, an dem sich der Dschihadist aufgehalten haben soll. Dennoch könne der Tod des Extremisten nicht offiziell bestätigt werden.

Die Gruppe al-Murabitun, deren Anführer Belmokhtar ist, sowie die libysche Dschihadistengruppe Ansar al-Scharia hatten den Tod Belmokhtars bereits am Donnerstag dementiert. Belmokhtar wurde schon mehrfach für tot erklärt.

Mokhtar Belmokhtar ist al-Qaidas wichtigster Mann in Afrika. Seine Anschläge nehmen nichtmuslimische Ausländer ins Visier:

Libyen ist neben Syrien zu einer der wichtigsten Hochburgen für Dschihadisten geworden. Die USA haben in Libyen bereits zweimal eingegriffen auf der Jagd nach Top-Terroristen: 2013 entführten US-Soldaten den libyschen Qaida-Anführer Abu Anas al-Liby, der im Januar an Leberkrebs starb. 2014 nahmen US-Soldaten Ahmed Abu Khatallah gefangen, Bengasi-Anschlagsplaner und Chef der libyschen Ansar al-Scharia, der in den USA nun vor Gericht steht.

kry/AFP/Reuters

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insgesamt 44 Beiträge
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1. Schlechte Recherche
reinhard_d 19.06.2015
Diese ständigen Falschinformationen sind nervtötend und zeigen die Unfähigkeit der zuständigen Geheimdienste. Da wird es gut sein, sich aus einer Kriegsbeteiligung heraus zu halten. Der Gesundheit der Soldaten zu liebe.
2. Vielleicht
santoku03 19.06.2015
Vielleicht klappts ja beim nächsten Mal.
3. Verflixt - daneben!
auweia 19.06.2015
Man soll sich ja nicht über menschliche Opfer freuen - aber bei diesem Drec*sac* hätte ich eine Ausnahme gemacht.
4. Man wird es aber sicherlich...
Airkraft 19.06.2015
Man wird es aber sicherlich weiter versuchen. Es müsste daher richtiger heißen: Belmokhtar ist noch wohlauf ;-)
5. Mission Accomplished.
Meskiagkasher 19.06.2015
Kennen wir ja.
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