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Anschlag in Texas: Tote bei Angriff auf Ausstellung mit Mohammed-Karikaturen

Anschlag in Texas: Schüsse auf eine Karikaturenausstellung Fotos
REUTERS

Zwei Männer haben in Texas auf ein Gemeindezentrum gefeuert, in dem Mohammed-Karikaturen ausgestellt werden. Die Polizei hat die Angreifer getötet.

Im US-Bundesstaat Texas haben zwei Männer auf ein Gemeindezentrum geschossen, in dem Mohammed-Karikaturen ausgestellt werden. Laut Polizei wurde bei dem Angriff in der Ortschaft Garland, einem Vorort von Dallas, ein Polizist verletzt, der am Bein getroffen wurde. Die Sicherheitskräfte erwiderten das Feuer und töteten die beiden Attentäter.

Die Angreifer seien mit einem Auto vorgefahren und hätten dann sofort mit automatischen Gewehren geschossen, teilte die Polizei in Garland mit. Einige Augenzeugen zählten zwei oder drei Schüsse, andere wollten bis zu 20 Schüsse gehört haben.

Die islamfeindliche American Freedom Defense Initiative hatte einen Mohammed-Karikaturenwettbewerb in dem Gebäude veranstaltet. Dafür sollen etwa 350 Zeichnungen aus aller Welt eingereicht worden sein. Die Präsidentin der American Freedom Defense Initiative, Pamela Geller, ist eine der bekanntesten Islam-Gegnerinnen in den USA.

Wilders bei Karikaturen-Wettbewerb: Polizei bringt Gäste in Sicherheit Zur Großansicht
DPA

Wilders bei Karikaturen-Wettbewerb: Polizei bringt Gäste in Sicherheit

Unter den Gästen befand sich auch der niederländische Rechtspopulist Geert Wilders. Die Polizei evakuierte das Gebäude und brachte die etwa 200 Anwesenden in Sicherheit. Auch umliegende Supermärkte wurden geräumt. Beamte durchsuchten Autos vor dem Zentrum nach Sprengstoff. Der angeschossene Polizist konnte das Krankenhaus inzwischen verlassen.

Die Veranstaltung fand unter starken Sicherheitsvorkehrungen statt. Die Organisatoren hatten 10.000 US-Dollar für den Schutz der Ausstellung ausgegeben, 40 Wachleute sicherten das Gemeindezentrum. Polizeisprecher Joe Harn sagte: "Wir waren auf so etwas vorbereitet."

Der Vorfall weckt Erinnerungen an den Anschlag auf "Charlie Hebdo". Das Satiremagazin hatte mehrfach Mohammed-Karikaturen abgedruckt, im Januar stürmten islamistische Terroristen die Redaktion in Paris und töteten elf Personen.

syd/AP/Reuters

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