Tod des Terroristenführers Al-Qaida schwört Rache für Bin Laden

Das Terrornetzwerk al-Qaida hat den Tod seines Anführers Osama Bin Laden bestätigt - und droht mit Vergeltung. In einem vierseitigen Dokument werden Anhänger zu Anschlägen aufgerufen. Neben den USA ist besonders das Land im Visier, in dem der Terrorist erschossen wurde: Pakistan.

Von Yassin Musharbash

AP

Berlin - Wer auch immer den vierseitigen Text verfasst hat, mit dem al-Qaidas "allgemeine Führung" den Tod Osama Bin Ladens bestätigt: Er hat sich Mühe gegeben. Der von US-Spezialkräften am Sonntag erschossene Terrorpate wird in blumigen Worten verherrlicht, sein "Leben für den Dschihad" wird ebenso gepriesen wie seine "Ausdauer" und "Vorbildhaftigkeit".

Die zentrale Botschaft des Terrornetzwerks ist der Ruf nach Rache: Der Tod des Anführers müsse vergolten werden, heißt es in dem Dokument, das SPIEGEL ONLINE vorliegt. "Und wir werden die Amerikaner und ihre Mitverschwörer verfolgen, innerhalb wie außerhalb ihrer Länder". Auch Pakistan, wo Bin Laden aufgespürt und getötet worden war, rückt ins Fadenkreuz: "Wir rufen die Muslime in Pakistan, auf deren Boden Scheich Osama getötet wurde, dazu auf, sich zu erheben, um diese Schande abzuwaschen."

Diese Passagen sind klare Appelle an die Anhänger und Sympathisanten, Anschläge zu planen und auszuüben. Auch al-Qaida selbst dürfte versuchen, mit Terror zurückzuschlagen.

Das Dokument erschien in einem seit Jahren eingespielten Verfahren auf mehreren Qaida-nahen Websites. An der Authentizität bestehen wenig Zweifel - Fundort, Sprachgebrauch, Inhalt und Veröffentlichungsmodus sprechen dafür.

Neuer "Amir" noch nicht benannt

Die Publikation bestätigt zugleich, dass die Kommunikationsstränge innerhalb des Netzwerkes offenbar noch funktionieren. Sollten die USA im Zuge der Erschießung Bin Ladens Hinweise auf den Aufenthaltsort anderer Qaida-Führer erhalten haben, so haben sie sie offenbar noch nicht aufgespürt.

Interessant ist, dass al-Qaida nicht sofort einen neuen "Amir" oder Anführer bestallt hat. Ein Anzeichen für eine Spaltung ist das aber nicht. Der natürliche Nachfolgekandidat bleibt Aiman al-Sawahiri, der ägyptische Vize Osama Bin Ladens. Es ist davon auszugehen, dass er sich demnächst zu Wort melden wird.

Die offizielle Bestätigung des Todes Bin Ladens durch al-Qaida war von Anhängern und Sympathisanten weltweit seit Tagen erwartet worden. Bis dahin hatten sie sich mit Verschwörungstheorien und Rachephantasien zurückgehalten. Nun ist damit zu rechnen, dass die Zahl entsprechender Beiträge auf radikalen Internetseiten anschwellen wird. Sicherheitsexperten halten es für möglich, dass in dieser Situation angestachelte Einzeltäter tatsächlich unabhängig von al-Qaida eigenständig zur Tat schreiten.

Der Tod Bin Ladens, sagte der Terrorforscher Peter Neumann von der Georgetown University, "ist ein Signal an 'lonely wolves' genannte Einzeltäter. Nichts würde den Amerikanern ihre Jubelparty eher kaputt machen als selbst der kleinste Anschlag im Westen".

Auf einer der Qaida-nahen Websites wurde am Freitagnachmittag derweil die posthume Veröffentlichung einer Bin-Laden-Ansprache angekündigt. Diese werde sich mit den aktuellen Revolten in der Arabischen Welt beschäftigen. Schon unmittelbar nach der Erschießung hatte es Gerüchte gegeben, dass eine solche Tonbotschaft fertig vorbereitet sei. Es handelt sich jedoch den Hinweisen zufolge nicht um ein eigens für den Fall seines Todes produziertes Band.

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lauca 06.05.2011
1. ähh,
Da BL ja angeblich nicht tot ist, gibts auch nüscht zu rächen. Also: cool bleiben, alles easy.
Dominik Menakker, 06.05.2011
2.
Haben die Terroristen denn kein Spiegel Online gelesen? Das war doch alles nur fake. Weiss doch jeder. Wers nicht glaubt ist doch CIA hirngewaschen. Manchmal frag ich mich schon .....
xxcarsixx 06.05.2011
3. Jaja
diese ganze geschichte kommt mir sowas von verlogen vor, egal ob ich als verschwörungstheoretiker abgestempelt werde. damals habe ich das auch nicht geglaub von wegen a-b-c waffen im irak und war wieder automatisch ein verschwörungstheoretiker.. lustig irgendwie :) 1. es war bekannt das bin laden schon 2001 schwer krank war 2. aus seinem mund kam nie das er den anschlag geplant hat, JA er hat darüber geredet wie alle auf diesem planeten (die videobotschaften waren ja auch die grössten lachnummern, er hat sich wohl extra für die botschaften die nase vergrössern lassen, den kiefer verbreitern lassen, den bart gefärbt, war im solarium, und sein infusionsgerät hat brauchte er auch nicht mehr, weil er zu einem wunderheiler ging) 3. 2007 kam auf bbc eine live sendung mit benazir bhutto, die wort wörtlich gesagt hat das bin laden "ermordet" wurde, und auch noch von wem(komisch das kein sender, keine zeitung sich dafür interessiert hat, ausser das sie paar wochen später getötet wurde) 4.bin laden der grosse chef der al quaida war ohne ein einzigen taliban oder was auch immer in einem 3 st. haus? keiner der auf ihn aufpasstl,bewacht? 5. bin laden ein mann, der ja aktiv in der c.i.a war?! 6. was ist mit dem hubschrauber eigentlich, der abgestürzt ist???? 7. den saddam finden sie in einem erdloch, mit fotos , aufnahmen usw, dann erhängen sie ihn oder lassen in erhängen (aha) 8. und das us. geheimdienst fake accounts auf seiten wie facebook twitter usw hat ist ja wohl bekannt,oder gefakte islamistischen seiten .. kam sogar auch ORF 2 .. sind bestimmt auch nur verschwörungstheoretiker 9. usw usw bin ich jetzt ein verschwörungstheoretiker? wenn ja, bin ich wenigstens froh das ich mir meine eigene meinung bilden kann, und nicht die medien für mich denken lasse.
sexobjekt, 06.05.2011
4. ....
...bei dieser Menge von Lügen die das CIA verbreitet, die dann mühelos von massenweise Verschwörungstheortikern aufgedeckt werden, müssten 9 von 10 Mitarbeitern des CIA nur fürs Lügen zuständig sein. Richtig?
Waldknobi 06.05.2011
5. Klar doch
"An der Authentizität bestehen wenig Zweifel - Fundort, Sprachgebrauch, Inhalt und Veröffentlichungsmodus sprechen dafür" ... na das wollen wir doch hoffen - die von der CIA-IT-Abteilung sind doch keine Stümper.
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