Tod nach Beschuss: Erster Kämpfer aus Deutschland stirbt im Syrien-Krieg

Immer mehr ausländische Männer schließen sich den syrischen Rebellen an - darunter auch Dschihadisten aus Deutschland. Nun ist laut NDR-Informationen einer von ihnen in dem Bürgerkrieg gestorben. Der Kieler Aslanbek F. wurde demnach 31 Jahre alt.

Damaskus - Der blutige Bürgerkrieg in Syrien hat Hundertausende Menschen zu Flüchtlingen gemacht. Doch auf manche - meist kampfeslustige junge Männer - übt der Konflikt einen großen Reiz aus. Die Zahl der Ausländer, die sich den syrischen Rebellen anschließt, wächst ständig. Nun hat es offenbar das erste Todesopfer aus Deutschland gegeben. Laut NDR-Recherchen starb der Deutsch-Tschetschene Aslanbek F. am 24. Januar 2013.

Todesursache soll demnach eine Schussverletzung gewesen sein. Der junge Dschiahadist mit russischem Pass hatte zuletzt viele Jahre mit seiner Familie in Kiel gelebt, war dort in die Moschee gegangen. Nach Angaben seiner Witwe wollte F. in dem Bürgerkriegsland Medikamente verteilen. Er habe den Flug in die Türkei online gebucht und sei von Hamburg aus angereist.

Es ist jedoch davon auszugehen, dass F. Ende 2012 nach Syrien ging, um dort für die Rebellen zu kämpfen. Ein Foto soll seine Leiche zeigen, umringt von Männern in Militärmontur.

Die deutschen Behörden haben dem NDR bestätigt, dass F. als "heiliger Krieger" im Kampf gegen die Truppen von Diktator Baschar al-Assad gefallen ist. Vermutlich habe er sich in der Türkei einer Schleuserbande angeschlossen, um den gefährlichen Weg über die syrische Grenze zu überstehen. Laut den Angaben wurde er nach muslimischem Brauch noch am Tag seines Todes bestattet. Seine Witwe und die vier Kinder leben weiter in Kiel.

jok

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insgesamt 33 Beiträge
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1. Irgendwie schon eigenartig
alfred-wilhelm 09.04.2013
Zitat von sysopImmer mehr ausländische Männer schließen sich den syrischen Rebellen an - darunter auch zahlreiche Männer aus Deutschland. Nun ist laut NDR-Informationen einer von ihnen in dem Bürgerkrieg gestorben. Der Kieler Aslanbek F. wurde demnach 31 Jahre alt. Tod nach Beschuss: Erster deutscher Kämpfer stirbt im Syrien-Krieg - SPIEGEL ONLINE (http://www.spiegel.de/politik/ausland/tod-nach-beschuss-erster-deutscher-kaempfer-stirbt-im-syrien-krieg-a-893458.html)
Ich kann mich erinnern, dass einst in Deutschland Krieg als verwerfliches Verbrechen angesehen wurde, das auch strafrechtlich geahndet wurde. Und nun stirbt ein Mensch „aus Deutschland“ als „heiliger Gotteskrieger“!!?? Also ich wusste nicht, dass Metzeln und Morden im Ausland für Menschen aus Deutschland strafrechtlich kein Problem ist. Ich dachte immer, dass für Bürger und Gäste des Rechtsstaates Deutschland Morden, egal aus welchem Grund, zunächst einmal als eine strafbare Handlung angesehen wird, der rechtsstaatlich nachgegangen wird. MfG Alfred
2. Krieg ist Krieg...
BaMargera 09.04.2013
... und kein Abenteuerurlaub! Wenn Menschen meinen, sich aus irgendeinem Grund aus freiem Willen an einem bewaffneten Konflikt beteiligen zu müssen, dann sollten ihnen die Konsequenzen - final gesehen, der eigene Tod - bewusst sein. Keiner zwingt sie dazu... und wenn dann noch eine Familie im Hintergrund ist, dann sollten sie sich ihr Engagement zweimal überlegen.
3. Befremdlich
britneyspierss 09.04.2013
Ein deutscher Staatsbürger stirbt als Heiliger Krieger . Soweit ist es in Deutschland nun gekommen. Die Aussage von unserem obersten Repräsentanten a.D.Christian Wulff "Der Islam gehört auch mittlerweile zu Deutschland" bekommt beim Lesen dieses Artikels eine befremdlich Charakteristik.
4. Wer sich in Gefahr begibt...
Normbürger 09.04.2013
kommt darin um. Warum sollte es irgendjemanden interessieren, dass sich ein Tschetschene in Syrien abknallen lässt? Wenn es ihm Spaß macht, bitte schön. So naiv kann ja wohl kaum jemand sein, dass er nicht weiss, was da los ist. Wieder ein Dschihadist weniger; um so besser....!
5. Sehe ich genau so...
torquemada 09.04.2013
Zitat von BaMargera... und kein Abenteuerurlaub! Wenn Menschen meinen, sich aus irgendeinem Grund aus freiem Willen an einem bewaffneten Konflikt beteiligen zu müssen, dann sollten ihnen die Konsequenzen - final gesehen, der eigene Tod - bewusst sein. Keiner zwingt sie dazu... und wenn dann noch eine Familie im Hintergrund ist, dann sollten sie sich ihr Engagement zweimal überlegen.
und möchte an den Jugoslawien Bürgerkrieg erinnern, in welchem manche deutsche "Abenteurer" als Söldner auf kroatischer Seite gemordet und geplündert haben. Natürlich ohne dem Prädikat "Kämpfer aus Deutschland" aber dennoch ehemalige Zeitsoldaten der Truppe und meistens ideologisch sehr "rechts" angesiedelt. Einige von dem Pack lassen es sich heute dort richtig gut gehen.
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