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Tonbandbotschaft: Al-Qaida-Vize Sawahiri wirft Hamas Kapitulation vor

Die Nummer Zwei des Terrornetzwerks al-Qaida ist von der Hamas enttäuscht. In einer Tonbandbotschaft greift Aiman al-Sawaihri die radikal-islamische Palästinenser-Bewegung wegen ihres Abkommens mit der gemäßigten Fatah an. Die Hamas sei in den Sumpf der Kapitulation gefallen.

Dubai - In der ihm zugeschriebenen Botschaft, die der arabische Nachrichtensender al-Dschasira heute in Auszügen ausstrahlte, warf Sawahiri der regierenden Palästinenserorganisation "Unterwürfigkeit" gegenüber Israel vor. "Die Führung der Hamas hat den Großteil Palästinas den Juden überlassen", sagte Sawahiri.

Sawahiri in einer älteren Videobotschaft: "im Sumpf der Kapitulation"
AFP

Sawahiri in einer älteren Videobotschaft: "im Sumpf der Kapitulation"

Die Hamas habe sich der Unterwürfigkeit des früheren ägyptischen Präsidenten Anwar al-Sadats angeschlossen. Sadat hatte 1979 als erster arabischer Führer ein Friedensabkommen mit Israel geschlossen. Dafür wurde er 1981 von Gegnern seiner Aussöhnungspolitik ermordet. "Die Hamas ist in den Sumpf der Kapitulation gefallen", sagte der Al-Kaida-Vize.

Sawahri hatte die Hamas bereits kurz nach dem im Februar unter saudischer Vermittlung in Mekka geschlossenen Abkommen aufgefordert, sich von der gemäßigten Fatah-Bewegung von Palästinenser-Präsident Mahmud Abbas zu distanzieren. Das Abkommen sieht unter anderem die Bildung einer Einheitsregierung aus den beiden Gruppen vor. Ministerpräsident Ismail Hanija hatte gestern angekündigt, diese solle in der kommenden Woche vorgestellt werden und sich am kommenden Samstag der Vertrauensfrage im Parlament stellen.

phw/AFP/reuters

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