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Kämpfe im Sudan: Tote bei Gefechten zwischen Rebellen und Regierungstruppen

Der Konflikt in der Region Darfur im Sudan schwelt weiter. Die Regierung meldet Erfolge im Kampf gegen die Aufständischen im Südwesten des Landes.

Khartum - Bei Gefechten zwischen Regierungstruppen und Rebellen im Sudan sollen bis zu 50 Aufständische getötet worden sein. Nach Angaben der sudanesischen Armee konnten die Rebellen aus der Fangazone im umkämpften Gebiet Dschebel Marra in der Region Darfur vertrieben werden.

Ein Sprecher der Sudanesischen Befreiungsbewegung (SLM) sagte hingegen, die Rebellen hätten zahlreiche Armeefahrzeuge zerstört und viele Waffen erbeutet. Regierungssoldaten und Aufständische kämpfen in der Konfliktregion Darfur um ein strategisch wichtiges Gebiet.

Die sudanesische Armee hatte bereits im Dezember eine Großoffensive gegen die Aufständischen in Darfur, aber auch in den Bundesstaaten Süd-Kordofan und Blauer Nil angekündigt. In allen drei Gebieten sind die Rebellen der SLM-Minnawi aktiv, die zur Sudanesischen Revolutionären Front (SRF) gehört.

In Darfur sind nach Uno-Angaben seit 2003 mehr als 300.000 Menschen getötet und zwei Millionen weitere vertrieben worden. Die Rebellen in der Wüstenregion fühlen sich von der arabisch-dominierten Regierung in der weiter nördlich gelegenen Hauptstadt Khartum benachteiligt.

Wegen Kriegsverbrechen und Verbrechen gegen die Menschlichkeit erließ der Internationale Strafgerichtshof 2009 und 2010 Haftbefehle gegen Sudans Präsident Omar al-Baschir, die aber wieder fallen gelassen wurden. Uno-Sicherheitsratsmitglied China ist Verbündeter der Regierung des Sudan.

loe/AFP

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