Thailand: Tote und Verletzte bei Bombenanschlägen nahe Einkaufszentrum

Im Süden Thailands gab es mehrere Sprengstoffanschläge. 14 Menschen kamen ums Leben, über 300 sollen verletzt worden sein. Die Bomben detonierten in der Nähe eines Einkaufszentrums. Auch in einem Touristenhotel kam es zu einer Explosion.

Autowrack und Zerstörung in Yala: Drei Bomben innerhalb von hundert Metern Zur Großansicht
AP

Autowrack und Zerstörung in Yala: Drei Bomben innerhalb von hundert Metern

Hat Yai - Bei einer Serie von Bombenanschlägen im muslimischen Süden Thailands sind am Samstag 14 Menschen getötet und 340 verletzt worden. Die Sprengsätze detonierten gegen Mittag in der Stadt Yala, dem Wirtschaftszentrum der Region. Die Bomben seien innerhalb von hundert Metern explodiert, sagte der Gouverneur der Provinz Yala, Dethrat Simsiri.

Zwei der Sprengsätze waren auf Motorrädern versteckt, die in der Nähe eines Einkaufszentrums abgestellt worden waren. Die dritte Bombe, die in einem Auto deponiert war, tötete allein sieben Menschen und verletzte über hundert. Mehr als zehn Häuser seien beschädigt worden.

Als Urheber wurden von den Behörden muslimische Aufständische vermutet. Für eine Explosion in einem Hotel der Touristenstadt Hat Yai, die zunächst ebenfalls auf ein Bombenattentat zurückgeführt wurde, ist nach Behördenangaben eine fehlerhafte Gasleitung verantwortlich. Die Nachrichtenagentur AP berichtet allerdings unter Berufung eines lokalen Polizeichefs, auch hinter dieser Explosion könnten die Aufständischen stecken. Das Hotel war bereits 2006 Ziel eines Bombenattentats.

Die südlichen Provinzen Yala, Narathiwat und Pattani in der Grenzregion zu Malaysia sind die einzigen mit einer mehrheitlich muslimischen Bevölkerung in Thailand. Separatisten unter ihnen kämpfen seit Jahren für mehr Autonomie in dem ansonsten buddhistisch geprägten Land. Der Konflikt dauert seit Jahrzehnten an und ist 2004 erneut aufgeflammt. Seitdem kamen mehr als 5.000 Menschen gewaltsam ums Leben. "Die Bomben sollten jegliche Friedensbemühungen zerstören", sagte ein Armeevertreter nach den Anschlägen vom Samstag.

lgr/dpa/dapd/AFP

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1.
Altesocke 01.04.2012
Zitat von sysopAPIm Süden Thailands gab es mehrere Sprengstoffanschläge. 14 Menschen kamen ums Leben, über 300 sollen verletzt worden sein. Die Bomben waren in der Nähe eines Einkaufszentrums deponiert. Auch in einem Touristenhotel kam es zu einer Explosion. http://www.spiegel.de/politik/ausland/0,1518,825036,00.html
Friedensbemuehungen? Ich wusste gar nicht, das Thailand sich mit den 3 Provinzen im Krieg befindet! Wenn das man nicht eine 'missverstaendliche Uebersetzung' ist. LOL
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ArnoNym 01.04.2012
Zitat von sysopAPIm Süden Thailands gab es mehrere Sprengstoffanschläge. 14 Menschen kamen ums Leben, über 300 sollen verletzt worden sein. Die Bomben waren in der Nähe eines Einkaufszentrums deponiert. Auch in einem Touristenhotel kam es zu einer Explosion. http://www.spiegel.de/politik/ausland/0,1518,825036,00.html
"Im Süden nichts Neues" würde ich sagen. Dort werden nahezu jeden Tag Leute von Islamisten umgebracht. Jedenfalls vergeht kaum ein Tag, an dem in den thailändischen Tageszeitungen nicht von Greueltaten im Süden berichtet wird. Besorgt hat mich dabei allerdings der Begriff "Touristenhotel" im Artikel. Eigentlich sollte es sich doch unter Touristen rumgesprochen haben, daß Sonkhla, Satun, Pattani, Yala und Narathiwat absolute No-Go-Areas sind. Wer dorthin fährt, kann auch gleich Urlaub in Afghanistan oder im Irak machen. Nicht daß ein falscher Eindruck entsteht: Der Rest Thailands ist sicher - auch die relativ nahe gelegenen Ferienziele Phuket und Koh Samui.
3.
Altesocke 01.04.2012
Zitat von ArnoNym"Im Süden nichts Neues" würde ich sagen. Dort werden nahezu jeden Tag Leute von Islamisten umgebracht. Jedenfalls vergeht kaum ein Tag, an dem in den thailändischen Tageszeitungen nicht von Greueltaten im Süden berichtet wird. Besorgt hat mich dabei allerdings der Begriff "Touristenhotel" im Artikel. Eigentlich sollte es sich doch unter Touristen rumgesprochen haben, daß Sonkhla, Satun, Pattani, Yala und Narathiwat absolute No-Go-Areas sind. Wer dorthin fährt, kann auch gleich Urlaub in Afghanistan oder im Irak machen. Nicht daß ein falscher Eindruck entsteht: Der Rest Thailands ist sicher - auch die relativ nahe gelegenen Ferienziele Phuket und Koh Samui.
Auch malayische Besucher gelten als Touristen. Und wenn sie bedenken, das die Malayen ( muslimische Maenner, im allgemeinen. Die HIV Quote dort unten ist nicht umsonst die hoechste in Thailand!!) die groessten Besuchszahlen eine Landes fuer Thailand verzeichnen, dann klaert sich das von alleine. Und auch 'Tagestrips' brauchen hin und wieder ein Hotelzimmer, nicht nur W-End Stipvisiten!
4. schrecklich
joeking 01.04.2012
was für ein Wahnsinn. Mensch! Frieden ! und Gerechtigkeit!
5.
ArnoNym 01.04.2012
Zitat von AltesockeAuch malayische Besucher gelten als Touristen. Und wenn sie bedenken, das die Malayen ( muslimische Maenner, im allgemeinen. Die HIV Quote dort unten ist nicht umsonst die hoechste in Thailand!!) die groessten Besuchszahlen eine Landes fuer Thailand verzeichnen, dann klaert sich das von alleine. Und auch 'Tagestrips' brauchen hin und wieder ein Hotelzimmer, nicht nur W-End Stipvisiten!
Das stimmt auch wieder, zumal der kleine Grenzverkehr dort ziemlich unbürokratisch ist. Und daß Moslems schlimmer (weil diesbezüglich ausgehungerter) als Westler sind, ist auch nichts Neues. Daß die HIV-Quote dort hoch ist, ist realistisch. Aber ist sie nördlich von Chiang Mai nicht noch höher? Mir ist nämlich aufgefallen, daß dort die Bevölkerungsschicht zwischen ca. 25 und 40 nahezu fehlt oder zumindest stark unterrepräsentiert ist. Das ist richtig augenfällig. Später erzählten mir Einheimische glaubhaft, daß die schlicht HIV zum Opfer gefallen sei. Das ist mir nirgendwo sonst in Thailand aufgefallen, obwohl ich zwischen Ao Nang und Mae Sai bzw. Ubon Ratchathani und Phuket schon an vielen Orten war.
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