Transatlantische Entspannung Bush empfängt Schröder im Weißen Haus

Die Eiszeit im deutsch-amerikanischen Verhältnis ist überwunden. In einem Monat macht sich der Bundeskanzler auf, um US-Präsident George W. Bush im Weißen Haus zu treffen. Es ist der erste offizielle Besuch seit zwei Jahren.


Schröder und Bush bei ihrem letzten Treffen in New York
REUTERS

Schröder und Bush bei ihrem letzten Treffen in New York

Berlin - Wie Regierungssprecher Bela Anda in Berlin mitteilte, ist das Treffen am 27. Februar geplant. Der Kanzler und der Präsident wollen bei einem Mittagessen über die Fortsetzung der transatlantischen Beziehungen sprechen. Als weitere Themen wurden die Entwicklung im Irak, im Nahen Osten und Afghanistan genannt.

Wegen der strikten deutschen Ablehnung des Irak-Kriegs war Bush längere Zeit über Schröder verstimmt. Beide hatten sich erstmals wieder am 24. September vorigen Jahres am Rande der Uno-Vollversammlung in New York zu einem bilateralen Gespräch getroffen. Bush hatte Schröder zuletzt Anfang 2002 im Weißen Haus empfangen.

Die jetzige Einladung nach Washington gilt als deutliches Signal, dass sich auch die persönlichen Beziehungen der beiden wieder normalisiert haben. Zunächst war ein Treffen von Bush und Schröder bei der Eröffnung der Ausstellung "Das Wunder des barocken Dresden" in Jackson, der Hauptstadt des US-Staats Mississippi, in Planung. Dorthin wird Schröder nach dem Treffen mit Bush nun allein fliegen, um die Hauptrede zu halten. Am 26. Februar wird der Kanzler in Chicago Station machen, um vor dem Rat für Auswärtige Beziehungen zu sprechen und die Zentrale der Firma Motorola zu besuchen.



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