Trauer um Kim Jong Il Das Regime lässt wehklagen

Kim Jong Il ist tot - und sein Volk weint. Von "unbeschreiblicher" Trauer berichten die Staatsmedien, das Fernsehen zeigt Hunderte Menschen, die sich auf den Boden werfen und laut schluchzen. Die Frage ist nur: echt oder inszeniert?

AFP/ KNCA

Hamburg/Pjöngjang - Die Nachricht sorgt für Trauer und Schock: Kim Jong Il ist tot. Bilder des nordkoreanischen Staatsfernsehens zeigen weinende Menschen, die sich zu Dutzenden in den Straßen und auf Plätzen versammeln. Schluchzend werfen sie sich vor Denkmälern und Statuen ihres "geliebten Führers" auf die Knie, wie dieses Video auf YouTube zeigt. Unter lautem Wehklagen bekunden sie minutenlang ihre unsägliche Trauer, einige Männer schreien gar ihren Kummer hinaus. Andere Bilder zeigen Schüler, die in Reihen aufgestellt, laut weinen.

Ob diese Szenen inszeniert sind, bleibt unklar. Über die Stimmung in Nordkorea gibt es nur wenige Informationen - es sind die der Staatsmedien. Die amtliche Nachrichtenagentur KCNA berichtet: Die Menschen "versuchen nicht einmal, die Tränen wegzuwischen, und ringen mit Schmerz und Verzweiflung angesichts des Verlusts".

Das Staatsfernsehen zeigt eine um Fassung ringende Nachrichtensprecherin. Reporter versuchen Menschen zu interviewen und müssen abbrechen: Vor lauter Weinen können die Passanten nicht sprechen.

Fotostrecke

5  Bilder
Tod von Kim Jong Il: Staatstrauer in Nordkorea

heb/AFP



Forum - Diskutieren Sie über diesen Artikel
insgesamt 66 Beiträge
Alle Kommentare öffnen
Seite 1
RosaHasi 19.12.2011
1. .
Zitat von sysopKim Jong Il ist tot - und*sein Volk weint. Von "unbeschreiblicher" Trauer berichten die Staatsmedien, das Fernsehen zeigt Hunderte Menschen, die sich auf den Boden werfen und laut schluchzen.*Die Frage ist nur: echt oder inszeniert? http://www.spiegel.de/politik/ausland/0,1518,804593,00.html
ich würde auch schluchzen.. der dicke sohn wird den leuten noch mehr hunger bringen. immerhin isst er ja das vierfache der rationen die der alte senile vor ihm verschlungen hat.
gbpa005 19.12.2011
2.
Zitat von sysopKim Jong Il ist tot - und*sein Volk weint. Von "unbeschreiblicher" Trauer berichten die Staatsmedien, das Fernsehen zeigt Hunderte Menschen, die sich auf den Boden werfen und laut schluchzen.*Die Frage ist nur: echt oder inszeniert? http://www.spiegel.de/politik/ausland/0,1518,804593,00.html
Wie herzzerreißend. Beim Tod seines Papas Kim Il Sung berichteten die Staatsmedien: "Viele Tiere haben geweint" (Quelle: Dictator-Cards)
rainer_daeschler 19.12.2011
3. Echt oder inszeniert?
Bilder von Nordkoreaner, welche die Sektkorken knallen lassen, bzw. sich vor Freude mit Soju zuprosten, wird das nordkoreanische Fernsehen nicht zeigen, bzw. die Betreffenden nicht lange mehr frei herumlaufen dürfen. Die Trauer wird bei vielen echt sein. Es ist jemand gestorben, der mit seinem Vater zusammen Korea von den Japanern befreit und die Greultaten der Kapitalisten und Imperialisten von dem Land ferngehalten hat. So zumindest die propagandistische Sicht der Dinge. Eine Andere ist dem durchschnittlichen Bewohner Nordkoreas nicht zugänglich.
Datensatz 19.12.2011
4. ...
In der ersten Szene sieht man die Leute regelrecht in Reih' und Glied angetreten zum Heulen. Da wurde offenbar inszeniert. Aber die Szenen können in dieser Eindringlichkeit IMO nicht gestellt sein. Sieht so aus, als wären die gezeigten Koreaner durch jahrzehntelange Isolation und Propaganda komplett gehirngewaschen.
AKI CHIBA 19.12.2011
5. Echt oder inszeniert?
Das ist doch nicht die Frage! Tatsache ist, es wurde geweint. Aber das Volk wird wahrscheinlich auch Freudentränen weinen! "Der Große Nachfolger" tritt auf den Plan. Bei uns wird nicht geweint. Vielleicht ein paar Krokodilstränen. Der BP wird leben und muss zusehen wie sein "Kleiner Nachfolger" noch ein Weilchen die Republik repräsentiert.
Alle Kommentare öffnen
Seite 1

© SPIEGEL ONLINE 2011
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung der SPIEGELnet GmbH


TOP
Die Homepage wurde aktualisiert. Jetzt aufrufen.
Hinweis nicht mehr anzeigen.