Angriff in Südfrankreich Macron nennt Geiselnahme "islamistischen Terror"

Frankreich bewertet den tödlichen Angriff im Süden des Landes als "islamistischen Terror". Jetzt müsse untersucht werden, wie sich der Täter radikalisiert hat.

AFP


Drei tote Opfer, ein erschossener Täter und 16 Verletzte: Das ist die traurige Bilanz eines Angriffs durch einen 26-Jährigen in Südfrankreich. Der französische Präsident Emmanuel Macron hat den Vorfall nun als "islamistischen Terror" bezeichnet. (Lesen Sie hier, was wir über den Anschlag wissen und was nicht.)

Ein 26 Jahre alter Mann hatte in Carcassonne ein Auto in seine Gewalt gebracht und dabei den Fahrer schwer verletzt und den Beifahrer erschossen. Anschließend verletzte er auch einen Polizisten mit einem Schuss, fuhr dann ins zehn Kilometer entfernte Trèbles und nahm dort Geiseln in einem Supermarkt. Der Täter tötete zwei weitere Menschen und wurde anschließend von den französischen Einsatzkräften erschossen.

Mindestens zwei Verletzte seien in einem schlimmen Zustand, sagte Macron. Ein Polizist, der sich im Austausch gegen eine weibliche Geisel dem Täter auslieferte, kämpfe derzeit um sein Leben. "Er hat Leben gerettet", sagte Macron über den Polizisten.

Eine Untersuchung müsse nun klären, wann und wie der Angreifer sich radikalisiert habe und wo er sich seine Waffe beschafft habe. Der Staatschef verwies darauf, dass die Terrormiliz "Islamischer Staat" die Tat für sich reklamiert hatte - diese Mitteilung werde derzeit analysiert.

aev/



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