Trotz US-Veto Uno gründen Menschenrechtsrat

Mit überwältigender Mehrheit hat die Uno-Vollversammlung einem neuen Rat für Menschenrechte zugestimmt. Die Entscheidung wurde gegen den Willen der USA getroffen.


New York - Von den 191 Mitgliedern stimmten in New York 170 dafür und vier dagegen. Drei Mitgliedstaaten enthielten sich.

Die USA erklärten ihren Widerstand damit, dass auch in den neuen Rat Staaten gewählt werden könnten, die gegen Menschenrechte verstießen. Die bisherige Menschenrechtskommission in Genf war darüber in Verruf geraten, dass Mitglieder mit schlechter oder umstrittener Menschenrechtsbilanz sich gegenseitig vor Verurteilungen schützten.

UN-Generalsekretär Kofi Annan sagte dazu bei einem Besuch in Johannesburg, er erwarte, dass die USA mit dem neuen Gremium zusammenarbeiten werden.

als/ap



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