USA Trumps Sohn vergleicht Flüchtlinge mit vergifteten Kaubonbons

Donald Trumps Sohn hat mit einem Tweet Entrüstung ausgelöst: Er verglich syrische Flüchtlinge mit Kaubonbons.

Donald Trump Jr.
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Donald Trump Jr.


"Dieses Bild sagt alles." Die politisch korrekte Agenda, die Amerika nicht an erste Stelle setzt, müsse ein Ende haben. So leitet der älteste Sohn des republikanischen Präsidentschaftskandidaten Donald Trump, Donald John Trump junior, einen Tweet zu syrischen Flüchtlingen ein.

Dazu postet er ein Bild von einer Schale bunter Kaubonbons. Über dem Bild steht: "Wenn ich Ihnen eine Schale mit Kaubonbons hinhalten würde und erklärte, drei davon wären vergiftet - würden Sie eine Handvoll davon nehmen? Das ist unser Problem mit syrischen Flüchtlingen."

Trump junior löste mit seinem Tweet im Netz eine Welle der Entrüstung aus.

Donald Trump tritt im Wahlkampf gegen die Aufnahme von syrischen Flüchtlingen und gegen Einwanderer - insbesondere aus muslimischen Ländern - grundsätzlich ein.

Trumps Konkurrentin im Kampf um das Weiße Haus, die demokratische Präsidentschaftsbewerberin Hillary Clinton hat hingegen erklärt, sie wolle die Aufnahme von syrischen Flüchtlinge auf bis zu 65.000 ausweiten.

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Forum - Diskussion über diesen Artikel
insgesamt 14 Beiträge
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Seite 1
akkzent 20.09.2016
1. Bravo Herr Donald John Trump junior
Amerika kann doch nicht Probleme lösen die es den Europäern eingebrockt hat. Der selbstgefällige Sprössling sollte sich mal hinterfragen (ist rethorisch gemeint), wer die Schale mit den Kaubonbons denn vergiftet hat.
okav 20.09.2016
2. Hallo Akkzent,
können Sie mal erklären wie Amerika den Europäern den Syrienkonflikt eingebrockt haben?
iman.kant 20.09.2016
3. Einfach nur widerlich!
Menschen die vor Tod und Vernichtung flüchten noch weiter zu attackieren ist unmenschlich. Agitatoren die mit einem Silberlöffel im Mund geboren wurden und sich dann diesem Schema bedienen sind meiner Ansicht nicht viel wert.
Freund_Fettsack 20.09.2016
4. Sachlich bleiben!
Bitte nicht polemisieren! Er hat nur auf die Tatsache aufmerksam gemacht, dass es, wie unter eigentlich allen Menschen, auch unter Flüchtlingen möglicherweise ein paar "schwarze Schafe" gibt. Im Umkehrschluss hätte man auch sagen können, er habe die allermeisten Flüchtlinge mit bunten Kaubonbons (bunt, farbenfroh, wohltuend) verglichen. Alles Auslegungssache also!
neanderspezi 20.09.2016
5. Auch in den USA findet man die Bestätigung für den Spruch, der Apfel fällt nicht weit vom Stamm, republikanisch homophob und fremdenfeindlich
Trump junior übertrifft mit seinem unglaublich blöden Vergleich von Kaubonbons mit Flüchtlingen aus Syrien sogar noch seinen Vater Donald, der durchaus mit seinen haarsträubenden Vergleichen auf Jahrmärkten die unsäglichsten Ladenhüter aus seiner politischen Mottenkiste an das Publikum losschlagen kann. Gemeinsam stellen Vater und Sohn wahrscheinlich Trump im Quadrat dar und wenn noch eine Person aus der Familie hinzukommt, so erscheint den Amerikanern dieses Trump-Triumvirat in noch höherer Potenz. Es wird sicher noch interessant werden, wie weit diese Trump-Familie humane Aspekte aus ihrem Wahrnehmungsvermögen ausschließen kann und wie unreflektiert die Anhänger der Trump-Sekte der Verunglimpfung von Menschen in Not zu folgen sich bemühen.
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