Tschechien Brandanschlag auf linkes Sozialzentrum in Prag

Rund 20 bis 30 Vermummte haben ein linkes Sozial- und Kulturzentrum in Prag angegriffen. Sie warfen Molotowcocktails. Mehrere Menschen wurden verletzt.

Polizisten in Prag: Nach einer Demonstration gegen Islam und Zuwanderung gab es Ausschreitungen
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Polizisten in Prag: Nach einer Demonstration gegen Islam und Zuwanderung gab es Ausschreitungen


Erst gab es Krawalle, dann einen Brandanschlag in Prag. Nach einer Demonstration gegen Islam und Zuwanderung attackierte eine Menge von rund 20 bis 30 Vermummten ein linkes Sozial- und Kulturzentrum in der tschechischen Hauptstadt.

In dem Gebäude hielten sich nach einem Bericht der Nachrichtenagentur CTK 20 Personen auf. Mehrere von ihnen erlitten Rauch- oder Schnittverletzungen. Die Feuerwehr konnte den Brand in der Einrichtung schnell löschen. Die Täter entkamen - nach Angaben tschechischer Medien wird ein rechtsextremer Hintergrund vermutet.

Das Zentrum bietet unter anderem kostenlose Tschechisch-Sprachkurse für Zuwanderer an.

Demonstranten vor der Prager Burg: Gegen eine angebliche Islamisierung der Gesellschaft
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Demonstranten vor der Prager Burg: Gegen eine angebliche Islamisierung der Gesellschaft

Nur wenige Stunden zuvor hatte in Prag eine Demonstration gegen Islam und Zuwanderung stattgefunden. Rund 1500 Islamgegner versammelten sich mit Spruchbändern wie "Nein zur Einwanderung - Stopp der Merkelisierung" vor der Prager Burg.

Es kam zu Ausschreitungen zwischen rechten Demonstranten und linken Gegendemonstranten. Es flogen Flaschen und Feuerwerkskörper. Die Polizei setzte mehrere Hundertschaften ein, um die beiden Gruppen zu trennen.

Die Demonstration war Teil des "internationalen Aktionstages" der islamfeindlichen Pegida-Bewegung. Dabei versammelten sich deutlich weniger Menschen als von den Organisatoren erhofft. In Dresden kamen zwischen 6000 und 8000 Menschen zusammen, erwartet worden waren rund 15.000 Teilnehmer. Sie skandierten Slogans wie "Merkel muss weg". 2500 Gegendemonstranten versammelten sich.

Der Schwerpunkt des Aktionstags lag in jenen osteuropäischen Ländern, die sich bei EU-Gipfeln gegen die Aufnahme von Migranten sperren - und sich vor allem gegen die Aufnahme muslimischer Flüchtlinge wehren. Aus Polen, Lettland, Dänemark, Frankreich und Großbritannien wurden jeweils nur wenige Hundert Demonstranten gemeldet (Lesen Sie hier mehr).

heb/dpa

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