Unterstützung für Separatisten Tschetschenen-Führer Kadyrow weist Millionen für Ostukraine an

Er steht bereits auf der Sanktionsliste, nun fordert er den Westen erneut heraus: Der tschetschenische Präsident Kadyrow will mit 7,5 Millionen Dollar die von Separatisten beherrschte Ostukraine unterstützen.

Der tschetschenische Präsident Kadyrow: Reaktion auf Zahlungen der USA
DPA

Der tschetschenische Präsident Kadyrow: Reaktion auf Zahlungen der USA


Grosny - Tschetscheniens Präsident Ramsan Kadyrow hat 7,5 Millionen Dollar für Regionen in der umkämpften Ostukraine angewiesen. Das Geld aus der russischen Teilrepublik Tschetschenien sei für die medizinische Versorgung der Bevölkerung, teilte Kadyrow im sozialen Netzwerk Instagram mit.

Unterstützt würden die von Kiew nicht anerkannten "Volksrepubliken Donezk und Luhansk", in denen bei Panzerattacken und Luftschlägen täglich Menschen getötet und verletzt würden, schrieb Kadyrow.

Der Machthaber steht auf der Sanktionsliste der EU. Die Staatengemeinschaft hatte gegen ihn und 14 andere Personen unter anderem Einreiseverbote und Kontosperrungen verhängt.

Die Hilfe sei eine Reaktion Kadyrows auf die Ankündigung der USA, der prowestlichen Führung in Kiew sieben Millionen US-Dollar für den Wiederaufbau der von Bomben zerstörten Regionen in der Ostukraine bereitzustellen, berichteten russische Medien. Das tschetschenische Geld stammt nach Darstellung von Kadyrow aus einer nach seinem Vater Achmat benannten Stiftung.

Kadyrow ist seit 2006 Putins Statthalter im Konfliktgebiet im Nordkaukasus. Er begründete die Hilfe mit eigenen Kriegserfahrungen der Tschetschenen. Mit Blick auf die Tschetschenien-Kriege der Neunzigerjahre warf Kadyrow dem Westen vor, damals Terrororganisationen auf die blutige Aggression vorbereitet zu haben.

kes/dpa

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insgesamt 64 Beiträge
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erasmus89 30.07.2014
1. Während die westliche Presse
die Sanktionen gegen Russland feiert, verzeichnet heute am Tag danach die russische Börse Gewinne, sogar der Rubel hat sich stabilisiert. Irgendetwas läuft hier mit der EU-Politik völlig daneben. Halten sie weiterhin an dieser Politik fest, obwohl die Ukraine letztlich überhaupt nicht relevant ist, dann werden wir die größeren Verluste haben als Russland..
StörMeinung 30.07.2014
2. Ukrainische Soldaten zur Ausbildung bei der Bundeswehr
Zitat von sysopDPAEr steht bereits auf der Sanktionsliste, nun fordert er den Westen erneut heraus: Der tschetschenische Präsident Kadyrow will mit 7,5 Millionen US-Dollar die von Separatisten beherrschte Ostukraine unterstützen. http://www.spiegel.de/politik/ausland/tschetschenen-fuehrer-kadyrow-weist-millionenhilfe-fuer-ostukraine-an-a-983592.html
Wenn es für medizinische Zwecke ist, dann kann man nichts dagegen sagen. Darf daran erinnert werden ... ° Die NATO liefert offensiv Ausrüstung und Logistik an die ukrainische Armee. ° Deutschland bildet sogar im Moment nach von der Leyen ukrainische Soldaten bei Lehrgängen bei der Bundeswehr in Deutschland aus. http://www.rtl.de/cms/news/rtl-aktuell/keine-bundeswehrausruestung-fuer-ukrainische-armee-3c143-51ca-68-1930771.html
Mihail 30.07.2014
3. Vorbildlich
Warum gibt es aus der EU eigentlich keine humanitäre Hilfe für die Kriegsregionen. Von den Berichten den UNO hat man längst Hinweise, dass die Lage der Menschen da katastrophal ist. Was ist mit den Hunderttausenden Flüchtlingen? Man wagt es nicht ein einziges Zeitungsbericht über sie zu schreiben.
doofnuss 30.07.2014
4. tschetschenen-führer kadyrow?
Zitat von sysopDPAEr steht bereits auf der Sanktionsliste, nun fordert er den Westen erneut heraus: Der tschetschenische Präsident Kadyrow will mit 7,5 Millionen US-Dollar die von Separatisten beherrschte Ostukraine unterstützen. http://www.spiegel.de/politik/ausland/tschetschenen-fuehrer-kadyrow-weist-millionenhilfe-fuer-ostukraine-an-a-983592.html
spon schreibt es ja selbst: nix führer, *"Kadyrow ist seit 2006 Putins Statthalter im Konfliktgebiet im Nordkaukasus."*. wie wäre es denn, wenn sich "die" tschetschenen ihres herren von putins gnaden entledigten oder sich gar ganz von russland lossagten - so wie die krim von der ukraine? nö, das geht aber nicht, das wäre gemein, völlig völkerrrechtswidrig, würden dann putin und seine kamarilla brüllen und sofort wieder die truppen schicken... - nicht wahr?
salkin 30.07.2014
5.
Wie macht er das wenn es doch Kontosperrungen gibt? Sind die doch nicht wirksam oder wie werden die umgangen? Hier wäre etwas mehr Information hilfreich.
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