Türkei Dutzende Tote bei Militäreinsatz gegen PKK

Eskalation im Südosten der Türkei: Bei einem Militäreinsatz gegen die verbotene kurdische Arbeiterpartei PKK in der Stadt Silopi sind mindestens 29 Menschen ums Leben gekommen - darunter ein Zivilist.

Offensive im Osten der Türkei: Streitkräfte gehen gegen PKK-Anhänger vor - hier in der Stadt Diyarbakir
AFP

Offensive im Osten der Türkei: Streitkräfte gehen gegen PKK-Anhänger vor - hier in der Stadt Diyarbakir


In seiner Neujahrsansprache hatte der türkische Staatspräsident Recep Tayyip Erdogan drastische Worte gewählt: Er wolle die PKK "bis zum Ende" bekämpfen lassen. "Unsere Sicherheitskräfte säubern sowohl die Berge, als auch die Städte Meter um Meter von den Terroristen und sie werden mit der Säuberung weitermachen."

Nun wird deutlich, wie ernst er die Drohung meinte: Die türkischen Streitkräfte teilten am Sonntag mit, sie hätten in der im Südosten des Landes gelegenen Stadt Silopi 28 PKK-Kämpfer getötet.

Die prokurdische Oppositionspartei HDP erklärte, die Armee habe das Viertel Zap am Samstagabend mit Panzern eingekreist und unter schweren Beschuss genommen. In einem anderen Viertel hätten Scharfschützen einen 65-jährigen Mann in seinem Haus getötet.

Der HDP-Parlamentsabgeordnete Ferhat Encü, der sich in Silopi aufhält, sagte der Nachrichtenagentur dpa am Telefon, die Gefechte in der Stadt dauerten an. Es sei weiterhin Artilleriefeuer zu hören.

In Silopi hatten die Behörden vor 20 Tagen eine Ausgangssperre verhängt. Nach Angaben der HDP werden vor allem in unter starkem Beschuss stehenden Vierteln die Lebensmittel knapp. Unabhängige Überprüfungen der Angaben sind in den Gebieten nicht möglich.

Im Juli entflammten nach mehr als zwei Jahren Feuerpause erneut Kämpfe zwischen der PKK und der türkischen Regierung. Vor mehr als zwei Wochen starteten Sicherheitskräfte eine Großoffensive in der Südosttürkei. Es kommt dabei zu schweren Gefechten mit der Jugendorganisation der PKK (YDG-H). Neben Silopi zählen Cizre und Diyarbakir zu Zentren der Auseinandersetzungen.

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Kampf um Kurdistan: Bürgerkrieg im Südosten der Türkei

cbu/dpa

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steve0078 03.01.2016
1. Mit volldampf in den Dritten Weltkrieg
Schaut man sich mal so um, was hier und da auf der Welt geschieht, stellt man sich die Frage, wohin das alles führt. Mitlerweile sind in so vielen Regionen dieser Welt Konflikte ausgebrochen, die mit Waffengewalt gelöst werden sollen. Dabei sind alle Groß- und Regionalmächte involviert, dass es nur noch eine Frage der Zeit ist, bis einer neuer Weltkrieg entfacht wird... Allah bzw. Gott möge uns alle davor bewahren!
gtuerk 03.01.2016
2. Jeder tote Zivilist ist einer zuviel!
Es ist sehr lobenswert das es bei diesen Kriegsähnlichen Zuständen nicht noch mehr tote zivilisten gibt. Jeder tote Zivilist ist einer zuviel! Die Intensität der Kämpfe ist tatsächlich Kriegsähnlich. Die PKK hat während des "Friedensprozesses" Unmengen an Waffen und Munition in diesen Städten gebunkert. Wir reden hier nicht nur von Sturmgewehren wie Kalaschnikows sondern von Panzerfäusten, Handgranaten, Scharfschützengewehren, Sprengfallen und sogar von Flugabwehrgeschützen! Die Bevölkerung, für die ja diese Terroristen angeblich kämpfen, leiden natürlich am meisten darunter. Die Regierung von Erdogan hat es zugelassen, dass diese Terroristen sich in den Städten so verschanzen konnten und nun die Bevölkerung quasi als Schutzschild benutzen. Die AKP hat alle Augen zugedrückt, trotz aller Geheimdienst Berichte und Warnungen der Opposition, das Gruppen der PKK während der Verhandlungen und Waffenruhe, in aller Seelenruhe diese Städte zu Festungen umzuwandeln. Den Preis hierfür müssen nun die Sicherheitskräfte und die Bewohner bezahlen. Hoffentlich hat dieser Wahnsinn bald ein ende und diese Terroristen werden entwaffnet und unschädlich gemacht!
Leser1000 03.01.2016
3. Fazit
Fassen wir einmal zusammen. Erdo bekommt von der EU 3 Milliarden für die "Flüchtlingsbetreuung". Über die Ägäis kommen dessen ungeachtet nunmehr nach neuesten Meldungen trotzdem Algerier und Marokkaner. Erdo sagt: Danke für den Support! So hat man wenigstens Resourcen für allerlei. Warum gibt man das Geld nicht der UNO oder unterstützt den Libanon oder Jordanien verstärkt? Langsam wird es ein Stück aus dem Tollhaus: 1. Erdo erhält ´ne Masse "Knete". 2. Trotzem keine Garantiein in der Flüchtlingsfrage. Im Gegenteil: Die EU wird erpressbar. Das gleiche auf dem militärischen Sektor: Eine halbseidene Position in der IS- Frage. Gleichzeitig wird der NATO ein Stützpunkt für Luftopperationen zur Verfügung gestellt (im Kampf gegen den IS und zur Wahrung von NATO Interessen. Wer hat hier eigentlich die Hosen an? Die AWACS gibt es - vereinfacht ausgedrückt- noch gratis. Kann man die Operationen nicht von GR oder einer ihrer Inseln ausführen? Und darüber hinaus, wenn man es denn will die EU Außengrenzen auch gegenüber der Türkei sichern? Sodann mag die Türkei ihre inneren Angelegenheiten selbst klären. Es kann nich sein, dass wir einem Herren wie Erdo "hinterherlaufen".
säkularist 03.01.2016
4.
Zitat von gtuerkEs ist sehr lobenswert das es bei diesen Kriegsähnlichen Zuständen nicht noch mehr tote zivilisten gibt. Jeder tote Zivilist ist einer zuviel! Die Intensität der Kämpfe ist tatsächlich Kriegsähnlich. Die PKK hat während des "Friedensprozesses" Unmengen an Waffen und Munition in diesen Städten gebunkert. Wir reden hier nicht nur von Sturmgewehren wie Kalaschnikows sondern von Panzerfäusten, Handgranaten, Scharfschützengewehren, Sprengfallen und sogar von Flugabwehrgeschützen! Die Bevölkerung, für die ja diese Terroristen angeblich kämpfen, leiden natürlich am meisten darunter. Die Regierung von Erdogan hat es zugelassen, dass diese Terroristen sich in den Städten so verschanzen konnten und nun die Bevölkerung quasi als Schutzschild benutzen. Die AKP hat alle Augen zugedrückt, trotz aller Geheimdienst Berichte und Warnungen der Opposition, das Gruppen der PKK während der Verhandlungen und Waffenruhe, in aller Seelenruhe diese Städte zu Festungen umzuwandeln. Den Preis hierfür müssen nun die Sicherheitskräfte und die Bewohner bezahlen. Hoffentlich hat dieser Wahnsinn bald ein ende und diese Terroristen werden entwaffnet und unschädlich gemacht!
Die Zahlen stammen vom türkischen Militär und sind sicherlich massiv geschönt. Zumal für Erdogan in Syrien pauschal alle getöteten Rebellen als Zivilisten gelten aber nahezu alle von seinem Militär getöteten Kurden als PKK-Kämpfer.
tolate 03.01.2016
5. Die Türkei konsolidiert sich
Mal sehen, was schneller geht, die Niederschlagung der kurdischen Aufständischen, die bereits mehrfach einen Waffenstillstand angeboten haben, oder die Aufnahme des Nato-Mitglieds Türkei in die EU. Falls das mit der Aufnahme ganz schnell geht, werden aus diesen Angriffen auf die eigene Bevölkerung lässliche Sünden, die man dem Mitglied schon mal nachsieht. Bis dahin werden noch viele Tunesier und Marokkaner sich als Schutzsuchende auf den mittlerweile komfortabel ausgebauten Weg nach Deutschland machen, via Türkei, zusätzlich zu den bisherigen Nationalitäten. Seehofer und die Obergrenze hin oder her.
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