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Südtürkei: Armee meldet elf Tote bei Gefechten mit PKK

Bei einem Aufeinandertreffen von Armee und PKK-Kämpfern in der südtürkischen Provinz Mardin sind offenbar mehrere Menschen getötet worden. Drei Soldaten und acht kurdische Kämpfer sind laut Militär gestorben.

Die türkische Armee geht seit Mitte Dezember mit einer Offensive gegen die verbotene kurdische Arbeiterpartei PKK vor. Bei einem Gefecht in der Provinz Mardin im Südosten des Landes sind nun offenbar drei Soldaten und acht PKK-Kämpfer getötet worden. Die Streitkräfte teilten am Donnerstag mit, zu dem Zusammenstoß sei es am Vortag im Bezirk Dargecit gekommen.

Bei der Militäroffensive im Süden der Türkei sind bereits Hunderte Menschen getötet worden. Die meisten waren nach Militärangaben PKK-Kämpfer. Es kamen aber auch zahlreiche Zivilisten und Angehörige der Sicherheitskräfte ums Leben.

Zuletzt waren Mitte Februar bei Gefechten in Diyarbakir zwei Soldaten und ein Polizist gestorben. Die Armee teilte damals mit, die Sicherheitskräfte seien unter Beschuss geraten und dabei schwer getroffen worden.

Die PKK ist auch in der EU und in den USA auf der Liste der Terrororganisationen. Die türkische Regierung macht die Arbeiterpartei und ihren bewaffneten syrischen Ableger YPG für den Anschlag von Ankara verantwortlich, bei dem ein Selbstmordattentäter 28 Menschen getötet hatte.

In weiten Teilen des Zentrums von Diyarbakir gilt seit dem 2. Dezember eine Ausgangssperre. Nach Angaben der Armee kamen dort seitdem mehr als 200 PKK-Kämpfer ums leben. Auch Zivilisten und zahlreiche Angehörige der Sicherheitskräfte wurden getötet.

vek/dpa

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