Terrorvorwurf Auswärtiges Amt bestätigt Festnahme eines Deutschen in der Türkei

Ein Deutscher soll geplant haben, sich der Kurdenmiliz YPG in Syrien anzuschließen. Nun wurde er in der Türkei festgenommen. Er soll zuvor vier Jahre in der Bundeswehr gedient haben.

Eingangsbereich des Auswärtiges Amts
DPA

Eingangsbereich des Auswärtiges Amts


Ein 28-jähriger Deutscher ist im türkisch-syrischen Grenzgebiet von türkischen Sicherheitskräften festgenommen worden. Das hat nun das Auswärtige Amt in Berlin bestätigt. Dort hieß es nach Angaben der Deutschen Presse-Agentur, der Fall sei bekannt. Die Botschaft in Ankara stehe mit den türkischen Behörden in Kontakt.

Der Mann habe sich der Kurdenmiliz YPG in Syrien anschließen wollen, meldete die türkische Nachrichtenagentur Anadolu. Inzwischen sei Haftbefehl wegen Unterstützung einer Terrororganisation erlassen worden. Aus dem Auswärtigen Amt hieß es, insbesondere zum Tatvorwurf könne man aus Gründen der Persönlichkeitsrechte keine Auskunft geben.

Nach Angaben von Anadolu hatte der Festgenommene beim Verhör weiter angegeben, vier Jahre bei der Bundeswehr gedient zu haben. Die Behörden hätten bei der Festnahme Fotografien und digitales Material, das zur YPG beziehungsweise zur verbotenen kurdischen Arbeiterpartei PKK gehöre, beschlagnahmt.

Die türkische Regierung geht seit dem 20. Januar in einer Militäroffensive gegen die YPG in Nordwestsyrien vor. Sie sieht die YPG wegen ihrer engen Verbindungen zur PKK als Terrororganisation.

vks/dpa



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