Terror in Türkei Sprengsatz vor Istanbuler Einkaufszentrum entschärft

Wenige Tage nach einem Selbstmordattentat in Istanbul ist in der türkischen Metropole ein weiterer Anschlag vereitelt worden. Vor einem Einkaufszentrum im Westen der Stadt wurde eine Bombe entschärft.


Istanbul - In Istanbul wächst die Angst vor Terror-Anschlägen. Ein verdächtiges Paket vor einem Einkaufszentrum im Viertel Basaksehir erregte am Samstag die Aufmerksamkeit eines Passanten. Der Nachrichtenagentur Anadolu zufolge entdeckte der Mann die Bombe in einem Mülleimer und alarmierte sofort die Polizei. Der Sprengsatz konnte inzwischen entschärft werden.

Auch im Istanbuler Vorort Sefakoy wurde ein verdächtiges Paket gefunden. Darin befanden sich mehrere Gaskanister. Die Polizei nahm eine kontrollierte Sprengung vor.

Bei einem Selbstmordanschlag im Touristenviertel Sultanahmet hatte eine Frau am Dienstag einen Polizisten getötet und eine weitere Person verletzt. Eine linksradikale Untergrundgruppe, die zunächst erklärt hatte, hinter der Tat zu stehen, zog ihr Bekenntnis jetzt wieder zurück. Die verbotene Revolutionäre Volksbefreiungspartei-Front (DHKP-C) erklärte, das Attentat sei nicht von ihr verübt worden. Es habe sich um eine Kommunikationspanne gehandelt. Die DHKP-C hatte laut eigenen Angaben in dem Viertel ebenfalls einen Angriff vorbereitet.

Bei der Attentäterin handelte es sich Medienberichten zufolge um eine Frau aus der russischen Kaukasusregion Dagestan, die womöglich mit Islamlistengruppen in Verbindung stand. Laut der Zeitung "Aksam" war die Täterin mit einem Kämpfer der DschihadistenmilizIslamischer Staat (IS) verlobt, der vor sechs Wochen bei Gefechten um die syrische Grenzstadt Kobane getötet wurde. Demnach nutzte die IS-Miliz den Tod des Mannes, um die Frau zu dem Selbstmordanschlag anzustacheln.

ala/dpa/AFP



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insgesamt 4 Beiträge
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hermannheester 10.01.2015
1. Verhinderte Anschläge - immer suspekt?
Die verhinderten Anschläge, also Anschläge zu denen es gar nciht erst gekommen ist, sind m.E. nicht immer wirklich Erfolge der Verfolgungsbehörden sondern nicht selten auch dramaturgischer Bestandteil von Inszernierungen der Mächtigen. So kann man das Volk leichter "überzeugen".
richardheinen 10.01.2015
2.
Sicher, und die Erde ist eine Scheibe.
recepcik 10.01.2015
3. Vereitelte Anschläge ?
Die Türkei versucht uns glaubhaft zu machen dass sie auch Ziel von Anschlägen ist was aber nicht sein kann weil sie zur Zeit der größte Verbündete des islamistischen Terror ist. In den gleichgeschalteten türkischen Medien ist es nicht einmal erlaubt die islamistischen Terroristen als solche zu bezeichnen. Umso verlogener ist die Teilnahme des türkischen MP Davutoglu an dem morgigen Protestzug gegen den Terrorismus in Paris. Außerdem ist dich bekannt dass 95 % der Dschihadisten aus Europa über die Türkei nach Syrien einreisen und die Grenze unkontrolliert passieren und wieder unkontrolliert zurückreisen. Wie in dem Artikel beschrieben hat man den Anschlag von Istanbul voreilig DHKP/C in die Schuhe geschoben um die islamistischen Terroristen bei der eigenen Bevölkerung nicht in Verruf zu bringen.
lehrling 11.01.2015
4. @recepcik
Und wer war es dann? Sie wissen ja so viel.....Und das die Türkei kein Ziel von Terroristen sei kann ich erst recht nicht glauben. Schon mal von der PKK gehört? Und Al-Kaida hatte vor einigen Jahren auch Anschläge auf das britische Konsulat und eine britische Bank in der TR verübt.
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