Offenbar wegen Terrorpropaganda Deutscher in der Türkei festgenommen

Die türkischen Behörden haben einen deutschen Staatsbürger im Süden des Landes festgenommen: Ihm wird offenbar vorgeworfen, in sozialen Netzwerken für die verbotene Arbeiterpartei PKK geworben zu haben.

Türkischer Polizist (Archivbild)
DPA

Türkischer Polizist (Archivbild)


Die Festnahme erfolgte bereits am Mittwoch: Ein weiterer Deutscher sitzt in türkischer Haft. Das berichten die türkische Zeitung "Cumhuriyet" und die Nachrichtenagentur dpa. Die deutsche Botschaft in Ankara stehe in dem Fall mit den türkischen Behörden in Kontakt.

Laut "Cumhuriyet" wird dem Mann vorgeworfen, in sozialen Medien "Terrorpropaganda" betrieben zu haben. Er sei in seinem Haus in der südtürkischen Provinz Hatay festgenommen worden, nachdem er auf Facebook Werbung für die verbotene kurdische Arbeiterpartei PKK gemacht habe, hieß es in einem Bericht der Zeitung. Für diese Angaben war zunächst keine Bestätigung zu erhalten.

Beamte einer Sicherheitsbehörde hätten den Mann befragt, danach sei er inhaftiert worden, schrieb die "Cumhuriyet". Die PKK gilt in der Türkei, der EU und den USA als Terrororganisation.

Nach dem gescheiterten Putschversuch waren immer wieder Deutsche in der Türkei verhaftet worden. Darunter befand sich auch "Welt"-Korrespondent Deniz Yücel, der ein Jahr in türkischer Haft saß und im Februar dieses Jahres nach Deutschland ausreisen durfte.

Video: DER SPIEGEL live - Das deutsch-türkische Verhältnis

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mho/dpa



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