Türkei Erdogan verurteilt Sanktionen im Atomkonflikt mit Iran

Die Türkei hat sich im Atomstreit mit Iran zu Wort gemeldet. Ministerpräsident Erdogan fordert: Der Westen könne der Islamischen Republik nur dann mit Sanktionen drohen, wenn er selbst seine Atomwaffen abgebe.

Türkei-Premier Erdogan: wirft dem Westen Arroganz vor und stellt sich auf die Seite Irans
AFP

Türkei-Premier Erdogan: wirft dem Westen Arroganz vor und stellt sich auf die Seite Irans


Istanbul - Der türkische Ministerpräsident Tayyip Erdogan hat internationale Sanktionen im Atomkonflikt mit Iran in scharfen Worten verurteilt. In einer im Fernsehen übertragenen Rede bezeichnete er die Strafmaßnahmen am Samstag als arrogant und erhob im Gegenzug die Forderung an Staaten wie die USA, Großbritannien und Frankreich, ihre Atomwaffen abzugeben.

"Diejenigen, die diese arroganten Sanktionen wollen, müssen als erste diese Waffen abgeben", sagte er. "Wir teilen diese Haltung mit unseren iranischen Freunden, unseren Brüdern."

Iran steht im Verdacht, unter dem Deckmantel eines zivilen Programms für Kernenergie an Atomwaffen zu arbeiten. Um die Islamische Republik zu einer Offenlegung aller Einzelheiten des Programms zu zwingen, hat der UN-Sicherheitsrat wiederholt Sanktionen verhängt.

Derzeit wartet die internationale Gemeinschaft auf die Zustimmung Irans zu einem Kompromiss im Streit um eine Auslandsanreicherung von iranischem Uran, das zur Herstellung von Atomwaffen genutzt werden könnte. Der iranische Präsident Mahmud Ahmadinedschad hatte der Internationalen Atomenergiebehörde (IAEA) am Donnerstag nur eine vage Antwort auf deren Vorschlag gegeben. Tags darauf hatten Diplomaten berichtet, Teheran stelle besondere Bedingungen an eine Annahme des Kompromisses und wolle noch einmal mit dem Westen verhandeln.

Die Türkei ist das einzige muslimische Land in der Nato. Jüngste Äußerungen Erdogans haben die Sorge geschürt, der Staat wende sich zunehmend vom Westen ab und stärker der islamischen Welt zu.

can/Reuters



Forum - Wie bedrohlich ist das iranische Atomprogramm?
insgesamt 3414 Beiträge
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Seite 1
SaT 30.09.2009
1. Nicht bedrohlicher als andere
So bedrohlich wie das amerikanische, britische, französische, pakistanische, indische, israelische, nordkoreanische und russische Atomprogramm.
nahal, 30.09.2009
2.
Zitat von sysopIran will nicht über seine neue Atom-Anlage reden, die USA drängen auf Inspektionen und mögliche Sanktionen. Wie bedrohlich ist das iranische Atomprogramm?
Das iranische Atomprogramm ist sehr bedrohlich. In der Hauptsache ist es für das iranische Volk bedrohlich. Es ist nicht zu übersehen,dass die iranischen Machthaber die Warnungen der internationalen Gemeinschaft nicht ernst nehmen. Es wird zu weiteren Sanktionen kommen, die, leider,die Bevölkerung treffen werden. Sollten auch diese Sanktionen nicht fruchten, wird eine militärische Ausschaltung des iranischen Programms unausweichlich. Und das, unabhängig von dem Ausführenden.
ddorfer 30.09.2009
3.
Zitat von sysopIran will nicht über seine neue Atom-Anlage reden, die USA drängen auf Inspektionen und mögliche Sanktionen. Wie bedrohlich ist das iranische Atomprogramm?
Wie bedrohlich es ist kann ich nicht einschätzen. Jedenfalls deutet vieles darauf hin,dass es einen Militärschlag gegen den Iran geben wird(oder seine Atomanlagen),denn die plötzliche Abkehr Obamas vom Raketenschild kann eigentlich nur auf einen Kompromiss mit Moskau hinauslaufen,will heißen: kein Schild,dafür kein Veto Moskaus im Sicherheitsrat im Fall der Fälle.
Ludwig Schmidt 30.09.2009
4.
Zitat von sysopIran will nicht über seine neue Atom-Anlage reden, die USA drängen auf Inspektionen und mögliche Sanktionen. Wie bedrohlich ist das iranische Atomprogramm?
Das Atomprogramm ist aus geographischen Gründen für West-, Nord-, Ost- und Mitteleuropa ungefährlich. Bevor es ein Moment an Gefährlichkeit gewinnt, werden diese Anlagen und Systeme von Israel, Frankreich, UK und den USA militärisch beseitigt werden. Daran gibt es bei keinem Beteiligten, auch dem Iran selbst, Zweifel. Auch nicht daran, dass das funktionieren würde. Eine eventuelle Position der EU ist und bleibt uninteressant, weil UK und Frankreich sich dem Willen nicht beugen werden, liefe er konträr zu ihren Ansichten und es keine Möglichkeit gäbe, diese "einzufangen". Im Vorfeld werden die Russen versuchen zu schlichten und zu vermitteln, mit dem Ziel eines atomwaffenfreien Irans. Die Chinesen werden sich aus dem Streit gänzlich heraushalten und nur versuchen Gewinne dabei zu machen. Indien ist noch nicht soweit, um, auf welcher Seite auch immer, mitmachen zu können. Es ist und bleibt die Entscheidung des Irans: Frieden oder wie auch immer gearteter Angriff/ Krieg...über Begrifflichkeiten mögen sich andere streiten.
nahal, 30.09.2009
5.
"Saudi Arabia denied Wednesday a report in Britain's Sunday Express that said the Kingdom offered the Israel Air Force flight paths to attack Iranian nuclear facilities."
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