Fluchtversuch über die Ägäis Schlauchboot mit Flüchtlingen gesunken, zwei Kinder tot

Ein Boot mit mindestens 20 Geflüchteten an Bord ist vor der türkischen Küste gesunken. Die Menschen wollten Griechenland erreichen. Bei dem Unglück vor Bodrum starben zwei Kinder.

Skulptur des toten syrischen Jungen Aylan Kurdi in Bodrum (2016)
AFP

Skulptur des toten syrischen Jungen Aylan Kurdi in Bodrum (2016)


Die jüngste Flüchtlingstragödie in der Ägäis geschah an dem Ort, an dem auch das 3-jährige syrische Kind Aylan Kurdi im Jahr 2015 tot angespült wurde: Bei dem Unglück vor der türkischen Küste bei Bodrum starben in der Nacht zum Montag zwei Kinder, melden türkische Nachrichtenagenturen.

Wie die türkische Küstenwache mitteilt, habe man 20 Migranten in der Ägäis aufgegriffen. Die Menschen hätten in einem Schlauchboot von der westtürkischen Stadt aus zur nahe gelegenen griechischen Insel Kos übersetzen wollen und seien dabei in Seenot geraten, meldete die Nachrichtenagentur DHA.

Laut staatlicher Nachrichtenagentur Anadolu habe das Boot etwa 30 Menschen getragen, als es vor der Küste nahe des Ferienressorts Gümbet sank. Zwei Kinder seien gestorben, 18 Migranten hätten gerettet werden können. Anadolu berichtete weiter, Anwohner hätten Hilfeschreie gehört und daraufhin die Küstenwache verständigt. Die Nationalität der Migranten war zunächst unklar.

Die Türkei hat mehr als 3,5 Millionen Flüchtlinge aus dem Bürgerkriegsland Syrien aufgenommen. Trotz insgesamt gesunkener Zahlen versuchen Migranten immer wieder von der Türkei aus, auf eine der griechischen Inseln zu gelangen.

cht/dpa/AP



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